Reisesuche

Reiseplanung, beste Reisezeit, Klima

Beste Reisezeit für Australien: Aufgrund der verschiedenen Klimazonen, die Australien durchziehen, gelten für unterschiedliche Gebiete auch unterschiedlich günstige Reisezeiten. Diese sollten bei der Reiseplanung beachtet werden. Details dazu finden Sie auf dieser Seite.

Routenplanung: Als Europäer hat man bei dem ersten Australien-Besuch kaum eine Vorstellung von der Größe und der Weite des Landes. Noch einmal zum Vergleich: Australien ist so groß wie Kontinental-USA (ohne Alaska), und kein Mensch würde versuchen, die USA in drei Wochen zu umrunden. Dies sollte auch in Australien tunlichst unterlassen werden. Bei der begrenzten Urlaubszeit, die zur Verfügung steht, erhebt sich die Frage, wie denn dieser riesige Kontinent überhaupt in 3, 4, 5 oder 6 Wochen erkundet werden soll, einem Zeitraum, welcher der üblichen Urlaubszeit entspricht. Insbesondere die Reisenden, die mit dem Fahrzeug unterwegs sind (egal ob Camper, Mietwagen oder eigenes Fahrzeug), sollten sich eine ungefähre Routenplanung zurechtlegen. Es ist sicherlich nicht immer erforderlich, die Tagesetappen im Einzelnen und en détail im Voraus festzulegen, doch meist ergibt sich durch Flugtermine für Inlands- und Langstreckenflüge und die Anmiettage der Fahrzeuge ein „Beinahe-Zwang“ zur Routenplanung. Die nachfolgend aufgelisteten Punkte sollen dazu beitragen, die Planung der Reise zu erleichtern und den Verlauf so reibungslos wie möglich zu gestalten.

Die Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Verkehrsmittel sind in Australien beinahe unbegrenzt. Flugzeug, Auto, Eisenbahn, Bus und Schiff stehen oft in unmittelbarer Konkurrenz zueinander, sodass letztendlich persönlicher Geschmack, Zeit und Geldbeutel entscheiden.

 

 

Beste Reisezeit für Australien

Australien kann grundsätzlich ganzjährig bereist werden. Jedoch verfügt der Kontinent über verschiedene Klimazonen mit unterschiedlichen Reisezeitempfehlungen. Kein Monat ist für alle Regionen gleichermaßen gut geeignet. Umgekehrt gibt es für jede Klimazone und jede Region eine beste Reisezeit. Neben den klimatischen Aspekten spielen natürlich auch persönliche Interessen (Flora, Fauna, Städte, Verwandtenbesuche) und zwingende Gegebenheiten, wie z.B. Schulferien, eine gewichtige Rolle. Es kommt also darauf an, sich die Vorteile einer bestimmten Klimazone zu Nutze zu machen und die Reiseroute so zu legen, dass möglichst überall ein Optimum erzielt wird. Das Land erstreckt sich vom tropischen Norden mit extrem heißen Sommern bis zum gemäßigten Süden mit kühlen Wintern. 

Entsprechend der geografischen Lage Australiens gelten also für unterschiedliche Gebiete unterschiedlich gute Reisezeiten. 

 

  • Beste Reisezeit für die Ostküste und das östliche Australien: Die Küste im Osten hat im Prinzip ganzjährig Reisezeit, allerdings muss man den nördlichen und südlichen Teil unterscheiden. Im Norden (z.B. Tour Brisbane–Cairns) ist die Zeit von April bis Oktober als die beste Zeit. Von Dezember bis März drohen Regenzeit (Wet Season) und tropische Hitze. Die Grenze in den gemäßigten Bereich markiert der Wendekreis des Steinbocks (Tropic of Capricorn), welcher auf allen Karten verzeichnet ist. Die südliche Ostküste (z.B. Sydney–Brisbane) lässt sich am besten im Sommer (Okt.–März) bereisen. Von April bis September ist es im Süden eher kühl, zuweilen regnerisch.
  • Beste Reisezeit für den Süden Australiens und Tasmanien: Im Süden und die Südküste des Kontinents (z.B. Melbourne–Adelaide) sowie auf der Insel Tasmanien ist der australische Sommer (Oktober bis März) die beste Reisezeit. Im Herbst und Winter (Mai–Sept.) kann es kühl und windig werden, in den Australischen Alpen und auf Tasmanien fällt auch Schnee.
  • Beste Reisezeit für den tropischen Norden und Nordaustralien: Die beste Reisezeit für den tropischen Norden ist die Zeit von April bis Oktober/November, also außerhalb der Regenzeit. Das Klima ist eher gemäßigt, die Temperaturen erträglich. Nachts ist eine Abkühlung spürbar. Mit tropischen Regengüssen, Wirbelstürmen, Straßensperrungen ist nicht zu rechnen. Trotzdem klettern die Temperaturen auf angenehme 25–30 Grad.
    Die Regenzeit im tropischen Norden (Wet Season) reicht von November/Dezember bis März/April. Das Klima ist während dieser Zeit feuchtheiß, Gewitter und heftige, kurze Regenfälle sind an der Tagesordnung. Von Zeit zu Zeit kommt es sogar zu Wirbelstürmen (Cyclones). Straßen können nach starkem Regen durch Floodways unpassierbar werden. Informieren Sie sich deshalb immer über den Straßenzustand, bevor Sie eine abgelegene Wegstrecke in Angriff nehmen. Auskünfte erteilen lokale Polizeibehörden, Ranger und Roadhouses.
    An der Nord- und Nordostküste (nördl. von Rockhampton) treten von Dezember bis März giftige Quallen (Box Jelly Fish, Marine Stinger) auf, die das Baden in unmittelbarer Küstennähe vereiteln. Bei Schnorchel- und Tauchexkursionen am äußeren Great Barrier Reef (Outer Reef) und auf Inseln besteht diese Gefahr nicht.
    Tipp: Ist die zur Verfügung stehende Reisezeit begrenzt und die Flexibilität klein, so sollte man möglichen Unwägbarkeiten aus dem Weg gehen und die Route so legen, dass die Wet Season entweder kurz bevorsteht oder bereits vorüber ist.
  • Beste Reisezeit für das Outback und Zentralaustralien: Die Trockenzeit (Dry Season) im australischen Winter (April–Okt.) eignet sich am besten für Outback-Reisen. Die Temperaturen sind tagsüber immer noch angenehm hoch, nachts kann es aber empfindlich kühl werden.
    Kein Australier bereist das Outback im australischen Sommer von November bis Februar – es ist einfach viel zu heiß! Dass es unter Europäern dennoch beliebt ist, in dieser Zeit zu reisen, liegt wohl daran, dass es einfach noch zu viele falsch Informierte gibt.
  • Beste Reisezeit für Westaustralien: Eine Reise durch Westaustralien sollte sich ebenfalls immer an den klimatischen Gegebenheiten orientieren. Da sich der Bundesstaat über mehrere Breitengrade und damit mehrere Klimazonen erstreckt, muss bei der Planung insbesondere die immense Hitze im australischen Sommer sowie die Regenzeit im Norden und Nordwesten des Landes beachtet werden.
    Tropischer Norden: Regionen: Top End (Darwin, Kakadu NP, Litchfield NP), Kimberley-Region (Kununurra – Broome – Port Hedland – Exmouth). Gulf Savannah (Cairns – Darwin). Die beste Reisezeit für den tropischen Norden ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober. Warme bis heiße Temperaturen (25–35 °C) und eine geringe Niederschlagwahrscheinlichkeit kennzeichnen die Dry Season. Besonders schön ist das Land kurz nach der Regenzeit (April bis Juni), wenn die Pflanzenwelt saftig grün ist und Wasserfälle und Flüsse noch ausreichend Wasser haben. Gegen Oktober/November ist die Pflanzenwelt trocken und verdorrt. Häufig werden kontrollierte Buschfeuer entfacht und eine schwarze, verbrannte Vegetation begleitet den Reisenden über viele Kilometer. Die asphaltierten Highways sind ganzjährig zu befahren. Einige Pisten hingegen sind nach heftigen Regenfällen länger gesperrt bzw. unpassierbar, so z.B. die Gibb River Road oder kleinere Pisten im Kakadu National Park.
    Zentrum (Outback): Regionen: Südaustralisches Outback (Stuart Highway, Flinders Ranges, Oodnadatta Track, Simpson Desert), Rotes Zentrum (Alice Springs, Ayers Rock, westliche und östliche MacDonnell Ranges), Westaustralien (Great Central Road, Tanami Track, Canning Stock Route). 
    Die beste Reisezeit für das Zentrum ist der australische Winter, von April bis Oktober. Die Temperaturen liegen in dieser Zeit tagsüber zwischen angenehmen 24 und 30 °C, die Nächte kühlen in den Monaten Juli und August bis zum Gefrierpunkt ab. Dieses typisch kontinentale Wüstenklima hat den weiteren großen Vorteil, dass sich die Belästigung durch Fliegen in Grenzen hält: eine kalte Nacht und die lästigen Plagegei¬ster sind millionenfach dezimiert. Der größte Nachteil des australischen Winters sind sicherlich die kurzen Tage. Das Tagesziel sollte gegen 17 Uhr erreicht sein, da es wenig später bereits stockfinster wird. Reisende sollten es zu dieser Zeit den Australier gleich tun: früh bei Sonnenaufgang aufstehen und den Tag nutzen!
    Das Outback ist im australischen Sommerhalbjahr (Oktober bis März) extrem heiß. Backofenartige Gluthitze von 40 bis 45 °C im Schatten ist keine Seltenheit. An Aktivitäten wie Wanderungen ist kaum zu denken und Flüssigkeit sollte literweise konsumiert werden. Gegen einen relativ begrenzten Aufenthalt, z.B. zum Besuch des Ayers Rock (Uluru Kata Tjuta National Park) ist nichts einzuwenden, doch für ausgiebige Outback-Touren gibt es bessere Zeiten im Jahr.
    Western Australia (Perth – Broome): Die Westküste von Perth bis Broome lässt sich im Prinzip ganzjährig bereisen, doch sollten die Hinweise zur Regenzeit im tropischen Norden beachtet werden. Von Coral Bay an nordwärts muss mit einer tropischen Regenzeit von November bis März und extrem heißen Sommertemperaturen gerechnet werden. Planen Sie Ihre „Reiserichtung“ mit den Klimazonen! Eine Tour von Perth nach Broome findet am besten von März bis Juli statt, die Reise in umgekehrter Richtung besser von August bis November. Im ersten Fall ist die Regenzeit im Norden gerade vorbei, im anderen Fall steht sie bevor. Perth selbst ist in den Wintermonaten (Juni, Juli, August) mit Tagestemperaturen von 14 bis 22 °C immer etwas kühler - ein Umstand, der sich bei einem Städteaufenthalt verschmerzen lässt.
    Süden - Südwesten: South Australia (Adelaide, Kangaroo Island, Eyre Peninsula, Nullarbor Plain), Südwesten (Perth – Kalgoorlie – Esperance - Albany). Die beste Reisezeit für den südlichen Kontinent ist der australische Sommer von Oktober bis März. Zu dieser Zeit herrschen warme Tagestemperaturen (25 bis 35 °C), wobei wie überall in Australien mit länger andauernden Hitze- und Trockenperioden zu rechnen ist. Entlang der Südküste weht im Sommer meist ein angenehm frischer Wind. Im Winter indes wird es kühl und ungemütlich. Die Niederschläge nehmen zu und die Tagestemperaturen sinken auf 8 bis 15 °C. Außer in den Australischen Alpen (Victoria, New South Wales) und auf Tasmanien fällt jedoch kein Schnee.
  • Empfehlung für Westaustralien: Reisen durch Westaustralien sollten daher wie folgt geplant werden:
  • Reisezeit April – Juni: Tourbeginn im Süden (Perth, eher kühl), Tourende im Norden (ideales Klima, grüne Vegetation, nach der Regenzeit). 
    Reisezeit Juli – August: Verzicht auf den Süden (zu kalt, schwerpunktmäßig Reise durch das Zentrum (ideales Outbackklima mit kalten Nächten) und den Norden (trocken und warm).
    Reisezeit September – November: Tourbeginn im Norden (Darwin, noch vor Beginn der Regenzeit), Tourende im Süden (frühlingshaft warme Temperaturen).
    Reisezeit Dezember – März: Verzicht auf den Norden (heiß, feucht, Regenzeit), schwerpunktmäßig Reise durch den australischen Süden (warme Sommer).
  • Fazit: Zusammenfassend muss gesagt werden, dass Australien ganzjährig Reisezeit hat – es kommt nur darauf an, in welches Gebiet man reist. Leider ist das Wetter auch in Australien nicht immer vorhersehbar, d.h., Regen- und Trockenzeit können sich auch um einige Wochen verschieben (z.B. durch das zyklisch wiederkehrende El-Niño Klimaphänomen). Für den Reisenden bedeutet dies, dass er mit einem gewissen „Restrisiko“ hinsichtlich der Planung leben muss.

Alle Angaben und Informationen: Copyright Steffen Albrecht, Karawane Reisen

 

 

Reiseplanung und Routenvorschläge

Der Kontinent ist riesig und würde selbst bei unbegrenzter Reisezeit immer Neues bereithalten und Unbekanntes zu Tage fördern. Je nach Saisonzeit kann eine solche Rundreise auch im Norden (Darwin, Cairns) beginnen oder enden. Stopover in Asien lassen sich natürlich ebenfalls einbauen, kosten aber die entsprechenden Extratage an Reisezeit.

 

Reisebeispiele

Bei üblichen 3 bis 4 Wochen Reisezeit sollten Sie sich auf wenige Gebiete konzentrieren und mit Flugverbindungen innerhalb des Landes operieren. Zusätzlich sollte die Möglichkeit eines Gabelfluges in Betracht gezogen werden, um nicht am gleichen Ort ein- und auszureisen. An den jeweiligen Orten können Mietwagen/Geländefahrzeuge/Camper oder kürzere Bausteinprogramme oder Ausflüge gebucht werden, um die Umgebung mit lokaler Reiseleitung kennen zu lernen.

 

Erstbesucher-Tour Australien

Ganzjährig mögliche Tour („Reef, Rock and Opera“). Von November bis März herrscht jedoch im tropischen Norden Regenzeit (kurze heftige Regenfälle, gelegentlich Wirbelstürme, tropische Hitze) und im Zentrum muss mit sehr großer Hitze gerechnet werden. Die Reise kann um einen Abstecher in das Top End (ab/bis Darwin mit Kakadu Nationalpark) sowie eine Reise entlang der Great Ocean Rd. (Melbourne–Adelaide) erweitert werden.

 

Südosten und Tasmanien

  • Hinflug nach Sydney
  • 3 Übernachtungen Sydney mit Citytour und Hafenrundfahrt
  • 10–20 Tage Mietwagen/Campertour von Sydney über Melbourne (Australische Alpen) und die Great Ocean Road nach Adelaide. Abstecher nach Kangaroo Island. Alternativ: geführte Hotel-Bus-Tour.
  • Flug von Adelaide nach Hobart
  • 7–14 Tage Tasmanien-Rundreise: geführt oder mit Mietwagen/Camper
  • Rückflug Hobart–Melbourne–Europa

Die ideale Tour für den australischen Sommer (Oktober bis April). Ein Badeaufenthalt kann z.B. an der Sunshine Coast (nördlich von Brisbane) erfolgen.

 

Outback-Tour (Explorer’s Way)

  • Hinflug nach Adelaide
  • 18–30 Tage Allrad-Campertour von Adelaide nach Darwin: Flinders Ranges, Arkaroola, Oodnadatta Track, Coober Pedy (Opale), Witjira NP (heiße Quellen), Uluru–Kata Tjuta NP (Ayers Rock, Olgas), Kings Canyon, westliche MacDonnell Ranges, Alice Springs, Tennant Creek, Katherine, Litchfield NP, Darwin
  • Rückflug von Darwin oder evtl. anschließender Badeaufenthalt in Cairns

Eine reine Outback-Tour sollte aufgrund der klimatischen Verhältnisse nur von April bis Oktober in Angriff genommen werden. Für die Routen durch das südaustralische Outback (viele nicht asphaltierte Pisten) ist ein Allradfahrzeug erforderlich. Für die Nord-Süd-Durchquerung auf dem Stuart Hwy. reicht ein Mietwagen aus.

 

Westaustralien-Reise

  • Hinflug nach Perth
  • 2–4 Übernachtungen in Perth
  • 21–40 Tage Mietwagen/Campertour oder geführte Hotel-Bus-Rundreise von Perth über Kalbarri, Monkey Mia, Coral Bay/Exmouth (Ningaloo Reef), Broome, Gibb River Road, Kununurra, Katherine, Kakadu NP nach Darwin
  • Rückflug von Darwin oder evtl. Badeaufenthalt in Cairns

Die klassische Westaustralienreise sollte aufgrund der Regenzeit im tropischen Norden am besten von März bis November unternommen werden. Die Gibb River Rd. von Broome nach Kununurra kann nur mit Allradfahrzeugen von Mai bis Oktober befahren werden. Walhaie lassen sich am Ningaloo Reef von März bis Juni beobachten. Der Südwesten ist am besten von Oktober bis März zu bereisen.

 

Tipps

• Planen Sie Ihre Rundreise großzügig und nicht auf die Minute genau. Es kommt immer wieder vor, dass man an besonders schönen Plätzen einen Tag länger verweilt, einen attraktiven Tagesausflug entdeckt oder wegen einer Panne eine Zwangspause einlegen muss.
• Unterschätzen Sie die Entfernungen nicht und planen Sie die Reise mit Inlandsflügen! Die Flugfrequenzen der australischen Gesellschaften sind im Allgemeinen gut. Engpässe gibt es bei den Flügen in und aus dem Roten Zentrum (z.B. Alice Springs–Cairns) – hier hilft nur eine frühzeitige Buchung!
• In den Metropolen benötigen Sie kein Fahrzeug. Dort herrscht viel (Links-)Verkehr und, wie bei uns, chronische Parkplatznot. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuß erreichen Sie fast alles!
• Denken Sie daran, es ist Ihr Urlaub! Versuchen Sie nicht, alle Highlights des Kontinents in Ihre knapp bemessene Reisezeit zu packen. Hier und da sollten ein paar freie Tage zum Entspannen und Erholen eingeplant werden. Kilometer-Weltmeister sollen andere werden!

 

Stopover-Programme

Wer sich den Langstreckenflug von Europa nach Australien (oder umgekehrt) in zwei Etappen aufteilen möchte, sollte die Möglichkeit des Stopovers in Betracht ziehen. Ohne Aufpreis gestatten es die meisten Fluggesellschaften, den Flug pro Strecke einmal zu unterbrechen. Beliebte Stopover-Ziele sind Singapur, Kuala Lumpur (Malaysia), Bali (Indonesien), Hongkong oder Dubai (Vereinigte Arabische Emirate). Je nach gewünschtem Stopover-Ziel sollte die Fluggesellschaft gewählt werden (z.B. Cathay Pacific für Hongkong, Malaysia Airlines für Kuala Lumpur, Qantas oder Singapore Airlines für Singapur, Emirates für Dubai).

Die passenden, durchaus günstigen Stopover-Programme sollten vorab mit dem übrigen Arrangement gebucht werden: Im Preis eingeschlossen sind dann neben den Hotelübernachtungen auch die Transfers vom Flughafen zum Hotel – dies vermeidet einige Aufregung in den hektischen asiatischen Metropolen.

 

Wohnmobil oder Mietwagen in Australien?

Diese viel diskutierte Frage steht für viele Reisende am Anfang der Reiseplanungen. Vor- und Nachteile gibt es für jede Fahrzeug- und Reiseart:

Wohnmobil-Reisende sind in ihrer Reiseplanung äußerst flexibel, denn das eigene „Bett“ ist stets dabei. Campingplätze sind überall vorhanden, nur in den seltensten Fällen ist eine Reservierung erforderlich. „Wildes Campen“ und Übernachten auf einfachen NP-Campgrounds ist häufig möglich. Camper-Touren sind relativ preiswert, da Caravan Parks preiswert sind und Selbstverpflegung möglich ist. Das tägliche Koffer ein- und auspacken entfällt. Mögliche Einweggebühren entfallen z.T. bei längeren Mieten Die meisten Campmobile (außer Hi-Top Camper) verfügen über sparsame Dieselmotoren. Nachteilig ist natürlich, dass Camper im Grundpreis und den Versicherungskosten deutlich teurer sind als Mietwagen. Große „Motorhomes“ sind vor allem in den Städten unhandlich. Campingplätze bieten nur sanitäre Gemeinschaftsanlagen, hier leidet die Privatsphäre. Campertouren sind mit mehr Arbeit verbunden: Fahrzeug aufräumen, Abwasser/Wasser auffüllen/ablassen, selbst kochen und abspülen.

Mietwagen: Die Tagespreise für Mietwagen sind für Mieten an der Ost- und Südküste (Metropolitan Areas) sehr günstig. Wer mit dem Mietwagen plus Zelt reist, hat eine unschlagbar preiswerte Kombination gewählt. Bei vorgebuchten Hotels entfallen jegliche Unwägbarkeiten und die Frage „Wo übernachte ich heute?“. Hotels bieten zudem einen komfortablen Übernachtungsstandard. Nachteilig sind folgende Faktoren: Zu den reinen Mietwagenkosten addieren sich Übernachtungskosten in Hotels sowie die Kosten für Restaurantbesuche. Selbstverpflegung ist nur bedingt möglich. Eine Mietwagentour führt meist von Stadt zu Stadt. Übernachtungen innerhalb von Nationalparks (mit Tierbeobachtungen in den Morgen- und Abendstunden) entfallen daher. Täglicher Hotel Check-In/Check-Out sowie Koffer ein- und auspacken nerven auf Dauer. Mietwagen werden meist nur mit Benzinmotoren angeboten (Ausnahme: große Allradfahrzeuge) – bei größeren Fahrzeugkategorien sind diese nicht unbedingt sparsam. Mietwagen im Northern Territory und in Westaustralien (Remote Area) sind teurer und häufig mit hohen Einweggebühren verbunden.

Kosten: Die Kostendifferenzen zwischen Mietwagen (plus Hotel plus Essengehen) gegenüber Camper (plus Campingplatzkosten plus Selbstverpflegung) lassen sich nicht in Heller und Cent beziffern. Dazu sind die Unterschiede mit Saisonzeiten, Fahrzeugmodellen, Hotelkategorien und Nebenkosten zu unterschiedlich. Es ist letztlich eine „Glaubensfrage“. Wer bereits in anderen Ländern mit dem Wohnmobil unterwegs war und gerne campt, sollte dies in Australien genauso tun. Das Land ist mit seinen unzähligen Campingplätzen bestens darauf eingerichtet (Australier selbst sind leidenschaftliche Camper!). Wer gerne komfortabel nächtigt und bequem reist, sollte diese mit dem Mietwagen und vorgebuchten Hotels tun. Die Infrastruktur ist auch hierfür ausgezeichnet.

 

Kombination verschiedener Verkehrsmittel und Ausflüge

Als Reisender werden Sie über die Fülle der angebotenen Ausflüge und Kombinationsmöglichkeiten staunen. Um Ihnen vorab die Reiseplanung zu erleichtern, sind nachfolgend Touren und Tipps aufgeführt:

  • Inneraustralische Flüge sind für den Reisenden mit begrenzter Zeit nahezu unumgänglich, um die großen Distanzen zu überwinden. Empfehlenswert sind Flüge von der Küste in das Zentrum (z.B. Alice Springs, Ayers Rock), nach Western Australia (z.B. Perth, Broome), in den tropischen Norden (Darwin) oder an die Ostküste (Cairns).
  • Mietwagen  und Camper (Wohnmobile) können in Australien in allen großen Städten angemietet und abgegeben werden. Sie sind das individuellste Reisemittel, da auch abgelegene Gebiete besucht werden können. Selbstfahrer sollten für Outback-Routen sicherheitshalber ein bis zwei Tage länger als empfohlen rechnen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit fällt im Outback rapide ab, und manchmal wird man durch höhere Gewalt (Pannen, Überschwemmungen) aufgehalten. Für Reisen auf den gängigen, asphaltierten Highways empfehlen sich Pkws oder Camper (Wohnmobile), für nicht geteerte Outback-Pisten.
  • Zug und Eisenbahn in Australien:  Eisenbahnfans und Sammler berühmter Bahnstrecken werden nicht darum herumkommen, mit mindestens einem der Klassiker zu fahren.
    Das endlose Australien kommt besonders gut im Indian Pacific von Sydney bis Perth (3.961 km, 65 Std.) zur Geltung. Dabei wird auch das längste gerade Schienenstück der Welt – 478 km ohne eine einzige Kurve – unter die Räder genommen!
    The Ghan (559 km, 22 Std.) von Adelaide nach Darwin gehört ebenfalls zu den Zügen mit internationaler Bedeutung. Vgl. Kapitel 3 „Eisenbahn“.
  • Überlandbusse: Das Reisen per „Linienbus“ gehört zu den preisgünstigsten und flexibelsten Möglichkeiten, Australien kennen zu lernen. Regelmäßige Verbindungen und komfortable Busse trösten über die zuweilen endlos langen Fahrten hinweg. Vgl. Kapitel 3 „Busse“.
  • Geführte Bus-Rundreisen werden von vielen australischen Reiseveranstaltern angeboten. Bei Gruppenreisen sollte auf kleine Gruppengröße und evtl. deutschsprachige Reiseleitung geachtet werden. Rundreisen reichen von Tagestouren, mehrtägigen Bausteinprogrammen bis zu 34-tägigen Reisen, die beinahe den gesamten Kontinent abdecken. Jegliche organisatorische Arbeit wird Ihnen abgenommen, und Sie können sich ganz auf das Reiseerlebnis konzentrieren. Ein weiterer Vorteil liegt in der landeskundigen Reiseleitung, die Ihnen das eine oder andere versteckte Highlight zeigt. Empfehlenswert sind die Reisen von AAT Kings, die über Karawane Reisen (www.karawane.de) gebucht werden können.
  • Flugsafaris: Sie wollen in möglichst wenig Zeit möglichst viel sehen? Dann empfehlen sich 3- bis 14-tägige Flugsafaris, wie sie von ausgesuchten Veranstaltern angeboten werden. Im „eigenen“ Flugzeug fliegen Sie in kleinen Gruppen zu den Höhepunkten des Kontinents. Die zugegeben nicht ganz billige Art des Reisens schließt jeglichen Komfort und Luxus ein. Vgl. Kapitel 3 „Flugsafaris“.
  • Kreuzfahrten: Flusskreuzfahrten werden auf dem längsten Fluss Australiens, dem Murray River, angeboten. Kreuzfahrtschiffe, die durch das Great Barrier Reef kreuzen und verschiedene Inseln anlaufen, legen meist in Cairns ab. Auch entlang der Kimberley-Küste (Nordwestaustralien) werden interessante Kreuzfahrten entlang der wilden Küste angeboten. Vgl. Kapitel 3  „Kreuzfahrten“.
  • Badeaufenthalte: Weil sich durch die klimatischen Bedingungen und die großen Entfernungen Strapazen kaum vermeiden lassen, kann im Anschluss ein Badeaufenthalt an der Küste Queenslands gebucht werden. In den luxuriösen Ferienanlagen (z.B. Lizard Island, Heron Island) können Sie sich hervorragend entspannen und erholen – gutes Wetter ist fast garantiert!
  • Outback-Safaris:  Eine geführte Outback-Safari im Geländefahrzeug dauert je nach Umfang 2–15 Tage. Ausgangspunkte sind meist Alice Springs oder Darwin. Sie übernachten in einfachen Bushcamps oder Safarizelten. Für längere Touren gilt, dass eine Mindestteilnehmerzahl erreicht werden muss bzw. nur zu bestimmten Terminen gestartet wird. Das Risiko ausgebuchter Touren lässt sich umgehen, indem bereits in Europa für einen bestimmten Termin gebucht wird – bei kurzem Aufenthalt in Australien unbedingt empfehlenswert. Für Outdoor-Fans werden auch Kamelsafaris mit Übernachtung unter freiem Himmel angeboten.
  • Rundflüge werden in vielen Gegenden Australiens angeboten. Besonders eindrucksvoll und empfehlenswert
    sind sie über Ayers Rock, Olgas, Bungle Bungles oder Sydney. Preiswerte Ballonfahrten werden in Alice Springs und in Cairns angeboten. Wegen des starken Andrangs sollten sie im Voraus bzw. gleich nach Ankunft gebucht werden.
  • Stadtrundfahrten: In den Metropolen des Landes werden Stadtrundfahrten mit „Explorer Bussen“ angeboten. Sie verkehren den ganzen Tag auf einer bestimmten Route, die an den jeweiligen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Fahrgäste können nach Belieben aus- und einsteigen.
  • Reservierungen für Hotels, Mietwagen, Inlandsflüge usw. tragen dazu bei, Wartezeiten oder Suchereien zu vermeiden. Gerade bei knapp bemessener Reisezeit empfiehlt sich das beratende Gespräch und die Buchung über Ihren Reiseveranstalter. Empfehlung: Buchung beim Spezialisten Karawane Reisen (www.karawane.de).
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