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Routenvorschläge und Sehenswürdigkeiten auf Tasmanien


Hobart - Ausgangspunkt einer Tasmanienrundreise

Im Süden der Insel liegt die Hauptstadt Hobart. Die 1803 als Sträflingskolonie gegründete und 1842 als Hauptstadt der Kolonie ausgerufene Stadt breitet sich im Mündungsbereich des Derwent Rivers aus. Über den breiten Fluss ist die markante Tasman Bridge gespannt. Sie verbindet die westlichen Vororte mit der Innenstadt. Der geschützte und tiefe Naturhafen, der in frühen Jahren von Walfängern genutzt wurde, ist für große Frachter ebenso wie für Weltumsegler und Hobbykapitäne eine wichtige Anlaufstation. Hobart ist das gefeierte Ziel der jährlich am 26. Dezember gestarteten Sydney-Hobart Regatta.

Einen wunderbaren Blick auf die Stadt und ihre Umgebung bietet sich vom 1.270 m hohen Mt. Wellington, 22 km westlich der Stadt.

Das Zentrum der Stadt liegt rund um die Bucht Sullivans Cove. Die Hauptstraße Macquarie Street mit ihren zahlreichen historischen Gebäuden, die Fußgängerzone Elizabeth Street sowie die Hafengegend lohnen einen ausgedehnten Stadtrundgang. Am lebhaften Salamanca Place wurden alte Lagerhäuser zu Gallerien und Kunstmärkten umgebaut. Restaurants und Cafes säumen den Platz.

 

Rundreise Tasmanien

Um die Natur in Ruhe erleben und genießen zu können, empfiehlt es sich, für eine Rundreise wenigstens 10 Tage auf der Insel einzuplanen, jeder Tag zusätzlich ist ein Gewinn. Ein Kurztrip sollte wenigstens Hobart, Strahan und die Cradle Mountains beinhalten. Kompakte geführte Touren (mit deutschsprachiger Reiseleitung z.B. von Naturally Tasmania Tours) sind gleichfalls eine gute Idee.

 

Routenvorschlag

10 Tage Rundfahrt Tasmanien

1. Tag: Ankunft in Hobart, Stadtbesichtigung oder Ausflug Port Arthur

2. Tag: Hobart – Coles Bay (Freycinet National Park)

3. Tag: Freycinet National Park

4. Tag: Coles Bay – Mount William National Park

5. Tag: Mount William National Park – Launceston

6. Tag: Launceston – Cradle Valley (Cradle Mountains)

7. Tag: Cradle Mountains

8. Tag: Cradle Mountains – Strahan

9. Tag: Strahan - Hobart

10. Tag: Abflug von Hobart

 

Von Hobart aus ist das erste Ziel das historische Dorf Richmond (26 km nordöstlich) mit dem sehenswerten alten Gefängnis, Teestuben und zahlreichen Souvenirshops.

Über den Port Arthur Highway gelangt auf kurvenreicher Strecke auf die Tasman Peninsula zur ehemaligen Sträflingskolonie Port Arthur. Auf dem Gelände der Gefängnisanlage mit Zuchthaus, Werkstätten, Krankenhaus, und Kirche wurden zwischen 1830 und 1877 bis zu 12.000 Gefangene gehalten. Am Abend findet die schaurig-unterhaltsame „Ghost Tour“ auf dem Gelände statt.

An der Ostküste zählt der Freycinet National Park zu den wahren Naturschönheiten der Insel. Mit paradiesischen Stränden und Buchten, wie zum Beispiel der Wineglass Bay, sowie ausgezeichneten Wandermöglichkeiten, lässt es sich problemlos ein bis zwei Tage im Park aushalten. Übernachten ist in der edlen Freycinet Lodge oder im Ferienort Coles Bay möglich.

Die ehemalige Walfangstation Bicheno mit dem sicheren Waubs Boat Harbour ist heute eine Ferienstadt mit mildem Klima, flachen Stränden und einer großen Unterkunftspalette. Nur wenige Kilometer nördlich liegt der Douglas Apsley National Park mit Felsschluchten, Wasserfällen, Eukalyptuswäldern und Wanderwegen. Der Bade- und Fischerort St. Helens an der George Bay, ist der größte und älteste Ort entlang der Ostküste. Rund um die Bucht befinden sich herrliche Strände und zahlreiche Campingplätze. Eine phantastische Küstenwanderung ist in Bay of Fires möglich (geführte Tour Bay of Fires Walk: www.bayoffires.com.au)

Auf Nebenstraßen oder über das Dorf Gladstone erreicht man den tierreichen Mount William National Park im äußersten Osten der Insel. Graue Forester-Kängurus springen in Scharen durch den Park, aber auch Wallabies, Wombats und mit etwas Glück der scheue Beutelteufel (Tasmanian Devil) lassen sich blicken. Von Gladstone gelangt man in den kleinen Ferienort Bridport an der Nordküste (Anderson Bay). Von hier verkehren Schiffe nach Flinders Island.

Launceston, die zweitgrößte Stadt der Insel, wurde 1804 am Tamar River gegründet. Aus dieser Zeit stammen zahlreiche historische Gebäude wie beispielsweise das Lagerhaus Macquarie House (Civic Square) oder der Old Umbrella Shop (60 George St). 15 Gehminuten außerhalb der City liegt die beeindruckende Cataract Gorge. Eine halbstündige Wanderung führt in die tiefe Felsschlucht (mit Bademöglichkeit). Penny Royal World ist ein bekannter Vergnügungspark in Launceston, in dem altes Handwerk aus dem späten 18. Jahrhundert sowie eine historische Eisenbahn ausgestellt sind.

Auf dem Weg von Launceston nach Devonport ist ein Abstecher in den Küstennationalpark Narawntapu möglich – ein einfacher Campingplatz ist am Bakers Beach vorhanden.

Auf dem Bass Highway (Nr. 1) geht die Reise nach Devonport. In der überschaubaren Stadt beiderseits des Mersey River beginnt für viele Tasmanienbesucher die Reise, wenn sie mit der Fähre vom Festland kommen (s. Anreise). Sehenswert sind das Tiagarra Aboriginal Kulturzentrum, das Maritime und Railway Museum.

Weiter westlich das Handels- und Geschäftszentrum Burnie erreicht. Die industriell geprägte Stadt erstreckt sich einige Kilometer entlang der Küste. Kurz hinter Burnie zweigt der Murchison Highway nach Süden ab. Westlich liegt der mit schönen Stränden und Wanderpfaden versehene Rocky Cape National Park.

Das historische Städtchen Stanley mit seinem markanten Felsen The Nut lohnt die Fahrt. Vom 150 m hohen Berggipfel (Sessellift vorhanden) bietet sich ein phantastischer Ausblick auf die Küste und in das Landesinnere.

Der äußerste Nordwesten ist über Smithton erreichbar. Zum Cape Grim, wo die angeblich „sauberste Luft der Welt“ geatmet werden kann, führt eine unbefestigte Stichstraße.

Über die teilweise noch unbefestigte Westküstenroute (C214, C249), die durch unbesiedelte Landstriche von Marrawah nach Zeehan führt, kann eine komplette Inselumrundung vollzogen werden.

Auf dem Murchison Highway gelangt man von Burnie in das Inselinnere in den nördlichen Teil des Cradle Mountain -Lake St Clair National Park. Cradle Valley heißt das Zentrum im Nordteil des Parks, wo man stilvoll in der Cradle Mountain Lodge (oder günstiger: auf Campingplätzen) übernachtet. Von hier aus führen herrliche Wanderwege in die Bergwelt Tasmaniens. Neben verschiedenen Tagestouren lockt der 80 km lange Overland Track engagierte Fernwanderer. Der höchste Berg der Inseln, Mt. Ossa (1.617 m), kann im Zuge der Wandertour bestiegen werden. Der Weg enden im Süden des Nationalparks am Lake St. Clair (Information: www.parks.tas.gov.au ). Cradle Mountain Huts veranstaltet geführte 6-tägige Touren durch die Bergwelt.

Der Murchison Highway führt nach Süden in die historische Minenstadt Zeehan. Entlang der alten Eisenbahnlinie „West Coast Railway“ ist nach 50 km das hübsche Westküstenstädtchen Strahan erreicht. Eine Bootsausflug oder ein Rundflug über den Macquarie Harbour und in die Wildnisgebiete des Gorden River ist ein absolutes Muss.

Die Mondlandschaft rund um die Minenstadt Queenstown rührt von der brutalen Abholzung und der Luftverschmutzung durch den Betrieb der Kupferminen – ein krasser Gegensatz zur malerischen Küste.

Auf dem Lyell Highway wird die nahezu unerschlossene Franklin Gordon Wild River National Park durchquert. In der Ferne erkennt man den markanten Felsdom „Frenchman´s Cap“ (1.442 m).

In Derwent Bridge führt eine Stichstraße zum tiefblauen Gletschersee Lake St. Clair. Cynthia Bay ist das südliche Zentrum des Nationalparks und Ausgangspunkt für zahlreiche ausgeschilderte Wandertouren und Endpunkt des Overland-Track.

Auf dem Weg nach Hobart passiert man den Mount Field National Park. Wanderwege führen zu Wasserfällen und auf ein Hochplateau mit Aussichten auf die Berge Mt. Field West (1.439 m) und Mt. Field East (1.270 m).

Einsame tasmanisch Wildnis erwartet den Reisenden auf der Fahrt nach Strathgordon. Die Ortschaft zwischen den zwei riesigen Stauseen Lake Gordon und Lake Pedder ist beliebter Ort für Angler und Wanderer. Der Fernwanderweg Port Davey Track durchquert den South West National Park (durch den keinerlei Straßen führen!) auf 120 km.

Über die historische Stadt New Norfolk ist Hobart auf dem Lyell Highway schnell erreicht. Ist noch Zeit, so lohnt der Besuch des fruchtbare Huon Valley südlich von Hobart. Der Huon Highway führt weiter zu den beeindruckenden Tropfsteinhöhlen Hastings Caves.

Eine Autofähre (Abfahrt in Kettering) überquert den D`Entrecasteaux Channel zur Insel Bruny Island. Die langgezogene, beinahe zweigeteilte Insel bietet schöne Strände, einen sehenswerten Leuchtturm und Pinguin-Kolonien.

Die Rundreise endet wieder in Hobart. Von hier Rückflug auf das Festland.

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