Reisesuche

Vorderer Orient - Arabien

Unser Reiseangebot in den Vorderen Orient umfasst Reisen nach Jordanien, Israel, das Sultanat Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate (Dubai, Abu Dhabi - auch als Stopover-Programm), Iran und Ägypten (z.B. Flusskreuzfahrten auf dem Nil). Viele Reisen führen wir in Kleingruppen oder als Privatreisen schon ab 2 Personen durch.

Weiterhin stellen wir Reisen in den Libanon und nach Saudi Arabien für Sondergruppen ab 10 Personen für Sie zusammen. Diese werden speziell von unserer Sonderreisen-Abteilung ausgearbeitet. 

 

 

Reiseselektor
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Gewürze auf dem Wakil Basar, Shiraz, © Dario Bajurin - Fotolia
Das alte Persien und der moderne Iran
Persien ist eine der Wiegen unserer Zivilisation und verbindet seit jeher Orient und Okzident. Folgen Sie den Spuren von Herodot, Alexander
Nächster Termin: 28.04.2017
ab € 3.560,-
Königreich im Vorderen Orient
Nabatäer, Römer und das Tote Meer
Das Haschemitische Königreich Jordanien ist nicht nur ein Land von faszinierender Schönheit und aufregenden Kontrasten, sondern es hat
Nächster Termin: 13.05.2017
ab € 1.025,-
Die Wahiba Wüste in der Sharqiyah Region
9 Tage Aktivreise mit Wüstentrekking, Geländewagen und per Fahrrad als Privattour
Höhepunkte dieser Reise sind Muscat, Omans Goldküste, Sur, die Wahiba Wüste, das Hadjar Gebirge, Bergdörfer und vieles mehr. Erkunden
Reisebeginn: täglich
ab € 2.964,-
Rendezvous Oman
Höhepunkte im Norden Omans
Ein geheimnisvolles Sultanat von märchenhafter Schönheit: der Oman hat Einiges zu bieten. Die Vielfalt an Naturschönheiten, Sandwüsten,
Nächster Termin: 07.05.2017
ab € 1.230,-
Der Abrahamsweg
Reise auf den Spuren des Urvaters mit täglichen Wanderungen

„Und Gott sprach zu Abraham: "Zieh weg aus deinem Land in das Land, das ich dir zeigen werde!‘“ (Gen 12,1)

Nächster Termin: 17.05.2017
ab € 1.775,-
Klassischer Oman
7 Tage Allrad-Mietwagenreise durch den Norden des Oman, ab/bis Muscat. Auch als Privatreise mit Reiseleiter buchbar!
Erkunden Sie Muscat, lernen Sie die Hafenstadt Sur kennen und erleben Sie die Wahiba Wüste. Weitere Höhepunkte dieser Reise sind die Al
Reisebeginn: täglich
ab € 1.295,-
Land des Weihrauchs
3 Tage im tropischen Süden Omans
Lernen Sie Salalah, das grüne tropische Paradies des Oman kennen. Sein einstiger Ruhm wurzelt in den hier gedeihenden Weihrauchbäumen.
Reisebeginn: täglich
ab € 490,-
Shah Cheragh Heiligtum, Shiraz © thauwald-pictures
Im Iran auf den Spuren einer jahrtausende alten Kultur
Welcher Orientbegeisterte träumte nicht von den türkisfarbenen Kuppeln Isfahans? Oder von der Apadana in Persepolis und den Palästen der
Nächster Termin: 30.09.2017
ab € 3.595,-
Focus Jordanien
8-tägige Fotoreise zu den schönsten Fotomotiven Jordaniens inklusive Workshops
Auf dieser Fotoreise nach Jordanien werden Sie die Kamera nicht aus der Hand legen. Der Schwerpunkt der Reise liegt darauf, die
Nächster Termin: 30.09.2017
ab € 2.295,-
Al Ameen Moschee, Muscat
Komfortreise im Geländewagen
Erkunden Sie das Sultanat Oman bei einer geführten Kleingruppentour. Erleben Sie die Highlights von Muscat, sowohl tagsüber als auch am
Nächster Termin: 29.04.2017
ab € 2.645,-
Nabatäer, Römer und Chisten
Archäologische Stätten am Toten Meer
Das Tote Meer ist Mittelpunkt einer faszinierenden Kulturlandschaft mit einer hohen Dichte an archäologischen und historischen Monumenten.
Nächster Termin: 14.03.2018
ab € 2.995,-
Sardinien – die Perle im Mittelmeer
Nuraghenkultur und Kultstätten
Mit einer Küstenlänge von fast 2000 Kilometern ist Sardinien die zweitgrößte Insel im Mittelmeer. Imposant ist die Zahl der
Nächster Termin: 22.05.2018
ab € 2.350,-
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Vorderer Orient Einreise

Benötigt wird ein min. noch 6 Monate gültiger Reisepass und ein kostenpflichtiges Visum, da bei Einreise erteilt wird.

Vorderer Orient Klima

Verschiedene Klimazonen mit Temperaturen, je nach Jahreszeit, zwischen 25° Celsius und bis zu 50° Celsius.

Beste Reisezeit Vorderer Orient

Als beste Reisezeit wird der Zeitraum von Oktober bis März empfohlen.

Vorderer Orient Sprache

Die Amtssprache ist Arabisch. Weitere verbreitete Sprachen sind Suaheli, Urdu, Hindi und auch Englisch.

Vorderer Orient Währung

Währung ist der Omani Rial (OMR). Kreditkarten werden von allen internationalen Hotels und Banken akzeptiert.

Vorderer Orient Ortszeit

Der Unterschied zur mitteleuropäischen Zeit beträgt im Sommer +2 und im Winter +3 Stunden.

Wissenswertes über das Sultanat Oman

 

Es war einmal… Sindbad der Seefahrer, die Weihrauchstraße und die Heiligen Drei Könige — die spannende und ereignisreiche Vergangenheit Omans ist längst Allgemeinwissen. Die stolzen Menschen und atemberaubenden Landschaften hinter diesen Legenden sind jedoch noch immer ein gut gehütetes Geheimnis, das zu entdecken sich lohnt.
Der Oman liegt nur sechs Flugstunden entfernt von Frankfurt am östlichen Rand der Arabischen Halbinsel. Das Sultanat überrascht mit wild zerklüfteten Hochgebirgen, tiefen Canyons, idyllischen Oasen und weitläufigen Plantagen.

Endlose Weite kennzeichnet die faszinierenden Sand- und Kieswüsten — ein abwechslungsreicher Rhythmus aus weißen Stränden und steilen Klippen die 1700 Kilometer lange Küste. Die Spuren der 5000-jährigen Seehandelstradition sind allgegenwätig. Ihre beeindruckenden archäologischen Zeugnisse sind Weltkulturerbe der UNESCO — unzählige Bienenkorbgräber, monumentale Lehmfestungen, sagenumwobene Häfen und Rastplätze der Weihrauchstraße.

Das Land bietet aber noch mehr als grandiose Landschaften und eine faszinierende Geschichte: sein besonderes regionales Klima und die nur dünne Besiedelung machen es zu einem idealen Refugium für eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Oman ist die letzte Heimat der Arabischen Oryx-Antilope, des Arabischen Leoparden und des Tahr.

Dem Oman fehlt alles Große, Anmaßende, Laute. Aber gerade dies macht das Land zu einem außergewöhnlichen Reiseziel, gibt dem Besucher aus der Welt der Hektik eine Chance, sich wieder auf sein Mensch sein zu besinnen und seine Wahrnehmung zu schärfen. Oman heißt Farben sehen, Wohlgerüche atmen, Horizonte erahnen, extreme Kontraste physisch erleben, sich in endlosen Landschaften scheinbar verlieren.

Mit Freundlichkeit, Offenheit und großer innerer Ruhe heißen die Menschen im Land den Fremden willkommen. Der Besucher ist hier wirklich noch Gast. Die Omanis sind stolz auf das, was sie in den letzten 30 Jahren unter der Regentschaft von Sultan Qaboos aufgebaut haben. Sie leben heute in einem modernen Staat in Einklang mit ihren alten Traditionen. Fortschritt muss nicht zwangsläufig einhergehen mit Verlust der kulturellen Identität und Menschlichkeit — auch dies ein beeindruckendes Erlebnis für jeden Besucher Omans.


WISSENWERTES
 

Fläche: 309.500 qkm (Deutschland 357.039 qkm), 1.700 km Küste
Landesbreite: Maximum 800 km, Minimum 50 km
Beschaffenheit: Sand- und Kieswüsten sowie Gebirge und Oasen, höchste Erhebung: Jebel Shems (3009 m), fruchtbare Küstenebenen im Norden und Süden
Lage und Grenzen: Am äußersten östlichen Rand der Arabischen Halbinsel; im Westen angrenzend an die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien, im Südwesten an den Jemen.
Einwohner: 2,6 Millionen (Fremdanteil ca. 25 Prozent), mit 7,8 Einwohnern pro qkm einer am dünnsten besiedelten Staaten der Welt
Landessprache: Arabisch ist Amtssprache, weitere verbreitete Sprachen sind Suaheli, Urdu, Hindi. Gängige Verkehrs- und Handelssprache ist auch Englisch.
Religion: Islam, vorwiegend Ibaditen; andere Religionen werden respektiert
Bruttosozialprodukt pro Kopf: 7.600 US-Dollar (Quelle: Spiegel 2004)


Klima: Im Winter liegen die Temperaturen im Norden bei etwa 25° Celsius, das Wasser ist angenehm warm, nur hin und wieder kommt es zu gewitterartigen Schauern. Im Sommer dagegen sind Temperaturen von über 40° die Regel, im Landesinneren sogar bis zu 50°. Die Küste der Südprovinz Dhofar wird zwischen Juni und September von Monsunausläufern gestreift. Diese hüllen die Region in dichten Nebel und Nieselregen (Kharif Season), der das Küstengebirge subtropisch ergrünen lässt. Wegen der starken Strömung im Sommer, kann an der Südküste Omans nur im Winter im Meer gebadet werden. Die Durchschnittstemperatur im Süden liegt ganzjährig bei cirka 30° Celsius.


Beste Reisezeit: Die Reisesaison in Oman ist ganzjährig, aber als beste Reisezeit wird Oktober bis März empfohlen.
Tourismus: Oman ist ein junges, erst seit den 90er Jahren für den Fremdenverkehr behutsam geöffnetes Reisziel. Massentourismus ist nicht erwünscht. Die Tourismusplanungen gehen in Richtung «qualitativ hochwertiges Reisen» und berücksichtigen auch Umweltaspekte. Die bisherige Hotelkapazität liegt bei 6.000 Betten. Die meisten Hotels befinden sich im Großraum der Hauptstadt Muscat, der Bergregion Nordomans und Musandams sowie im Süden bei Salalah. Atemberaubende Wüsten, zerklüftete Berglandschaften, grüne Oasen und endlose Strände, weltoffene Menschen, die sich auf ihren Besuch freuen — Oman lädt ein zu unvergesslichen Rundreisen und erholsamen Urlaubstagen.


Wirtschaft: Obwohl die Öl- und Erdgasvorkommen vergleichsweise gering sind, bilden sie die wichtigste Stütze der Witschaft neben Fischerei und Landwirtschaft. Wichtigste Nutzpflanze ist die Dattelpalme, in den Oasen und Plantagen entlang der Küsten werden aber auch Bananen, Limonen, Granatäpfel, Futtergras und Gemüse angebaut.
Im Süden wird seit der Antike das wertvolle Weihrauchharz geerntet. Oman ist der größte Weihrauchproduzent der Welt.

Adressen
Deutsche Botschaft in Oman
Embassy of the Federal Republic of Germany Muscat
P.O. Box 128, Ruwi, PC 112, Sultanate of Oman
Tel: +968 24 77 32 48 2, 24 77 32 16 4
Fax: +968 24 77 35 69 0
E-Mail: diplofrg@omantel.net.om


Botschaft des Sultanats Oman in Deutschland
Clayallee 82, 14195 Berlin
Tel.: 030-81 00 500, Fax: 030-81 05 51 97/98
E-Mail: botschaft-oman@t-online.de

 

Einreise: Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen nur einen Reisepass, mindestens noch sechs Monate gültig. Visum ist am Flughafen erhältlich, zirka 13 EUR.


Elektrizität: Das elektrische System basiert auf 220/240 Volt Wechselstrom mit einem britischen 3-Stift-Stecker. US-Geräte benötigen einen Adapter.


Essen und Trinken: Menü ab EUR 6, Tellergericht ab EUR 3, in Hotelrestaurants Menü ab EUR 12, Bier ab EUR 3, Softdrink ab EUR 1
Feiertage: Die islamischen Feiertage werden entsprechend dem islamischen Kalender begangen und wechseln daher jedes Jahr ihr gregorianisches Datum. Der 18. November ist der Nationalfeiertag, der Geburtstag von Sultan Qaboos wird als ein zweitägiges Fest zelebriert.


Fotografieren: Bei Personen immer vorher um Erlaubnis fragen. Grundsätzlich keine Fotos von Flughäfen und Betenden in den Moscheen.


Geld: 1 Omani Rial (OMR) = zirka 2,06 Euro (Stand: September 2004). Nur im Lande als Währung erhältlich. Der Rial ist 1000 Baizas unterteilt. Die Währung ist frei konvertierbar, der Wechselkurs an den US-Dollar gebunden und daher den selben Schwankungen unterworfen.

Kreditkarten: AMEXCO, VISA, Diner’s Club und MasterCard werden von allen internationalen Hotels und Banken akzeptiert, MAESTRO (EC) an allen Geldautomaten der Oman National Bank.


Gesundheit: Das Gesundheitswesen in Oman entspricht modernsten Standards. Wegen der hohen Sonneneinstrahlung empfiehlt es sich, immer den Kopf bedecken, Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor zu benützen. Keine Impfungen erforderlich.


Kleidung: Leichte Sommerkleidung ist in Oman das ganze Jahr über ausreichend. Für kältere Tage im Winter genügt ein Pullover. Die Kleidung sollte den landesüblichen muslimische Gepflogenheiten entsprechen, also Schultern, Oberarme und Knie bedecken. Die korrekte Badebekleidung des Mannes am öffentlichen Strand sind die Bermuda-Shorts, für Frauen einteilige Badeanzüge.


Knigge: Besucher sollten die Traditionen des Landes respektieren. Wenn nicht alles nach europäischem Tempo läuft, bitte Nachsicht üben. Fremde werden gerne mit der erhobenen offenen Hand begrüßt, eine Erwiderung dieses Grußes durch den Gast wird erwartet.


Ladenzeiten: Freitag ist der muslimische Sonntag, also überall geschlossen. Geöffnet ist von Samstag bis Donnerstag von 9–13 und 16–19 Uhr, große Shoppingzentren bis 20 Uhr.
Ramadan: Das islamische Jahr ist etwa zehn Tage kürzer als das gregorianische. Daher verschiebt sich der Beginn das Fastenmonats jedes Jahr um diese Periode nach vorn. Er dauert vier Wochen und beginnt i.d.R. Mitte Oktober. Der genaue Beginn des Ramadan richtet sich nach der örtlichen Mondbeobachtung und wird daher kurzfristig verkündet.
Während des Ramadan ist es von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt, in der Öffentlichkeit zu essen, zu trinken oder zu rauchen. Das ganze Land ist in dieser Zeit alkoholfreie Zone, inklusive der Hotels. Nur in den Minibars der Hotelzimmer ist Alkohol nach Anbruch der Dunkelheit verfügbar. Die Restaurants der großen Hotels haben aber unter Tag über für Nicht-Muslime geöffnet, wie auch viele der Lebensmittelläden.


Reiseliteratur: Peter Franzisky, Kirstin Kabasci: «Oman», Reise Know-How; Kirstin Kabasci: «KulturSchock Golfemirate/Oman», Reise Know-How; Georg Popp: «Oman», Edition Erde-Reiseführer, Oman, Dumont Reisetaschenbuch.
Spirituosen: Alkohol wird im Hotelrestaurants, Hotelbars sowie privaten Clubs ausgeschenkt. Trinken in der Öffentlichkeit ist verboten.


Sprache: Landessprache ist Arabisch, Englisch ist weit verbreitet, weitere Sprachen Hindi und Suahele


Telefon: Vorwahl für Oman +968, Die meisten Handynetzbetreiber haben Roamingvertäge mit Omantel abgeschlossen (z.B. D1 und D2). Genaue Auskunft bitte beim persönlichen Anbieter einholen.


Zeitunterschied: MEZ plus drei, Sommerzeit plus zwei Stunden


LAND UND LEUTE

 

FJORDLANDSCHAFT UND UNTERWASSTERPARADIES

 
 
Steil und abweisend ragen zerklüftete Felswände aus dem Meer, formen ein unüberschaubares Labyrinth. Blaugrün und glasklar liegt das ruhige Wasser zwischen ihnen, gibt den Blick frei auf Korallenbänke und eine faszinierende Welt unter Wasser — bunte Fischschwärme ziehen dahin, gefleckte Muränen, Delphine und manchmal auch Wale. In Musandam versinkt das Hajargebirge im Meer, nur seine Gipfel und schroffen Grate durchbrechen noch die Fluten. Die Bewohner dieser Region nennen sie daher Ruus al Jibaal, die Köpfe der Berge.

Wer mit einer Dhau von Khasab aufbricht diese einzigartige Landschaft an der Straße von Hormuz zu erkunden, taucht ein in absolute Stille, weitab vom Lärm und der Hektik des Alltags. Der wird überwältigt vom Spiel des Lichts und der Spiegelungen auf dem Wasser in den Morgen- und Abendstunden.

Musandam, eine Exklave des Sultanats am nördlichen Ende der arabischen Halbinsel, ist eine atemberaubende Fjordlandschaft, die fast nur vom Wasser aus mit dem Boot zu erkunden ist.
Die Hauptstadt Khasab selbst erreicht man inzwischen relativ einfach über die Teerstraße von Dubai kommend oder aber mit kleinen Propellermaschinen der Oman Air von Muscat aus. Abenteuerlicher ist die Fahrt über die Berge mit dem Geländewagen über den 2000 Meter hohen Jebel Harim nach Khasab.


BURGEN, BULLEN UND PLANTAGEN
 

Datteln, Bananen, Limonen, Mangos, Tomaten, Karotten, Auberginen, Zucchini, Kartoffeln — all dies und auch vieles anderes Gemüse wird auf einem 270 Kilometer langen Küstenstreifen zwischen Muscat und Sohar angebaut. Plantage reiht sich an Plantage, Ortschaft an Ortschaft. Hier lebt ein Viertel der Bevölkerung Omans. Sie deckt weitgehend den Eigenbedarf des Landes an landwirtschaftlichen Produkten, verzehrt aber natürlich auch selbst wieder etliches davon. Daher wird die Batinahebene von den Omanis auch gerne als der Magen des Landes bezeichnet.
Das für den Anbau nötige Wasser verdanken die Menschen den Bergen im Westen der Ebene. Die aufsteigenden feuchten Luftmassen regnen dort ab und füllen den Grundwasserspiegel an der Küste auf.
Kultivierbare Flächen waren seit alters her rar in dieser Region und daher schon immer begehrt. So mussten sich die Bewohner dieses Küstenstreifens über Jahrhunderte hinweg gegen Invasoren schützen. Sie bauten ein dichtes Netz von einfachen Fluchtburgen, aber auch Festungsanlagen wie jene von Nakhl, Barka, Rostaq und Al Hazm, die noch heute zu den bedeutendsten und sehenswertesten des Landes zählen.
Immer Freitag nachmittags findet bei Barka ein besonderes Ritual statt. Dann treffen sich die Bauern der Umgebung mit ihren tonnenschweren Höckerrindern zum Stierkampf — oder besser gesagt zum Bullendrücken. Ruhig stehen die Kolosse in der Mitte der Arena und pressen ihre Schädel aneinander. Wer zuerst zurückweicht hat verloren und das Kräftemessen ist schon wieder beendet. Denn kein Tier soll sich beim omanischen Stierkampf verletzen — dafür sind die Tiere zu wertvoll und der nächste Freitag ist ja auch nur ein paar Tage später.


PALÄSTE WIE AUS 1001 NACHT
 

Muscat überrascht den Besucher mit einem Kaleidoskop beeindruckender moderner arabischer Architektur. Es ist eine neue Stadt, umsichtig geplant und erbaut in den letzten 30 Jahren. Die Capital Area erstreckt sich von den historischen Ortsteilen Matrah und Muscat über 50 Kilometer hinweg entlang der Küste. Zwischen schroffen dunklen Felsen stehen blütenweiße Siedlungen, prächtige Moscheen und Paläste, immer wieder öffnet sich der Blick auf das blau leuchtende Meer und weite Sandstrände.
Wer hier nach buntem orientalischem Treiben sucht, der ist im alten Ortsteil Matrah richtig. Die Luft im Suq ist erfüllt vom Duft nach edlen Gewürzen und Weihrauch. In den Ladenboxen türmt sich die Ware. Bunte Stoffe, edelste Tücher, Gold- und Silberschmuck, Haushaltswaren und Schuhe, Spielzeug und Plastikblumen — man bekommt hier fast alles. Vom Suq sind es nur wenige Minuten zu Fuß zum Obst- und Fischmarkt. Die Fischer landen in den Morgenstunden ihren Fang direkt an der Mole des Marktes an, ein unvergessliches Schauspiel.
Das historische Muscat liegt in einer kleinen geschützten Felsenbucht gleich hinter Matrah. Es ist heute modernes Verwaltungszentrum und Sitz des Sultans, der hier auch einen farbenprächtigen Palast errichtete, flankiert von zwei alten Festungen der Portugiesen.
Der gut geschützte kleine Hafen war einst letzte Möglichkeit für die Schiffe um Trinkwasser aufzunehmen vor der langen Fahrt nach Indien und daher von großer Bedeutung. Muscat bedeutet so viel wie Ankerplatz.

Interessante Zeugnisse dieser heute vergangenen Zeit finden sich in Muscat im Bait al Zubair Museum und dem Muscat Gate Museum. Bekanntestes Bauwerk der Stadt ist wohl das Al Bustan Palace Hotel wenige Buchten weiter gelegen. Ein Palmenhain am weißen Strand, umrahmt von pittoresken dunklen Felsen — einer Fata Morgana gleich erhebt sich der Prachtbau vor der Traumkulisse. Kein Wunder, dass es von Experten schon mehrfach als eines der besten Hotels der Welt prämiert wurde.


SALZPFANNEN, ÖLFELDER UND URALTE GRÄBER

 
 
Al Dhahirah bedeutet «Rücken» und ist die Bezeichnung für die halbwüstenartige Ebene, die sich vom Westrand des nördlichen Hajargebirges bis hin zu den Dünen der großen arabischen Sandwüste erstreckt, des Rub al Khali.
Vor über 4000 Jahren wurde in den Bergen hinter Ibri im großen Stil Kupfer abgebaut und verhüttet, welches dann per Boot zu den Hochkulturen Mesopotamiens und des Indusbeckens geliefert wurde.
Der Beginn einer großen Seehandelstradition. Heute finden sich aus dieser Zeit noch Schlackehalden und vor allem unzählige, aus Steinplatten aufgeschichtete Bienenkorbgräber und große, kreisrunde Gemeinschaftsgräber.
Die Nekropole der Region um Bat und Amlah gilt als die größte dieser Epoche weltweit und ist daher UNESCO Weltkulturerbe.

Ibri war einst Warenumschlagplatz für die berüchtigten Piraten der Golfküste. Diese Zeiten sind zwar lange vorbei, aber noch immer beeindrucken der große Suq und die stattliche Festung inmitten der Oase.

Im Grenzgebiet zu Saudi-Arabien liegen die  berüchtigten Salzpfannen der Umm as Samim, der «Mutter des Giftes». Ein Gebiet das auch heute mit modernsten Fahrzeugen noch immer so gut wie undurchdringlich ist. So abweisend die angrenzenden Ebenen in diesem Grenzgebiet auch erscheinen, so wichtig sind sie doch für das Land. Hier rund um Fahud schlägt das wirtschaftliche Herz Omans, liegen mit die wichtigsten Ölfelder. Diese Region ist die heißeste Omans — Temperaturen über 50 Grad Celsius sind hier im Sommer normal. Schatten gibt es nicht. Die Sonne brennt senkrecht herab auf die Förderanlagen, heiße Winde scheinen alles zu verbrennen.


SCHLUCHTEN, BURGEN UND TERASSENFELDER
  

Terassenfelder in Steilhängen, grandiose Canyons und Schluchten, idyllische Bergdörfer, imposante Festungen und Paläste — die Dakhiliyah war über Jahrhunderte hinweg das kulturelle Herz Omans. Hier waren die Menschen sicher vor Angriffen, die Flanken des 3000 Meter hohen Hajargebirges bildete eine unüberwindbare natürliche Trutzburg. Wer sie heute erstürmen will folgt den gut markierten Trekkingpfaden zu atemberaubenden Aussichtspunkten in schwindelerregende Höhe — eine Mühe, die sich lohnt!
Ein dichtes Netz von Wasserkanälen durchzieht die unwegsame Bergwelt, lässt aus dem Nichts unvermutet kleine grüne Paradiese entstehen.
Nizwa war und ist geistiges Zentrum der Ibadiyah, der toleranten omanischen islamischen Rechtsschule, aber auch des Silberschmiedehandwerks. Vom 23 Meter hohen monumentalen Rundturms der Festung schweift der Blick über endlose Palmenhaine und den großen Marktbereich der Stadt. Jeden Freitag Vormittag wird hier lautstark um Ziegen und Kühe gefeilscht.

Nizwa und auch Bahla waren bei Zeiten Hauptstädte. Entsprechend imposant ist ihre Architektur. Die riesigen Lehmvorkommen bei Bahla ermöglichten es, die ganze Oase mit einer 12 Kilometer langen Mauer zu umfassen.
Wie ein Gebirge aus Lehm erhebt sich die Festung Hisn Tamah aus dem grünen Meer der Dattelpalmen. Sie wird derzeit behutsam in alter Lehmbautradition unter der Aufsicht der UNESCO saniert, die das Bauwerk in der Liste des Weltkuturerbes aufnahm.

In der Festung von Jabrin trafen sich im 17. Jahrhundert die Philosophen, Literaten, Künstler und Musiker. Die kunstvoll gestalteten Räume und bemalten Holzdecken machen diesen Kulturpalast zum wichtigsten Baudenkmal des Landes.


EIN MEER DER FARBEN UND FORMEN


 
 Sand weht über die Straße, umfliest dunkle Felskegel die unvermittelt aus der Ebene aufragen. Langsam aber unaufhaltsam schieben sich honiggelbe Sanddünen auf dunkelroter Erde dem azurblauen Meer entgegen. Majestätisch erhebt sich der 2000 Meter hohe Rücken des östlichen Hajargebirges am Horizont. Unwirklich erstrahlt das Blau der Lagune Khor Garama. Wie in magisches Licht getaucht erscheinen die engen Schluchten mit den tiefen Wasserpools, umgeben von sattgrünen Bananenstauden und Dattelpalmen. Golden leuchten die Strände bei Ras al Jinz, an denen jedes Jahr Tausende von Meeresschildkröten ihre Eier ablegen.
Die Provinz Sharqiyah am äußersten östlichen Rand der Arabischen Halbinsel wird geprägt von starken Kontrasten, dem Spiel der Farben und Formen der Landschaft. Doch auch verschiedene Lebenskonzepte treffen hier aufeinander.

Noch immer ziehen die Beduinen der Wahiba mit ihren Kamelen, Ziegen und Palmzweighütten in der endlosen Weite des Sandmeeres umher. Freiheit und Mobilität sind ihnen wichtiger als Hab und Gut. Die Bewohner der Oasen am Rand der Wüste bauten dagegen prächtige Häuser, mussten diese aber über Jahrhunderte hinweg verteidigen. Unzählige Wachtürme, Gebäude, wehrhaft wie Festungen, zeugen von turbulenten Zeiten aber auch einstigem Reichtum.
Die schweren, kunstvoll mit Schnitzereien verzierten Portale der Häuser stammen aus Ostafrika, wurden mit dem Schiff zum Hafen Sur gebracht und von dort auf Kamelen weiter transportiert. Zwischen Bergen und Wüste verlief die bedeutende Karawanenstraße von Sur ins Landesinnere.

Sur war das Tor nach Sansibar und Indien, Umschlagplatz für Gewürze, Elfenbein, Gold und Seide. Hier werden noch immer wie einst Dhaus gebaut, die wendigen arabischen Boote mit dem eleganten Bug.

Kaum besiedelt und nur schwer zugänglich sind weite Teile der Bergregion. Geheimnisvolle Grabtürme wurden hier entdeckt, bis zu 8 Meter hoch und älter als die Pyramiden in Ägypten. Auch die zweitgrößte Höhlenkammer der Welt liegt hier verborgen, die «Majlis al Jinn», die Versammlungshalle der Geister. In den engen Tälern und Schluchten ist noch ein weiterer Schatz verborgen — Wasser. Die tiefen Becken, gefüllt mit dem kostbaren Nass, dienen den Menschen in den Tälern nicht nur zur Bewässerung der Felder, sondern auch als Trinkwasserreservoir.


DIE ARCHE OMANS


 
Flirrende Hitze liegt über der schier endlosen Kiesebene Zentralomans. Kaum wahrnehmbar zeichnet sich die helle Silhouette der weißen Oryx-Antilope im Schatten einer der wenigen Akazien ab. Die edlen Tiere waren in freier Wildbahn schon ausgestorben, doch hier erhielten sie auf Initiative von Sultan Qaboos wieder einen neuen Lebensraum. Im geographischen Herzen Omans sind Menschen rar. Es ist das ideale Refugium für seltene und bedrohte Tiere. 27.500 qkm groß ist die Fläche des seit 1974 ausgewiesenen Schutzgebiertes der Jiddat al Harasis, inzwischen Weltnaturerbe der UNESCO.

Die Fauna und Flora dieses Biosphärenreservates ist einzigartig. Neben etwa 300 Oryx-Antilopen leben hier Arabische Gazellen und der seltene Nubische Steinbock, Wildkatzen, Honigdachse, Wüstenfüchse und Wölfe, Wüstenhasen und der Äthiopische Igel. Aber auch 180 verschiedene Vogelarten wurden hier bisher gesichtet, darunter so seltene wie die Houbara Trappe.
Das Schutzgebiet beschränkt sich nicht nur auf die Wüstenflächen im Landesinneren, sondern reicht bis zum Indischen Ozean. Die über 300 Kilometer lange Küste ist eine der schönsten und abwechslungsreichsten des Landes. Kein Strand gleicht dem anderen. Weißer Sandstrand folgt auf schroffe schwarze Felsen, türkisblaue Lagunen ziehen sich tief landeinwärts, sie sind beliebte Rastplätze der rosa Flamingos. Algen färben das Wasser der Binnenseen bei Khor Ghawi leutend Pink. Eine Küste voller Überraschungen und Entdeckungen.

Tosend schlagen die Wellen des Meeres während des Sommermonsuns an die Felsen. Kein Fischer wagt sich in dieser Zeit hinaus auf das kochende Meer. Wegen des hohen Nährstoffgehaltes und der hervorragenden Wasserqualität sind die Gewässern Omans besonders fischreich — sogar 13 verschiedene Wal- und Delphinarten tummeln sich hier.


ARABIA FELIX — GLÜCKLICHES ARABIEN
 

Schon vor zwei Jahrtausenden machten sich die Römer auf den Weg das Wunderland im fernen Orient zu entdecken, in dem es Bäume gab, aus deren Rinde Gold tropfte. Gold in Form eines kostbaren Harzes. Arabia felix nannten sie es — glückliches Arabien. Erreicht haben sie den Ort ihrer Sehnsucht jedoch nie.

Der Duft des Weihrauchharzes ist allgegenwärtig in den Dörfern und Städten Dhofars, der Alltag ohne ihn undenkbar. Wer den alten Suq von Salalah besucht, taucht ein in ein raffinierte Welt der Düfte.
Die Frauen Dhofars sind berühmt für ihre exquisiten Räuchermischungen aus Weihrauch, Myrrhe, Sandelholz und Blütenessenzen. Die Rezepturen sind geheim und werden von der Mutter auf die Töchter weitervererbt. Dhofar ist die Größte Provinz Omans.
Hoch wie Gebirge türmen sich die Dünen des Rub al Khali an der Grenze zu Saudi-Arabien, wie urzeitliche Landschaften wirken die tiefen Canyons, die sich vom Küstengebirge in Mäandern nach Norden in die Ebene eingefressen haben. Felszeichnungen und rätselhafte Schriftzeichen zeugen von ihrer frühen Besiedelung.

Wenn im Sommer die Arabische Halbinsel in Gluthitze versinkt, suchen Tausende von Touristen aus den Golfstaaten Zuflucht vor der Hitze in Salalah. Denn von Juli bis September wird dieser Küstenstreifen von den Ausläufern des Monsun in dichten Nebel und Nieselregen getaucht. Die Vegetation in den Bergen scheint zu explodieren – ein kühles grünes Paradies inmitten eines Glutofens.
Salalah, die Leuchtende, ist die zweitgrößte Stadt Omans. Über 15 Kilometer erstreckt sich sich entlang einem endlosen Sandstrand, gesäumt von einem subtropischen Plantagengürtel.

Unter dem grünen Dach der Kokospalmen wachsen die Bananen und Papayas besonders üppig. Die reifen süßen Früchte werden am Straßenrand angeboten — eine Verlockung, der man nicht widerstehen kann.

Samharam, Al Baliid und Shisr — diese bedeutenden archäologischen Stätten an der einstigen Weihrauchstraße sind geschütztes Weltkulturerbe der UNESCO. Noch immer erliegt man an diesen Orten der magischen Wirkung, die sie bereits in der Antike  auf die Römer hatten.


SCHWIMMEN, BADEN, TAUCHEN


 
 Kilometerlange einsame Sandstrände leuchten hell im gleißenden Licht, dramatisch stürzen die Klippen der Steilküsten ins Meer, wild schäumend brechen sich die Wellen an den großen Korallenriffen, strahlend blaugrün liegt still das Wasser in den Lagunen. Die 1700 Kilometer lange Küste Omans ist ein wahres Paradies zum Baden, Schwimmen, Tauchen und Schnorcheln.
Einfach nur die Seele baumeln lassen, den Alltag bei langen Strandspaziergängen vergessen, seinen Gedanken nachhängen bei einem exotischen Cocktail mit Blick auf das endlose Meer — die durchweg sehr guten und gehobenen Hotels an der Küste bei Muscat und Salalah sind ideale Orte zum Entspannen und Erholen, ausgestattet mit allem, was Freunde des Wassersports begehren. Bettenburgen und verbaute Strände gibt es nicht in Oman — die Küste steht unter Naturschutz, auch zum Wohle der Menschen, die hier die befreiende Wirkung endloser Weite erspüren können.

Ein eigenes Paradies für sich ist die Welt unter Wasser. Fast 100 verschiedene Korallenarten bieten optimalen Lebensraum für unzählige Fische und Meerespflanzen.
Zwei Korallenarten leben weltweit nur in den Gewässern Omans, andere wiederum bilden riesige Riffe aus nur einer Spezies — auch dies eine Besonderheit. Geheimnissvolle Wracks warten in der Tiefe auf die Entdeckung durch Taucher — vorausgesetzt, sie haben einen PADI-Fortgeschrittenen-Tauchschein.

Große Korallenriffe findet man in den tiefen Fjorden Musandams, um die Daymaniyat-Inseln und vor der Küste Muscats, aber auch bei Mirbat im Süden Omans. Meeresschildkröten, Walhaie, Delphine, Muränen und Kaiserfische, Stachelrochen, Königsmakrelen, Thunfische und Wale, Hummer und Langusten — mehr als 150 verschiedene Arten von Fischen und Schalentieren — das Meer ist voll faszinierendem Leben. Kleine Fischerboote und strenge Fangauflagen sowie große Meeresnaturschutzgebiete stellen sicher, dass dieser wertvolle Schatz auch in Zukunft nicht geplündert wird.


TREKKING, CLIMBING, WADI-BASHING


 
Entdecken Sie ihren ganz persönlichen Oman — über 10.000 Kilometer Teerstraßen und 25.000 Kilometer Piste laden dazu ein. Die Beschilderung ist zweisprachig — Arabisch und Englisch. Selbst mit einfachen Leihwagen kommt man heute problemlos in manche der beeindruckenden Gebirgstäler und an den Rand der Sandwüste Wahiba. Wer aber tiefer eindringen will in die weitgehend unberührten Landschaften, der braucht einen Geländewagen und sollte unbedingt schon vorher einige Erfahrung mit solchen Fahrzeugen gemacht haben.
So manche Bergpiste wird unvermittelt extrem eng und steil, die weiten Sandflächen der Wahiba und des Rub al Khali stellen höchste Anforderungen an das fahrerische Können. Am Besten vertraut man hier sein Fahrzeug einem Beduinen-Guide an.

Die Wadis des Hadjargebirges bestechen durch geologische Vielfalt. Jedes ist eine Welt für sich. Überall trifft man auf freundliche und hilfsbereite Menschen. Ihren Gruß zu erwidern ist eine Selbstverständlichkeit — ihren Rat das Wetter betreffend zu befolgen ist zwingend. Bereits ein einziger starker Schauer kann die engen Trockentäler in reißende Sturzbäche verwandeln.

Festes Schuhwerk nicht vergessen! 42 gut markierte Trekkingpfade eröffnen atemberaubende Einblicke in die zerklüftete und spektakuläre Bergwelt Nordomans. Die Wege weitab der Straßen führen durch uralte Siedlungen, entlang kilometerlanger Bewässerungskanäle, durch schwindelerregende Steilwände und auf kühle Hochplateaus. Wer als Kletterer endlich einmal abseits der gängigen Routen unterwegs sein will, der findet hier sein El Dorado. Eins werden mit der Natur, in Oman wird dieser Traum vieler Menschen schnell zur Wirklichkeit.

Wer sich für ein paar Tage ganz aus unserer technisierten Welt ausklinken will, der sollte die weiten Dünen der Wahiba mit dem Kamel durchqueren. Schnell überträgt sich der langsame Rhythmus des gemächlichen Schrittes des Tieres auf einen selbst. Zeit wird zu einem irrelevanten Faktor. Die Sinne werden geschärft. Das Auge nimmt immer mehr Nuancen in den wechselnden Schattierungen der Farbe des Sandes wahr, das Ohr vernimmt das leise Rieseln der Sandkörner über die Dünenkämme. Trocken klebt die Zunge am Gaumen, erwartet sehnsüchtig den nächsten Schluck kühlendes Wasser. Eine Woche dauert die Reise im Einklang mit der Natur und sich selbst. Dann erblickt man am Horizont einen blauen Streifen über dem gelben Sandmeer. Es ist keine Fata Morgana, sondern der Indische Ozean, der die Mühen des langen Rittes mit seinen warmen, sanften Wellen belohnt.


KULTUR

 
Die über 5000 Jahre alte Kultur Omans ist allgegenwärtig, aber nicht immer offensichtlich. Studienreisen unter kompetenter Leitung bieten die einzigartige Möglichkeit, das Land und die Zeichen und Relikte seiner ereignisreichen Vergangenheit aus nächster Nähe zu erleben.

Man lernt die Spuren der langen Seefahrtstradition aus den Stimmen, Gesichtern, den Gebäuden und Bräuchen der Menschen zu lesen. Die Märchengestalt Sindbad wird so zu Leben erweckt, bekommt ein neues Gesicht. Schemenhaft schälen sich die Silhouetten der Heiligen Drei Könige aus den Weihrauchschwaden im Suq.
Der scharfe Duft der Gewürznelken beschwört Bilder aus dem fernen Sansibar herauf. Das Land ist voller geschichtsträchtiger Zeichen und Momente, man muss sie nur zu sehen lernen und zu deuten wissen.
Unzählige Ruinen von Festungen und Wehrtürmen überziehen das Hajargebirge und die Küste Nordomans. Sie erzählen von blutigen Stammesfehden, Portugiesen, Persern und Türken.

Die historisch bedeutendsten Wehranlagen wurden inzwischen aufwändig saniert. Majestätisch thront die Festung von Nakhl auf einem Felsen über der Ebene. In Al Hazm beeindrucken die reich mit geschnitzten Ornamenten dekorierten schweren Holzportale und Stukkaturen. Das Wasser fließt noch immer wie einst im alten Falaj durch den wehrhaften Bau. Mit seinen kunstvoll bemalten Holzdecken ist Jabrin das Juwel unter den Burgen und Palästen. Eigenwillig erscheinen die überdimensionierten Wehrtürme der Festungen von Nizwa und Rostaq. Von monumentaler Größe ist die Burg von Bahla, Weltkulturerbe der UNESCO. Ihre Sanierung beansprucht noch viele weitere Jahre – eine Mammutaufgabe.
Reich an uralten Geschichten sind auch die Steine im Land. Sie erzählen von der Entstehung unseres Planeten, von Eiszeiten und Vulkanausbrüchen, von den ersten Lebewesen auf dieser Welt, von gewaltigen Erdschollen, die sich mit Urgewalt übereinander schoben. Oman — das Nirwana der Geologen.
Unspektakulär aber doch bedeutend sind die archäologischen Stätten entlang der Weihrauchstraße — auch sie sind unter dem Schutz der UNESCO. Magisch ist die Lage der Ruinen von Samhuram mit Blick über die Lagune Khor Rhori, dem Ausgangspunkt der Weihrauchstraße auf See. Viele Geheimnisse bergen noch immer die Ruinenfelder von Al Baliid. Erst vor wenigen Jahren wurde hier am Strand von Salalah unter einer vermeintlichen großen Schutthalde eine große Festungsanlage entdeckt. Die Funde bei der Oase Shisr am Rand des endlosen Sandmeeres des Rub al Khali halten manche für das mystisch reiche Ubar, andere aber nur für einen wichtigen Rastplatz der Karawanen auf ihrem langen Marsch entlang der Weihrauchstraße.


BURGEN und FESTUNGEN IM OMAN


Eine kleine Auswahl bedeutender Festungsanlagen des Landes, meist aus dem 17. Jahrhundert:

1. Nizwa
Die Festung von Nizwa ist architektonisches Zeugnis des wirtschaftlichen und militärischen Erfolges der frühen Yaruba Dynastie. Sie dominiert noch heute die Silhouette der Stadt. Besonderheit: Der gewaltige, 23 Meter hohe Kanonenturm mit 40 Meter Durchmesser ist bis auf eine Höhe von 14 Metern mit Geröll und Erdreich aufgefüllt und war daher unzerstörbar.

 
2. Jabrin
Der festungsartige Palast von Jabrin fungierte um 1685 als kulturelles Zentrum des Landes. Hier versammelte Imam Bilarab ibn Sultan Al-Yaruba Literaten, Musiker, Gelehrte und Wissenschaftler des Landes. Besonderheit: kunstvoll ausgestaltete Räume mit reicher Stuckatur und bemalten Holzdecken.


3. Khasab
Die malerisch an der Hafenbucht von Khasab in Musandam gelegene Festung wurde im 17. Jahrhundert von den Portugiesen angelegt. Besonderheit: Die Wehranlage umschließt einen freistehenden Wehrturm in ihrem Innenhof.
 

4. Bahla
Auf einem Hügel am Rand der Oase Bahla erhebt sich weithin sichtbar die riesige Anlage der Festung Hisn Tama. Eine bis zu 5 Meter hohe und über 10 Kilometer lange Wehrmauer umfasst den Ort mit seinen weitläufigen Dattelgärten. Besonderheit: Die Festung von Bahla ist der größte Wehrbau Omans. Er ist registriertes Weltkulturerbe der UNESCO. Seine Restaurierung wird noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
 

5. Al Hazm
Wie ein überdimensionierter Würfel liegt die Burg von al Hazm inmitten einer sehr kleinen Oase. Imam Sultan ibn Saif regierte von hier in bewußter Distanz zu den Städten das Land. Besonderheit: Reich mit Ornamenten verzierte Holzportale und Türen, kunstvolle Stuckaturen in den Gängen und Wehrtürmen, welche miteinender durch einen Geheimgang mit indirekter Beleuchtung verbunden sind.
 

6. Bait Naman
Am Rande der Oase Barka steht das Bait Naman. Hier rasteten die Imame auf ihrem Weg von der Jebel Akhdar Region nach Muscat. Besonderheit: Bait Naman war ursprünglich als Gartenhaus gebaut worden und besitzt daher weder einen Innen- noch Lichthof. Alle Räume sind offen. Erst im 18. Jahrhundert wurde der Gartenpalast zu einem Wehrbau umgewandelt.

7. Nakhl
Hoch erhebt sich die Festung von Nakhl auf einem freistehenden Felsen über das Umland. Von den Wehrtürmen der Festung aus genießt man einen einzigartigen Blick über die Batinah-Küste und den Rand des Hajar Gebirges.Besonderheit: Die Wehranlage beherbergt ein kleines Museum mit historischen Waffen. Unweit der Burg entspringen bei Ain Thowarah mehrere Thermalquellen.

 
8. Taqah
Die Burg von Taqah in der Südprovinz Dhofar ist zwar eine der kleinsten des Landes, aber ihre Innenausstattung ist bemerkenswert. Besonderheit: In den Räumen befinden sich eine Vielzahl von Alltagsgegenständen und Wohnaccessoires der letzten hundert Jahre von den Bewohnern des Dorfes.


AUF SINDBADS SPUREN


In der Küche Omans sind die Jahrhunderte alten Handelswege noch immer lebendig und sinnlich wahrnehmbar. Schon die Lektüre der umfangreichen Speisekarte eines einfachen Mittelklasserestaurants öffnet die Tore zu kulinarisch fernen Welten. Man hat die Qual der Wahl zwischen Spezialitäten aus China und den raffinierten Gaumenfreuden der indischen und arabischen Küche. Welches Brot soll man nun bestellen? Frisch gebackenes Japati, Paratha oder Nan?
Was auf dem Tisch jedenfalls nicht fehlen darf ist Reis. Er ist das wichtigste Grundnahrungsmittel der Omanis. Mit etwas Rohkostsalat, Gemüse, gebratenem Huhn, Fisch oder Lammfleisch bekommt man ihn als Biriani an jeder Ecke serviert — auch im einfachsten Restaurant.

Typisch omanische Gerichte sind chicken saloona, Huhn, gebraten oder gekocht mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Gemüse. Hinter maqbuus verbirgt sich auf der Speisekarte Lamm mit getrockneten Limonen, Zwiebeln, Tomaten, Knoblauch, grünen Pfefferschoten, Kardamom und Zimt.

Samak pablo ist Fisch, gebacken in Kokosmilch und Kurkuma. Die nationale Süßspeise ist halwa, mit Butterschmalz karamellisierter Zucker und Stärke, geschmacklich verfeinert mit Safran und Kardamom. Gekocht wird es in riesigen Kupferbottichen über offenem Feuer.

Fast die ganze kulinarische Vielfalt dieser Welt bekommt man in den exquisiten Restaurants der gehobenen Hotels. In sogenannten Themenabenden wird hier jeweils der hohen Esskultur eines bestimmten Landes gehuldigt. Italien, Frankreich, Indien, Thailand und Mexiko — die Küche der Welt zu Gast in Oman.

Nicht entgehen lassen sollte man sich als Mitteleuropäer die Seafood Night. Hier kommt der unermessliche Reichtum des omanischen Meeres fangfrisch auf den Tisch. Muscheln, Austern, Gambas und Tintenfische, Thunfischsteaks und gegrillte Seebarsche, Langusten — für jeden Freund der Meeresfrüchte ein Highlight seiner Reise nach Oman.

Der omanische Kaffee, qahwa, wird in kleinsten Quantitäten aus feinen Porzellanbecherchen getrunken. Er wird aus frisch gerösteten Kaffeebohnen zubereitet und mit Kardamom gewürzt. Ein echtes Genussmittel — der ideale Abschluss eines opulenten Mahles.


SOUVENIRS

 

In Oman gibt es keine Souvenirindustrie. Das ist keineswegs bedauerlich, das Warenangebot der Suqs enthält genügend «Mitbringsel», die in ihrer Art originell und sehr landestypisch sind. Dazu zählen die bestickten Kappen der Männer, die bunten Tücher der Frauen, edle Stoffe, und vor allem aber auch die verschiedenen Räucherwaren und speziell Weihrauch.

Nützliche Andenken sind Gewürze, deren hervorragende Qualität man in der heimischen Küche noch lange nach dem Urlaub zu schätzen weiß.
Eine besonders schöne Erinnerung ist Schmuck aus Gold und Silber. Über Jahrhunderte hinweg verschmolzen in Oman Gestaltungsideen und Arbeitstechniken des Silberschmiedehandwerks aus den verschiedensten Kulturkreisen zu eigenständigen, neuen Entwicklungen auf hohem künstlerischen wie handwerklichen Niveau. Die kunstvoll gefertigten Armbänder und Ketten zeigen Einflüsse aus Indien, Persien, Europa, Ostafrika und China.

Ein omanischer Krummdolch — ein khanjar — ist zwar kein Schmuckstück im gängigen Sinne, aber doch für Liebhaber wertvoller Silberschmiedekunst ein Highlight der privaten Sammlung.
Das wohl edelste und teuerste Souvenir Omans ist jedoch der betörend edle Duft von Amouage. 1983 wurde der französische Geruchskünstler Guy Robert von Sultan Qaboos beauftragt, das wertvollste Parfum der Welt zu kreieren. Kosten spielten keine Rolle! Für das Meisterwerk seines Schaffens machte er sich auf die Suche nach den edelsten Essenzen der Welt, darunter kristallklares Weihrauchharz aus Dhofar und die Felsenrose des Jabal Akhdar. Zu diesen einmaligen Duftnoten fügte er eine subtile Mischung aus Ölen der Lilien und des Jasmin, Myrrhe, Patchouli und Amber. Seine preisgekrönte Kreation Amouage enthält über 120 verschiedene natürliche Düfte.
In Muscat wird es mit der Hand in Flakons aus Silber, Gold, Halbedelstein oder Bleikristall abgefüllt. Das wertvolle Destillat ist weltweit nur in den allerbesten Parfumerien erhältlich und natürlich in Oman — beispielsweise in den Fachgeschäften im Al Bustan Palace Hotel, im Salalah Crowne Plaza Resort oder im SABCO Center in Qurum.

Quelle: Fremdenverkehrsamt Oman 

 

 

Wissenswertes über den Iran

 

 

Länderinformationen Iran
 

Einreisebestimmungen

Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise in den Iran ein Visum, welches wir für Sie beantragen. Den erforderlichen Visaantrag senden wir Ihnen rechtzeitig zu. Bitte beachten Sie, dass Ihr Reisepass kein israelisches Visum oder entsprechende Sichtvermerke enthält. Er muss bei Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein und über mindestens 3 freie Seiten verfügen. Zur Beantragung sind 2 aktuelle, biometrische, farbige Passfotos (glänzend, 3 x 4 cm, ohne Brille, Hut und Kopftuch) erforderlich. Gescannte und ausgedruckte Fotos werden nicht akzeptiert. Der Visaantrag muss maschinenschriftlich oder in deutlicher Blockschrift ausgefüllt werden. Unvollständig ausgefüllte oder unleserliche Anträge werden nicht bearbeitet. Es empfiehlt sich, je eine Kopie von Pass, Visum und Flugschein auf die Reise mitzunehmen; bei Verlust erleichtert dies die Ausstellung eines Ersatzdokumentes.

Für die Beantragung der für die Visabeantragung erforderlichen Einladung benötigen wir 8 Wochen vor Reiseantritt eine farbige, gescannte Kopie Ihres Reisepasses per Mail, einzeln pro Teilnehmer, und den ausgefüllten Fragebogen. Die Beantragung der Einladung im Iran beim zuständigen Ministerium dauert in der Regel ca. 2 Wochen. Ihre Reisepässe im Original, die Passbilder, der Visaantrag und der Nachweis einer Auslandskrankenversicherung müssen 6 Wochen vor Abreise bei uns vorliegen. Sollten die Unterlagen zu spät bei uns eintreffen, übernehmen wir keine Haftung.

 

Gesundheit / Impfungen / Medikamente

Gegenwärtig sind keine Impfungen vorgeschrieben. Wir empfehlen die Standard-Reise-Impfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Instituts (www.rki.de ) zu überprüfen und gegebenenfalls aufzufrischen. Ein mittleres Übertragungsrisiko von Malaria besteht ganzjährig. Auf einer Reise mit Hotelübernachtungen in klimatisierten Zimmern ist das Risiko an Malaria zu erkranken sehr gering. Im Zweifel befragen Sie hierzu Ihren Arzt. Um sich vor Durchfallerkrankungen zu

schützen, empfiehlt es sich kein Leitungswasser zu trinken. Es sollte ebenfalls auf den Verzehr roher, ungekochter und ungeschälter Produkte verzichtet werden. Fleisch sollte gut durchgebraten werden. Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht meist nicht europäischem Standard. In Teheran ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen meist auf einem mittleren bis hohen Niveau. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

 

 

Währung / Devisenbestimmungen

Landeswährung ist der Rial (1 Rial = 100 Dinars). 1 Euro = ca. 33 Rial. Devisen können bei der Einreise am Flughafen oder bei verschiedenen Banken und Wechselstuben zum Tageskurs in Rial umgetauscht werden. Der Bankenkurs unterscheidet sich derzeit erheblich vom Wechselstubenkurs. Ansonsten haben Sie keine anderen Möglichkeiten im Iran Geld abzuheben oder sich anderweitig zu beschaffen. Eine Zahlung mit Kreditkarte ist nur in Ausnahmefällen möglich und Traveller Schecks können nicht umgetauscht werden. Es gibt keine offiziellen Überweisungswege, die ausländische Touristen kurzfristig nutzen könnten. Bitte achten Sie deshalb unbedingt darauf, dass Sie genügend Bargeld mit sich führen. Rechnen Sie mit ca. 7 Euro für ein Mittagessen mit Getränk. Bei Ein- und Ausreise sind mitgeführte Bargeldbeträge mit einem Gegenwert von über 5.000 USD anzumelden. Ein Rücktausch von nicht benötigten Rialbeträgen ist in der Regel nicht oder nur mit erheblichem Kursverlust möglich. Im Iran wird oft für 10 Rial die Bezeichnung Toman verwendet. Toman war die alte persische Währung. Der Name ist immer noch gebräuchlich obwohl es keine offizielle Währung ist.

 

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit + 2h 30 min.
 

Stromspannung

Die Stromspannung beträgt wie bei uns 230 – 240 Volt Wechselstrom. Europäische Stecker passen in die meisten Steckdosen, jedoch weisen einige Steckdosen in Hotels auch drei Löcher auf. Ein entsprechender Adapter ist daher sinnvoll.

 

Sprache

Offizielle Sprache ist Farsi (Persisch), daneben werden Turksprachen, Kurdisch, Arabisch u.a. gesprochen.

 

Klima / Kleidung

Im Iran herrscht größtenteils trockenes kontinentales Klima. Die Temperaturen werden im Wesentlichen durch die Höhenlage der Orte bestimmt. In den höheren Lagen ist es auch im Sommer angenehm. Die Winter sind kalt mit starken Schneefällen (November bis Februar/März). Am Persischen Golf sind die Winter sehr mild. Das Frühjahr ist nur sehr kurz, kaum Regenfälle. Die Temperatur­unterschiede zwischen Tag und Nacht sind erheblich. Nachts kann es sich in den Wüstengebieten des Südostirans empfindlich abkühlen. Daher: Pullover, Jacke und Regenmantel nicht vergessen. Für Männer gilt normale europäische Kleidung wie lange Hosen, Hemden oder Polo-Shirts, jedoch keine Shorts. Bei den Frauen hat sich die Kleidervorschrift aktuell positiv geändert. Wir empfehlen eine lange Hose oder einen langen Rock, kombiniert mit einer Bluse oder Jacke, die die Hüften bedeckt (Kassack). Die Kleidungsstücke müssen allerdings lang genug sein, sodass Arme und Beine vollständig bis zum Handgelenk, bzw. den Knöcheln, bedeckt sind. Der Kopf ist locker mit einem Tuch zu bedecken, Haare dürfen sichtbar sein. Das Tuch bitte bereits für den Flug ins Handgepäck einpacken. Bei der Farbwahl Ihrer Kleidung sind Sie nicht eingeschränkt.

Das Tragen von Sandalen ohne Socken und Strümpfe ist erlaubt. Allerdings sollten Damen auf grellen Nagellack verzichten.

 

Verhalten

Wir möchten Sie bitten, den Menschen und Ihren Lebenssitten mit Respekt zu begegnen. Dazu gehört die Einhaltung der Bekleidungsvorschriften. Männer sollten sich fremden Frauen gegenüber allgemein zurückhaltend verhalten und bei der Begrüßung das Händeschütteln oder Küssen vermeiden. Eine weitere Verhaltensregel besteht darin, sich niemals, besonders beim Essen, die Nase laut zu schnäuzen. Entweder wird die Nase dezent mit einem Taschentuch getupft oder man begibt sich zur Toilette. Wo Teppiche ausgelegt sind, z.B. in einer Moschee, werden die Schuhe ausgezogen.

 

Unterwegs im Land

Die Straßen im Iran sind durchaus vergleichbar mit den Straßen in Europa. Auch längere Busfahrten sind so gut zu überstehen. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass Iran nicht auf Tourismus eingestellt ist wie Europa oder in Teilen Asiens. Es gibt keine internationale Hotelketten und auch keine Fachschulen für Servicepersonal. Der Standard von Hotels, Restaurants und Reisebussen entspricht nicht den europäischen Vorstellungen. Für Ihre Rundreise sollten Sie deswegen ein gewisses Maß an Geduld und Gelassenheit mitbringen. Bei Überlandfahrten gibt es keine Raststätten mit westlichen Toiletten. Der hygienische Zustand der WCs ist, zum Teil auch in Restaurants oder Hotels, mangelhaft. Für die persönliche Hygiene empfehlen wir Toilettenpapier und Hygienetücher mitzubringen.

 

 

Essen und Trinken

Die heutige persische Küche Irans und seiner Nachbarländer ist eine orientalische, asiatische Küche, die in ihrer Konsistenz und Würzung einige Gemeinsamkeiten mit der indischen Küche aufweist, ohne jedoch deren Schärfe zu teilen. Die Hauptmahlzeiten werden im heutigen Iran gegen Abend, wenn die Tageshitze nachgelassen hat, eingenommen. Tagsüber nimmt man hingegen eher leichte, kleinere Mahlzeiten zu sich. Üblich ist iranisches Kebab oder gegrilltes Fleisch in den verschiedensten Varianten. Freuen Sie sich auf Rind, Lamm und Kalb, welches in einer Marinade aus Olivenöl, Zwiebeln, Knoblauch, Joghurt, Limonensaft, Salz und manchmal sogar mit Safran eingelegt ist und auf dem Holzofen gegrillt wird. Dazu wird Ihnen Reis serviert. Ein Spezialgericht aus der Stadt Isfahan ist Beryan - gehacktes Fleisch wird mit einem großen Löffel im Ofen gekocht und in einem gefalteten Stück Lavaschbrot (frisch gebackenes Fladenbrot) serviert. Das wichtigste Getränk im Iran ist der Tee. Der frisch aufgebrühte Pfefferminztee (ungesüßt) ist eine Köstlichkeit. Außerdem gibt es Mineralwasser, Limonaden, frisch gepresste Fruchtsäfte und ein mit Wasser verdünntes Joghurt- Getränk (Dukh). Kaffee ist eher unüblich. Alkohol ist im Iran verboten und darf keinesfalls eingeführt und getrunken werden.

 

Transportmittel

Alle Inlandsflüge werden mit der staatlichen Iran Air durchgeführt. Da die Kapazitäten häufig nicht aus­reichen, sind teilweise beträchtliche Verspätungen oder kurzfristige Annullierungen von Flügen nicht auszu­schließen. Deshalb haben wir uns bei der Planung unserer Iran-Reisen auf das absolut notwendige Minimum an Flügen beschränkt. Wir weisen Sie bereits heute darauf hin, dass bei der evtl. Annullierung von Inlandsflügen die vorgesehene Strecke mit dem Bus zurückgelegt werden, um das Programm einhalten zu können. Da die inneriranischen Flüge sehr preiswert sind, können wir für einen ausgefallenen Flug (Differenz Bus/Flug) keine Rückerstattung gewähren.

Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass weder die örtliche Agentur noch der Reiseleiter für im Fahrzeug zurückgelassenes Handgepäck während der Übernachtungen oder bei Besichtigungen haftet.

 

Fotografieren / Filmen

In Museen (ohne Blitz) oder bei Heiligtümern darf in der Regel fotografiert werden. Während Gebetszeiten sollte man sich den Gläubigen gegenüber rücksichtsvoll verhalten. Es sollte immer zuerst gefragt werden, wenn Sie Personen fotografieren möchten. Ein Fotografierverbot gilt für: Öffentliche Einrichtungen, Militärgelände, Flughäfen und Häfen, Sicherheits- und Regierungsfahrzeuge, Polizisten. Sicherheitskräfte und Botschaftsgebäude.

 

Telefonieren

Für Anrufe von Deutschland in den Iran, wählen Sie die 00 98 (Landesvorwahl) + die Ortsvorwahl + die gewünschte Telefonnummer. Für Anrufe aus dem Iran nach Deutschland wählen Sie bitte die 00 49 vor und lassen Sie die Null vor der Ortsvorwahl weg. Bitte beachten Sie, dass deutsche Mobiltelefone mit GSM-Standard nicht im Iran funktionieren. Allerdings gibt es eine Irancell-Karte des Providers MTN für 160.000 Rial in so gut wie allen Städten in vielen Läden zu kaufen. Im Preis inbegriffen sind ca. 47.000 Rial Startguthaben, welche für einige Zeit reichen sollten. Zum Aufladen des Guthabens kann man sich 50.000-Rial-Karten mit den frei zu rubbelnden Aufladecodes kaufen. Eine gute Alternative zum Mobilfunk sind die zahlreichen öffentlichen Telefone, die über das ganze Land hinweg verstreut sind.

 

Trinkgelder

Im Dienstleistungsgewerbe, z.B. in Hotels sind Trinkgelder üblich. Es wäre demnach gut, kleine Trinkgelder von z.B. 1$ pro Dienst/Nacht für Kofferträger und Zimmermädchen bereitzuhalten. Bitte rechnen Sie für Ihre Reise mit einem Betrag von 5,00 € pro Person/Tag für den iranischen Reiseleiter und 3,50 € pro Person/Tag für Ihren Fahrer. Allgemein sind in Restaurants, Teehäusern oder im Privattaxi etwa 10% Trinkgeld üblich.

 

Anmerkung

Bitte beachten Sie, dass Iran als touristisches Reiseland nicht mit Ländern in Europa vergleichbar ist! Aufgrund der im Iran nicht vorhandenen touristischen Expertise und der fehlenden internationalen Standards kommen Servicemängel vor. Der Service hängt vom persönlichen Engagement der jeweiligen Dienstleister ab. Der Iran ist ein hervorragendes Reiseziel für Studienreisende und Kulturinteressierte, welche die systemimmanenten Widrigkeiten akzeptieren. In Iran kann es zu spontanen Schließungen von bestimmten Sehenswürdigkeiten durch das Ausüben von z.B. religiös bedingten Gebräuchen, wie kurzfristig ausgerufene Gebetstage, kommen. In solchen Fällen bemühen wir uns um ein Ersatzprogramm, können aber für solche Ereignisse keine Haftung übernehmen. Was Ihnen als lebendiger Eindruck Ihrer Reise in Erinnerung bleiben wird, ist die Gastfreundschaft der Bevölkerung. Die Höflichkeit und der Respekt, mit dem man Ihnen begegnet, werden aber auch umgekehrt erwartet. Deswegen unsere Bitte: Akzeptieren und respektieren Sie Landessitten und Gebräuche, ob sie nun religiösen oder traditionellen Ursprungs sind. Machen Sie sich bereits vor Reiseantritt ein wenig mit den Landessitten und Gebräuchen vertraut. Dies wird nicht nur Ihr Verständnis für die unterschiedliche Lebensweise vertiefen, sondern auch eine große Freude und Neugierde in Ihnen wecken. Jahrhunderte alte Monumente, geschichtsträchtige Plätze, bunte Märkte, großartige Landschaften und nicht zuletzt gastfreundliche Menschen bilden die beste Voraussetzung für eine unvergessliche Reise.

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Tel. 07141-28 48-20

Mo.-Fr. 10:00–18:00 Uhr
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