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REISE-ID: 29098

Sardinien – die Perle im Mittelmeer

Nuraghenkultur und Kultstätten
Westküste Sardiniens

Westküste Sardiniens

Auf einen Blick

  • 10 Tage Studienreise zu den archäologischen Höhepunkten Sardiniens
  • Unter anderem Besuch von Tharros und Alghero
  • Besichtigung der Gigantengräber von S’Ena e Thomes
  • Studienreiseleitung Dr. Frauke und Prof. Dr. Holger Sonnabend

Mit einer Küstenlänge von fast 2000 Kilometern ist Sardinien die zweitgrößte Insel im Mittelmeer. Imposant ist die Zahl der archäologischen und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten, die die spannende Geschichte der Insel in der Antike eindrucksvoll dokumentieren. Herausragend sind die prähistorischen Nuraghen, die Kultstätten der Punier und die Städte aus der Römerzeit. Dazu kommen traumhafte Sandstrände, azurblaues Meer, zauberhafte Küstenstädtchen, unberührte Naturlandschaften, quirliges Großstadtleben und Jahrhunderte alte Hirtentraditionen. All dies macht eine Reise nach Sardinien zu einem unvergesslichen Erlebnis der ganz besonderen Art.
Reiseleitung: Dr. Frauke Sonnabend & Prof. Dr. Holger Sonnabend ab/bis Frankfurt
Deutschsprechende lokale Reiseleitung ab/bis Olbia
Reise ab/bis: Frankfurt
Preise pro Person in EuroDZ EZ 
 pro Person
 22.05.2018 - 31.05.2018   
  Anfrage      Merkliste
2.350 2.560 
Zuschläge pro Person in Euro
• Bahnanreise zum Abflugort: RIT Fahrkarten
• Innerdeutsche Anschlussflüge: auf Anfrage
Reiseverlauf: (Änderungen vorbehalten)
1. Tag: Frankfurt – Olbia (A).
Die Reise beginnt am Flughafen Frankfurt. Gegen 16.00 Uhr Flug mit Lufthansa auf direktem Weg nach Olbia. Hier werden Sie von Ihrer örtlichen Reiseleitung empfangen. Anschließend Transfer zu Ihrem Hotel in Olbia.
Übernachtung: Hotel Geovillage****.
2. Tag: Olbia – Monte d’Accoddi – Porte Torres – Alghero – Sassari (F/A).
Morgens besichtigen Sie den gestuften Altarberg d’Accoddi, einzigartig im ganzen Mittelmeerraum. Der gewaltige Megalithbau mit seiner Außenmauer aus Kalksteinquadern erinnert an einen Stufentempel in Mesopotamien. Geschaffen wurde er von der jungsteinzeitlichen Ozieri-Kultur. Das Bauwerk hat eine Höhe von 8 Metern. Auf dem Plateau finden sich Mauerreste des eigentlichen Tempelareals. Weiterfahrt nach Porte Torres und Besuch der dortigen römischen Ruinen der Zona Archeologica mit Thermen und dem sog. Palazzo del Re Barbaro. Die 46 n. Chr. gegründete Colonia Iulia Turris Libisonis war ein wichtiger Ausfuhrhafen für Rom. Am Nachmittag geht es weiter nach Alghero mit einer stimmungsvollen, spanisch geprägten Altstadt. Sie lernen die Stadt bei einer Stadtbesichtigung näher kennen. Auf drei Seiten von Wasser, dicken Festungsmauern und gewaltigen Wehrtürmen umgeben, drängen sich die Häuser des historischen Stadtzentrums auf einer kleinen Halbinsel. Klein-Barcelona, wie Alghero auch genannt wird, war lange Zeit eine Hochburg der Katalanen und noch heute spricht fast ein Viertel der Bewohner einen katalanischen Dialekt. Danach Fahrt nach Sassari.
2 Übernachtungen: Hotel Martini ****.
3. Tag: Ausflug Nekropole Sant’Andrea Priu, Santu Antine und San Pietro di Sorres (F/A).
Besuch der Nekropole Sant’Andrea Priu. Die Palastgräber aus der Jungsteinzeit gehören zu den eindrucksvollsten Nekropolen Sardiniens. Die Toten sollten sich im Jenseits wie zu Hause fühlen. So baute man ihnen Wohnhäuser im Fels und versorgte sie mit dem Lebensnotwendigen. Über das Totenreich wacht der Stiergott. Mit primitiven Steinwerkzeugen wurden die Höhlen kunstvoll in den Fels gemeißelt. Häufig sind es Einzelkammern, doch sog. Palastgräber wie Sant’Andria Priu bestehen aus vielen miteinander verbundenen Räumen. Nächster Besichtigungspunkt ist Santu Antine. Im Valle dei Nuraghi – dem Tal der Nuraghen – stehen zahlreiche Nuraghen, darunter Santu Antine, auch Königshaus genannt. Zweifellos zählt es zu den großartigsten vorgeschichtlichen Bauwerken des westlichen Mittelmeers. Mit seinem 17,5 Meter hohen erhaltenen Hauptturm ist er heute zugleich der höchste Nuraghe Sardiniens. Stolz erheben sich die dunklen Mauern in der Ebene. Zum Abschluss des Tages besichtigen Sie die romanische Kirche San Pietro di Sorres, das vielleicht schönste Gotteshaus Sardiniens. Auf den Grundmauern des 11. Jh. wurde diese dreischiffige Basilika erbaut.
4. Tag: Sassari – Santa Cristina – Tharros – Oristano (F/A).
Den heutigen Tag starten Sie mit der Besichtigung des Brunnenheiligtums Santa Cristina. Die perfekte Bauweise, der exzellente Erhaltungszustand und die astronomische Ausrichtung machen den Tempelbezirk von Santa Cristina zum beeindruckendsten Heiligtum seiner Art. Man sieht das Bauwerk erst, wenn man direkt davor steht, denn wie fast alle der über 50 bekannten Brunnentempel aus der Nuraghenzeit ist es ein Tiefbau. Eine elliptische Mauer schirmt das Heiligtum, das sich im Boden öffnet, von der Außenwelt ab. Mit Blick auf den Golf von Oristano liegen die Ruinen von Tharros, das in der Antike zu den bedeutendsten Städten auf Sardinien zählte. Die Hafenstadt wurde im 8. Jh. von den Phöniziern als Handelskolonie gegründet, unter den Puniern gewaltig ausgebaut und bestand bis in die Römerzeit. Auf einer Anhöhe liegen die Reste eines phönizisch-punischen Tophets. An diesem kultischen Ort wurden die Götter durch Brandopfer versöhnt. Rund 5.000 Urnen und zahlreiche Stelen hat man hier gefunden. Zu den bedeutenden öffentlichen Bauwerken von Tharros gehörten auch zwei Thermenkomplexe. Beide wurden in christlicher Zeit umgebaut, die eine zur Taufkapelle, die andere zum Kloster.
2 Übernachtungen: Hotel Mariano IV Palace****.
5. Tag: Ausflug Nuraghe Su Nuraxi und Villanovaforru (F/A).
Am Vormittag besuchen Sie Sardiniens einzige Weltkulturerbestätte bei Barumini, der Nuraghe Su Nuraxi. Es handelt sich um den bis heute größten freigelegten Nuraghen-Komplex, wenn man das Nuraghendorf dazuzählt. Experten schätzen, dass der Bau an der Anlage vermutlich von 1.500 bis 500 v. Chr. dauerte. Die Burganlage nimmt eine Fläche von über zwei Hektar ein. In unmittelbarer Nähe der Befestigungsanlage stieß man auch auf Hüttenreste, die zu einem Dorf gehören mussten. Am Nachmittag besichtigen Sie das Archäologische Museum von Villanovaforru. Hier werden Funde aus dem nahen Nuraghenkomplex Genna Maria und aus anderen Grabungsstätten im Gebiet gezeigt. Danach Besuch des archäologischen Parks Genna Maria. Dieser befindet sich an einer Talspitze, umgeben von üppiger Vegetation. Der Komplex besteht aus einem aufwendig gebauten Nuraghe der um 1350 v. Chr. entstanden ist sowie aus drei Türmen. Die Mauer hat einen sechseckigen Grundriss und umschließt einen Innenhof. Es wurden wertvolle fossile Funde aus der nuraghischen Zeit geborgen.
6. Tag: Villanovaforru – Monte Sirai – Cagliari – Nora (F/A).
Nach dem Frühstück Fahrt zum Monte Sirai. Wie eine Naturfestung erhebt sich der vulkanische Tafelberg im Hinterland der Südwestküste. Grandios ist die Sicht auf die vorgelagerten Inseln und über das Bergland. In dieser hervorragenden strategischen Position liegt eine große phönizisch-punische Akropolis mit gut erhaltenen Grundmauern. Etwas unterhalb befindet sich die Nekropole mit ihren Kammer- und Brandgräbern. Einige hundert Meter weiter das Tophet, die Opferstätte, mit Tempel. Weiter geht es mit einer Stadtrundfahrt durch Cagliari. Gegründet wurde Cagliari im 8. Jh. v. Chr. von den Phöniziern. Unter den Römern erhielt der Handelshafen dann das begehrte römische Stadtrecht. Der Bau einer Festung 1217 kam einer Neugründung Cagliaris gleich. In ihrem Schutz entstand das Burgviertel Castello mit der Zitadelle. Sie sehen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten am Hafen und in der Altstadt. Sie besuchen das Archäologische Nationalmuseum, welches die größte und bedeutendste Sammlung seiner Art auf Sardinien beherbergt. Größte Schätze sind rund 200 kunstvolle Bronzefigürchen aus der Nuraghenzeit. Nach der Mittagspause geht es weiter zur antiken Stadt Nora. Auf einer schmalen Halbinsel gelegen, sind Teile der antiken Siedlung im Meer versunken. Das berühmteste Zeugnis dieser Zeit ist die Stele von Nora: auf ihr wird zum ersten Mal der Name Sardinien erwähnt. Die meisten Relikte, die heute in Nora zu sehen sind, stammen aus der Zeit der Römer, die die Stadt ab 238 v. Chr. besetzten und sie zum Sitz des römischen Statthalters in Sardinien machten. Über der antiken Stadt erhebt sich, an der Spitze der Halbinsel, ein Sarazenenturm aus dem 16. Jh., der auf den Resten der phönizischen Akropolis steht.
2 Übernachtungen: Hotel Punta Giara***.
7. Tag: Ausflug Sant’Anna Arresi (F/A).
Am Nachmittag Besuch der Isola di Sant’Antioco, die größte Insel vor der sardischen Küste und über einen wohl schon in der Antike aufgeschütteten Damm mit Sardinien verbunden. Etwas oberhalb des Hafenstädtchens erstreckt sich die Altstadt auf den Grundmauern des antiken Sulki. Die im 8. Jh. v. Chr. von den Phöniziern gegründete Handelskolonie war im Altertum eine der bedeutendsten Hafenstädte Sardiniens.
8. Tag: Villaputzu – Tortoli – Baunei (F/A).
Vormittags Fahrt nach Villaputzu, einem malerischen Küstenort. Die Stadt war wichtigster Handelsstützpunkt der Phönizier auf der Route nach Etrurien. Später ging sie an die Römer über und wurde sehr bedeutend. Weiter geht es nach Tortoli zur Mittagspause und anschließend weiter nach Baunei. Bereits die Serpentinenstraße entlang steiler Berghänge von Tortoli nach Baunei ist ein Erlebnis fürs Auge. Der kleine Ort scheint förmlich an der Felswand zu kleben. Der restliche Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung. Es gibt alte Häuser und Gassen zu entdecken.
Übernachtung: Hotel Arbatasar****.
9. Tag: Baunei – S’Ena e Thomes – Olbia – Nuraghe la Prisigiona (F/A).
Von Baunei brechen Sie auf nach S’Ena e Thomes, zu den Gigantengräbern. Über 500 solcher Megalithgräber wurden bislang entdeckt. Archäologische Indizien sprechen dafür, dass alle Angehörigen einer Sippe ohne Unterschied auf Rang und Namen in diesen Grabkammern beigesetzt wurden. Das Gigantengrab von Thomes gilt als eines der schönsten Beispiele frühzeitlicher sardischer Grabbaukunst. Mit seinen über 10 Metern Länge zählt die Grabkammer zu den längsten der bisher auf Sardinien gefundenen Gigantengräbern. So beeindruckend das Grabmal ist, so schlicht wirkt es innen: die Grabkammer ist mit tonnenschweren Steinplatten abgedeckt. Anschließend Fahrt nach Arzachena und Besichtigung der Nuraghe la Prisigiona. Insgesamt gibt es mehr als 7.000 Nuraghen auf Sardinien. Es gibt kaum ein Tal oder einen Hügel, wo man nicht auf Überreste aus der Bronzezeit stößt. Viele davon sind archäologisch noch nicht erforscht. Beim Nuraghendorf La Prisgiona gehen Forscher davon aus, dass es einst die bedeutendste Nuraghensiedlung Nordostsardiniens war. Auch seine Architektur, die sog. Tholos-Bauweise mit falschem Gewölbe und präzise gearbeiteten Steinquadern, ist einmalig. Die Fundstätte wurde 1959 entdeckt, aber erst 2009 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Übernachtung: Hotel Geovillage****.
10. Tag: Olbia – Frankfurt (F).
Morgens besuchen Sie das Archäologische Museum von Olbia. Es zeigt die Geschichte der Stadt und der Umgebung von der Vorzeit bis ins 19. Jh. Besonders beeindruckende Fundstücke gibt es aus der Zeit der Phönizier, Punier und Römer, denn die Stadt blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Daneben sind vor allem die beeindruckende Funde aus dem Hafenbecken sehenswert: römische Galeeren und mittelalterliche Handelsschiffe. Rechtzeitiger Transfer für Ihren Rückflug nach Frankfurt.
Eingeschlossene Leistungen
• Linienflüge mit Lufthansa in Economy-Class ab/bis Frankfurt
• Flughafensteuern, Gebühren und aktuell gültige Treibstoffzuschläge (Stand März 2017)
• Rundreise im Reisebus
• Transfers, Ausflüge, Besichtigungen lt. Reiseprogramm
• Eintrittsgelder lt. Reiseprogramm
• 9 Übernachtungen in den im Reiseprogramm genannten Hotels o.ä. in Zimmern mit Bad oder Dusche/WC
• Mahlzeiten lt. Reiseprogramm (F = Frühstück, A = Abendessen)
• 1 aktueller Reiseführer Sardinien pro Zimmer
• Deutschsprechende Reisebegleitung ab/bis Olbia
• Studienreiseleitung ab/bis Frankfurt: Dr. Frauke Sonnabend und Prof. Dr. Holger Sonnabend
Teilnehmer
Bis 8 Wochen vor Reisebeginn zu erreichende Teilnehmerzahl: min. 20, max. 28 Personen.
Gut zu wissen
Bei dieser Reise in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift "Antike Welt" kann kein Frühbucher-Rabatt gewährt werden.
Wichtige Hinweise

Reiseveranstalter: Karawane Reisen GmbH & Co. KG


Der Reise liegen die Allgemeinen Reisevereinbarungen des Veranstalters zugrunde.
Für die innerdeutsche Bahnanreise zum Abfahrtsort bzw. Abflugsort bieten wir Ihnen günstige RIT-Bahnfahrkarten an.


Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktritt- und Reiseabbruchversicherung (Urlaubsgarantie) sowie eine Auslandskrankenversicherung. Die passende Reiseversicherung bei unserem Partner Hanse-Merkur Reiseversicherungen finden Sie hier...



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