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REISE-ID: 18160

Ascoli Satriano

Die Nekropole der Daunier - archäologische Grabungsreise

Auf einen Blick

  • 8 Tage archäologische Grabungsreise nach Italien
  • Teilnahme an der aktuellen Grabungskampagne
  • Ausflüge und Exkursionen

Das kulturell hochstehende, aber schriftlose Volk der Daunier hat seinen Ursprung in der Einwanderung illyrischer Volksgruppen im 11./ 10. Jh. v. Chr. aus den Gebieten der östlichen Adria nach Apulien. Das antike Daunien (ca. 9./8. bis 4. Jh. v. Chr.) erstreckte sich im heutigen Apulien vom Fluss Fortore im Norden bis zum Ofanto im Süden. Seit 1997 führt das Institut für Archäologie der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Grabungskampagnen in Ascoli Satriano durch, einer kleinen, 36 km südlich von Foggia in Süditalien gelegenen Stadt.
Reiseleitung: Projektleiterin: Dr. Astrid Larcher, Institut für Archäologie der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Grabungsleiter: Mag. Manuele Laimer, Institut für Archäologie der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Sie werden während Ihres Aufenthaltes von Klaus Schindl, BA betreut, der Sie fachkundig in die Arbeiten vor Ort einweist, begleitet und Sie bei Ausflügen und Exkursionen führt. Er ist Ihr Ansprechpartner für alle Wünsche und Anliegen.
Reise ab/bis: Ascoli Satriano/Foggia
Preise pro Person in EuroDZ EZ 
 pro Person ab/bis Ascoli Satriano
 26.08.2017 - 02.09.2017   
  Anfrage      Merkliste
1.680 1.890 
 02.09.2017 - 09.09.2017   
  Anfrage      Merkliste
1.680 1.890 
Zuschläge pro Person in Euro
• Bei Flugan- und Rückreise: Flüge München-Bari-München: 305 (Preis vorbehaltlich Verfügbarkeit im Zeitpunkt der Buchung)
• Bahnanreise zum Abflugort: RIT Fahrkarten
• Innerdeutsche Anschlussflüge: 86
Reiseverlauf: (Änderungen vorbehalten)
1. Tag: Individuelle Anreise.
Individuelle Anreise nach Ascoli Satriano oder Flug (optional) von München nach Bari, wo Sie auf Wunsch vom Grabungsbus abgeholt werden. Am Abend Treffen der Teilnehmer und optional Gelegenheit zum gemeinsamen Abendessen mit dem Gruppenbetreuer in der Altstadt von Ascoli Satriano.
7 Übernachtungen: Agriturismo La Faragola, ca. 2,5 km von der Altstadt von Ascoli Satriano entfernt.
2. Tag: Exkursionstag (F).
Sie unternehmen einen Ausflug nach Manfredonia. Dort besichtigen Sie die einzigartige Sammlung daunischer Stelen. Da figürliche Szenen in der daunischen Kunst weitestgehend fehlen und die Daunier auch keine Schrift verwendet haben, sind die Reliefs auf den Stelen wertvolle Quellen für das Alltagsleben der Daunier, ihre Riten, den Krieg oder die Jagd. Anschließend machen Sie in einen kurzen Rundgang in der staufischen Festung, in der die Sammlung untergebracht ist. Am Nachmittag fahren Sie nach Canosa, wo Sie mehrere, tief in den Boden eingegrabene Erdgräber aus dem 4. und 3. Jh. v. Chr. besichtigen werden. Zusätzlich besuchen Sie das lokale Museum, das einem speziellen Canosinischen Grab gewidmet ist und in mehreren Räumen die unzähligen Grabbeigaben ausstellt. Abends hält Ihr Reiseleiter einen Vortrag zur Grabungsmethodik, der Sie auf die Tätigkeiten auf der Grabung vorbereiten soll.
3. Tag: Auf der Grabung (F/M).
Um 8 Uhr brechen Sie mit der ehemaligen Projektleiterin Dr. Larcher zur Besichtigung des Archäologischen Parks „Pasquale Rosario“ am Colle Serpente (Ascoli Satriano), auf. Dabei sehen Sie die berühmten daunischen Steinteppiche und erhalten wesentliche Informationen zur Kultur und Geschichte der Daunier sowie zur Entwicklung des Colle Serpente vom Siedlungsplatz zur Nekropole. Danach gehts auf die Grabung! Der Grabungsleiter Mag. Manuele Laimer stellt Ihnen die Grabungsmannschaft vor. Das Team umfasst rund 20 Personen - österreichische und südtiroler Wissenschaftler, Techniker, Studenten sowie lokale Hilfskräfte. Dann erfolgt die gemeinsame Begehung der Grabung. Mag. Manuele Laimer erklärt Ihnen das Grabungsgelände und berichtet von den Ergebnissen der aktuellen und der letztjährigen Grabungskampagne. Einteilung der Gruppe in die verschiedenen Sektionen der Grabung. Ihr Gruppenbetreuer Klaus Schindl führt Sie in die Handhabung der Grabungswerkzeuge ein. Den Mittagslunch - Schinken, Brot, Käse und Obst aus lokaler Produktion - nehmen Sie in einem angenehm kühlen ehemaligen Bauernhaus ein, das ca. 1,5 km von der Grabung entfernt ist. Natürlich steht der Grabungsbus für den Transport parat. Viele Teilnehmer aber machen sich lieber per pedes auf quer über die Felder zum weithin sichtbaren Bauernhaus und erfreuen sich dabei an den unzähligen daunischen Keramikscherben, die am Boden verstreut liegen. Am Nachmittag setzen Sie die begonnenen Freilegungsarbeiten weiter fort. Nach Grabungsschluss gegen 17.30 Uhr fahren Sie zurück ins Quartier.
4. Tag: Auf der Grabung (F/M).
Morgens begeben Sie sich wieder zur Grabungsstelle. Das Team wie auch der Gruppenbetreuer helfen Ihnen mit Hinweisen und praktischen Tipps, erläutern die Arbeitsschritte und Handgriffe, weisen auf Besonderheiten und erste Anzeichen für Funde hin und erinnern immer wieder an das Mantra „Strohhut und Wasserflasche“ - denn Sie sind in Apulien und die Sonne ist auch im September noch kräftig. Nach der Mittagspause setzen Sie die Grabungstätigkeit fort. In den letzten beiden Tagen haben alle Teilnehmer an Routine gewonnen, können Keramik unter Steinen erkennen, die Handgriffe sitzen, die Sicherheit wächst. Alle Funde werden sorgsam freigelegt, um ja keine Schäden anzurichten. Jeder Teilnehmer hat seine spezifischen Erfahrungen gewonnen, sich über einzelne selbst freigelegte Stücke gefreut, aber auch „Lehrgeld“ bezahlen müssen, wenn ein über Stunden gemeinsam mit den lokalen Hilfskräften freigelegtes Grab sich als leer erwiesen hat, weil die Grabräuber, die „Tombaroli“, wieder einmal schneller waren. Nicht zuletzt den Laien-Teilnehmern ist es zu verdanken, wenn wertvolle Artefakte wissenschaftlich korrekt geborgen werden können, bevor Grabräuber im Dunkel der Nacht ans Werk gehen. Am späteren Nachmittag brechen Sie ins Städtchen Melfi auf. Ihr Reiseleiter führt Sie durch die prächtige antike Sammlung des dortigen Museums, das in einer Staufischen Burg beheimatet ist, die hoch auf dem Hügel von Melfi thront.
5. Tag: Auf der Grabung (F/M).
Morgens fahren Sie wieder auf die Grabung und setzen Ihre Freilegungstätigkeit fort. Ein Mitglied des Teams erklärt Ihnen die Praxis des Vermessungswesens direkt am Tachymeter. Nach der Mittagspause beginnt das Modul „Experimentelle Archäologie“. 2017 werden wir Ihnen das Thema „Antike Keramikherstellung“ in Theorie und Praxis vorstellen. Sie beschäftigen sich vertiefend mit der Entstehungsgeschichte der Töpferei und der Entwicklung des Handwerks quer durch die Zeit. Das Gefühl, Teil einer jahrtausendealten handwerklichen Tradition zu sein, lässt das Leben in der Antike in gänzlich neuem Licht erscheinen. Nach Grabungsschluss Rückfahrt ins Quartier.
6. Tag: Auf der Grabung (F/M).
Sie besuchen das Grabungsdepot und die Restaurierungswerkstatt im ehemaligen Museum Ascolis und erfahren etwas über die vielfältigen Methoden und Herausforderungen für das Restauratoren-Team, sehen herausragende Fundstücke und können wertvolle Artefakte selbst in die Hand nehmen. Danach fahren Sie zur Grabung, denn schließlich wollen Sie ebensolche Funde in Ihren Arbeitsbereichen freilegen! Natürlich ist nicht in jedem Grabungsabschnitt ein Schatz zu finden, aber im Laufe der Grabungswoche ist immer auch ein „archäologischer Höhepunkt“ angesagt - wer also zieht das große Los? Am Nachmittag arbeiten Sie nur bis 16 Uhr, denn Frau Dr. Larcher führt Sie durch das örtliche Museum von Ascoli Satriano, in dem bedeutende Funde auch unserer Grabung zu besichtigen sind.
7. Tag: Auf der Grabung (F/M).
Sie fahren zum letzten Mal auf die Grabung. Jeder will seinen Bereich zum Abschluss bringen. Nach der Mittagspause im Bauernhaus beenden Sie die Grabungstätigkeit und besprechen mit dem Gruppenbetreuer und den leitenden Archäologen die Arbeit der vergangenen Woche, wobei der eine oder andere Bereich noch weiter bearbeitet werden muss. Einmal noch genießen Sie den herrlichen Weitblick von der Grabung und schauen zur Festung von Ascoli hinauf. Sie verabschieden sich von der Grabungsmannschaft. Sie alle sind stolz auf die erreichten Ergebnisse und freuen sich über den guten Zusammenhalt des gesamten Teams. Am Abend findet bei einem gemeinsamen Abendessen (optional) ein kleines Abschlussfest statt, hoch oben in der Altstadt. Dr. Astrid Larcher und Mag. Manuele Laimer überreichen Ihnen Ihre Grabungsurkunde mit der Bestätigung der erworbenen Kenntnisse.
8. Tag: Individuelle Rückreise (F).
Individuelle Rückreise oder Transfer zum Bahnhof Foggia oder zum Flughafen von Bari für den optionalen Rückflug nach München.
Eingeschlossene Leistungen
• Wissenschaftliche Schulung und Betreuung auf der Grabung, bei Exkursionen und Ausflügen.
• 7 Übernachtungen in Zimmern mit Dusche/WC lt. Reiseprogramm
• Frühstück und Mittagessen in Grabungsnähe. • Mineralwasser auf der Grabung
• Tägliche Transfers zur Grabung
• Ausflüge und Exkursionen samt Eintrittsgeldern lt. Reiseprogramm
• Ausführliche Unterlagen, Arbeitsgeräte und Arbeitshandschuhe
Nicht eingeschlossen
An- und Rückreise Ascoli Satriano, weitere Mahlzeiten, Getränke, persönliche Trinkgelder und Ausgaben
Teilnehmer
Bis 4 Wochen vor Reisebeginn zu erreichende Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen, max. 8 Personen
Gut zu wissen
Nach heutigem Stand der Forschung kann Ascoli Satriano als typisch daunisches Zentrum mit Siedlungsgruppen auf Anhöhen, Abhängen und in der Ebene, samt den mit ihnen eng zusammenhängenden Nekropolen bezeichnet werden. Berühmt wurde Ascoli Satriano durch die Pyrrhus-Schlacht (279 v. Chr.). Die umfassendste Hinterlassenschaft der daunischen Kultur stellt zweifellos die geometrische Keramik dar, die sich aus der japygisch-geometrischen Ware entwickelte und vom 7. bis zum 3. Jh. v. Chr. mit eigenständigen, territorialen Besonderheiten produziert wurde. In den bisher freigelegten Nekropolen der daunischen Oberschicht finden sich komplette Festkeramik-Ausstattungen und reichhaltige Beigaben wie Prunkrüstungen, aufwendig gearbeitete Bronzegürtel, Waffen und Schmuck. Offensichtlich wurde der Gestaltung und Ausstattung dieser Gräber großer Wert beigemessen, während die Behausungen aus organischem, vergänglichen Material nur teilweise auf Steinfundamenten standen und damit archäologisch nur schwer fassbar sind.
Eine weitere bedeutende Fundgruppe der frühen daunischen Periode des 7. und 6. Jhs. v. Chr. sind die anthropomorphen Stelen aus Kalkstein vom nahen Gargano, dem „Sporn“ des italienischen Stiefels. Da figürliche Szenen in der daunischen Kunst weitestgehend fehlen, sind die Reliefs auf den Stelen wertvolle Quellen für das Alltagsleben der Daunier, ihre Riten, den Krieg oder die Jagd.
Wichtige Hinweise

Bei Buchung der Reise ab/bis München:
Linienflüge in der Economy-Klasse München-Bari-München inkl. Transfers nach Ascoli Satriano
Flughafensteuern, Gebühren und aktuell gültige Treibstoffzuschläge (Stand Sept. 2016)


Bitte beachten Sie, dass sich das vorgeplante Wochenprogramm grabungs- und/oder wetterbedingt ändern kann. Ihr Gruppenbetreuer ist jedoch bemüht, notwendige Änderungen rechtzeitig mitzuteilen und bestmöglich mit der Gruppe abzustimmen.


Reiseveranstalter: Arbeitsgemeinschaft Archäologie Wien. Der Reise liegen die Reisevereinbarungen von Karawane Reisen GmbH & Co. KG zugrunde. Preisstand: Oktober 2016. Preisänderungen bleiben vorbehalten.


Allgemeine Reisevereinbarungen und allgemeine Hinweise: www.karawane.de/agb.html


Für die innerdeutsche Bahnanreise zum Abfahrtsort bzw. Abflugsort bieten wir Ihnen günstige RIT-Bahnfahrkarten an.


Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktritt- und Reiseabbruchversicherung (Urlaubsgarantie) sowie eine Auslandskrankenversicherung. Die passende Reiseversicherung bei unserem Partner Hanse-Merkur Reiseversicherungen finden Sie hier...


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Auf einen Blick

  • 8 Tage archäologische Grabungsreise nach Italien
  • Teilnahme an der aktuellen Grabungskampagne
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