2525EUR

Mit Pausanias durch die Peloponnes

Archäologische Reise düber die griechische Halbinsel

Preise pro Person in EuroDZEZ 
pro Person
02.10.2020 - 11.10.2020fester TerminDZ: 2.525EZ: 2.950 Merken Anfragen
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andere Abflughäfen auf Anfrage
Webcode: 37194
ab € 2.525,-

Auf einen Blick

  • 10 Tage Studienreise ab/bis Frankfurt
  • Auf den Spuren des griechischen Schriftstellers Pausanias
  • Olympia, das Heiligtums Zeus
  • Studienreiseleitung Dr. Frauke Sonnabend und Prof. Dr. Holger Sonnabend

Eingeschlossene Leistungen

  • Linienflüge ab/bis Frankfurt mit Lufthansa
  • Flughafensteuern, Gebühren und aktuell gültige Treibstoffzuschläge (Stand Oktober 2019)
  • Rundreise im Reisebus
  • Transfers, Ausflüge, Besichtigungen lt. Reiseprogramm
  • Eintrittsgelder lt. Reiseprogramm
  • 9 Übernachtungen in den genannten Hotels o.ä. in Zimmern mit Bad oder Dusche/WC
  • Mahlzeiten lt. Reiseprogramm (F = Frühstück, A = Abendessen)
  • 1 aktuelle Reiseliteratur pro Zimmer
  • Deutschsprechende Reisebegleitung ab/bis Flughafen Athen
  • Studienreiseleitung ab/bis Frankfurt: Dr. Frauke Sonnabend und Prof. Dr. Holger Sonnabend

Nicht eingeschlossen

Persönliche Ausgaben, weitere Mahlzeiten, Getränke, Reiseversicherungen, optionale Ausflüge und Trinkgelder

Hinweise

(NEU: Freitext/AGB/Versicherung) - keine Seitenverweise mehr

Teilnehmer

Bis 8 Wochen vor Reisebeginn zu erreichende Mindestteilnehmerzahl: min. 20, max. 28 Personen

Abweichende Stornobedingungen

Abweichende Stornobedingungen

Die Peloponnes bietet eine Fülle an historischen und archäologischen Stätten. Hier herrschten im 2. Jahrtausend die kriegerischen Mykener, denen Homer in der Ilias ein literarisches Denkmal gesetzt hat. In klassischer Zeit stand die Peloponnes unter der Führung der Spartaner, den ewigen Rivalen der Athener. Diese Reise bietet nicht nur das gesamte Spektrum der wichtigen antiken Orte, sondern darüber hinaus noch einen Reisebegleiter der besonderen Art. Wir wandeln auf den Spuren und sogar auf der Route des berühmten Schriftstellers Pausanias, der im 2. Jh. n. Chr., als Griechenland zum Römischen Reich gehörte, die Peloponnes bereiste und darüber einen detaillierten Bericht vorlegte.

Reiseleitung: Dr. Frauke Sonnabend und Prof. Dr. Holger Sonnabend ab/bis Frankfurt und zusätzliche lokale deutschsprechende Reiseleitung ab/bis Flughafen Athen

Reise ab/bis: Frankfurt

Reiseprogramm: Reiseprogramm (Änderungen vorbehalten)

Reiseverlauf (Änderungen vorbehalten)

1. Tag: Frankfurt – Athen – Nauplia (A).

Am Vormittag Flug nach Athen. Ankunft am Mittag und Transfer nach Nauplia.

5 Übernachtungen: Amalia Hotel Nauplia****.

2. Tag: Ausflug Korinth, Sikyon, Phleius, Nemea und Kleonai (F/A).

Erste Station der Reise ist die antike Stadt Korinth. Sie lag strategisch außerordentlich günstig an der Engstelle zwischen dem Festland und der Peloponnes. Korinth gehörte in archaischer und klassischer Zeit zu den reichsten und mächtigsten Städten Griechenlands. 146 v. Chr. wurde sie von den Römern fast komplett zerstört. So gibt es nur noch wenige Überreste aus der Zeit vor der römischen Herrschaft. Dazu gehört als Prunkstück der in der Mitte des 6. Jhs. v. Chr. errichtete Tempel des Apollon. Unter den Bauten aus der römischen Zeit ragen die auch von Pausanias beschriebenen Bäder des Eurykles hervor. Weiterfahrt nach Sikyon. Die Hafenstadt am Golf von Korinth war ein enger Verbündeter Spartas und besaß eine der bedeutendsten Künstlerschulen, zu deren Absolventen auch der berühmte Polyklet gehörte. In den Diadochenkriegen nach dem Tod Alexanders des Großen wurde sie aus der Ebene auf eine Anhöhe verlegt, wo einige Bauten (Theater, Stadion, Gymnasion, Thermen) gut erhalten sind. Phleius, ebenfalls nicht weit von Korinth gelegen, machte in der Antike kulturell von sich reden (Literatur, Musik, Philosophie). In römischer Zeit wird die Stadt von Pausanias als prosperierend beschrieben. Reste von Stadtmauer, Theater und Tempel zeugen von der einstigen Bedeutung. In Nemea befand sich ein viel besuchtes Heiligtum des Zeus. Im Mythos tötete Herakles hier den Nemeischen Löwen. Die Nemeischen Spiele gehörten neben Olympia, Delphi und Korinth zum Quartett der Panhellenischen Spiele. Den Abschluss des Tages bildet die Besichtigung von Kleonai. Die südwestlich von Korinth gelegene Bergstadt organisierte die Nemeischen Spiele. Auf der Oberen und der Unteren Akropolis sind noch ansehnliche Reste einzelner Bauwerke erhalten. Pausanias kannte darüber hinaus auch einen Tempel der Athene.

3. Tag: Ausflug Mykene, Argos und Tiryns (F/A).

Die in der Argolis gelegene Burg von Mykene ist die Namensgeberin der ersten griechischen Hochkultur auf dem Festland, die zwischen 1400 und 1150 v. Chr. ihre Glanzzeit hatte. Nach der antiken Überlieferung war Mykene der Sitz des sagenhaften Königs Agamemnon, unter dessen Leitung die Griechen in den Trojanischen Krieg zogen. Mit Pausanias in der Hand entdeckte Heinrich Schliemann im 19. Jh. das so genannte Grab des Agamemnon mit der berühmten Goldmaske. Pausanias war auch derjenige, der das Löwentor noch im Original sah. Die Wehrhaftigkeit der Anlage wird durch die mächtigen Mauern, in der Antike als Werk der Zyklopen deklariert, dokumentiert. Zu den eindrucksvollsten Monumenten von Mykene gehören die prächtigen Kuppelgräber. Auch Argos, die zweite Station des Tages, war Teil der mykenischen Kultur. Ihre beste Zeit hatte die Stadt jedoch zwischen dem 8. und 5. Jh. v. Chr. Sie stand in ständiger Konkurrenz zu dem großen Rivalen Sparta. Das bedeutendste antike Monument ist ein in den Felsen geschlagenes Theater. Dazu kommen Reste von Tempeln, Säulenhallen und Wohnhäusern, meist aus römischer Zeit. Zwischen Argos und Nauplia liegt Tiryns, neben der Burg von Mykene und dem Palast von Pylos der wichtigste mykenische Fürstensitz auf der Peloponnes. Die Mauern sind so dick, dass Pausanias behaupten konnte, ein Gespann von Maultieren könne auch nicht den kleinsten Stein bewegen. Erster Ausgräber war auch hier Heinrich Schliemann, und bis heute ist Tiryns ein wichtiges Ausgrabungsprojekt des Deutschen Archäologischen Instituts.

4. Tag: Ausflug Troizen, Poros, Kalavria und Methan (F/A).

Fahrt nach Troizen. Die Stadt an der Nordküste der Argolis, südlich der Halbinsel Methana gelegen, galt in der Antike als Geburtsort des Theseus, des mythischen Königs von Athen. Pausanias entdeckte während seines Aufenthaltes in der Stadt einige Heiligtümer, deren Reste zum Teil als Spolien in Mauern und Kirchen verbaut sind. Noch gut erhalten sind die Fundamente eines Tempels, in dem der antike Heilgott Asklepios verehrt wurde. Direkt vor der Küste der Peloponnes, im Südwesten des Saronischen Golfes, liegt die kleine Vulkaninsel Poros. Sie besteht aus zwei Inselteilen: der Insel Spheria und der Insel Kalavria. Diese hatte in der Antike eine hohe kultische Bedeutung und war Sitz einer religiösen Vereinigung. Zu bewundern sind hier die Reste eines Tempels des Erdbeben- und Meeresgottes Poseidon. Die Halbinsel Methana, die vor 1,5 Millionen Jahren durch unterseeische Vulkanausbrüche entstand, zählt mit ihrem idyllischen Landschaftsprofil zu den absoluten Geheimtipps auf der Peloponnes. Berühmt sind auch die Heilquellen, über die auch Pausanias berichtet.

5. Tag: Ausflug Epidauros und Ermioni (F/A).

Die Besichtigung von Epidauros, an der Südküste des Saronischen Golfes, gehört zu den Höhepunkten einer Reise auf der Peloponnes. Hier befand sich in der Antike eine berühmte, viel frequentierte Kultstätte des Heilgottes Asklepios. Der Kult ist seit dem 6. Jh. v. Chr. nachgewiesen. Heilung suchten die Kranken in Traumorakeln, die sie im Schlaf in einer zweiteiligen Portikus erhielten. Will man den vor Ort gefundenen Dankes-Inschriften von kurierten Patienten Glauben schenken, muss Asklepios in Epidauros eine schier endlose Serie von Wunderheilungen gelungen sein. Eine weitere Attraktion in Epidauros ist das einmalig schöne Theater, das um 300 v. Chr. gebaut wurde und von dem auch Pausanias gebührend begeistert gewesen ist. Das weite, harmonische Rund des Theaters bestand aus 34 Sitzreihen, die in 12 Sektoren aufgeteilt waren. Konzipiert war es für 6.000 Besucher. Phänomenal ist die Akustik: Jedes Geräusch in der Orchestra ist von jedem Sitzplatz aus zu hören. Bei der Kleinstadt Ermioni an der Südostküste der Argolis befinden sich die Reste der antiken Stadt Hermione. Politisch war sie eng mit der peloponnesischen Führungsmacht Sparta verbunden. Ein spezieller Wirtschaftszweig war die Purpurfischerei. Ihre Bedeutung konnte die Stadt bis in die römische Kaiserzeit bewahren. Laut Pausanias feierten sie viele Feste und veranstalteten Wettkämpfe. Erhalten sind Teile der Stadtmauer, Tempel, Theater, Thermen und eine Nekropole.

6. Tag: Nauplia – Sparta – Anyklai – Gythion – Kalamata (F/A).

Sparta liegt in der Landschaft Lakonien im Süden der Peloponnes, zu Füßen des Taygetos-Gebirges. Streng oligarchisch organisiert, errangen die Spartaner, die Staat und Gesellschaft ganz auf die Erfordernisse des Krieges ausrichteten, im 7. Jh. v. Chr. die Vorherrschaft auf der Peloponnes. Das Zentrum der Macht entstand aus dem Zusammenschluss einzelner kleinerer Siedlungen. Die Ausgrabungen befinden sich in der Nähe der modernen Stadt Sparta, die im 19. Jh. angelegt wurde. Zum Programm der Besichtigung gehören das Heiligtum der Artemis Orthia, ein Theater am Hang der Akropolis und das so genannte Menelaion, ein Heroon für Menelaos, den mythischen König von Sparta und seine Ehefrau Helena, deren Entführung nach antiker Überlieferung den Trojanischen Krieg auslöste. Nur wenige Kilometer südlich von Sparta liegt die antike Siedlung Amyklai. Hier wurde der Kult des Hyakinthos gepflegt. Er war nach dem griechischen Mythos der Sohn des Amyklas, König von Sparta, und Geliebter des Gottes Apollon. Höhepunkt des Jahres war ein großes Fest zu Ehren des unglücklich ums Leben gekommenen Heros. Pausanias beschreibt ausführlich den „Thron des Apollon“, in dem sich das Grab des Hyakinthos befunden haben soll. Die Fundamente können an Ort und Stelle besichtigt werden. Die nächste Station an diesem Tag ist Gythion am Lakonischen Golf. Die Stadt fungierte als Kriegshafen für das im Binnenland gelegene Sparta und stand dementsprechend immer wieder im Brennpunkt des politischen und militärischen Geschehens. Die Römer nutzten den Hafen später für ihre Handelsschiffe. Überhaupt erlebte die Stadt unter den Römern, nicht zuletzt dank des Abbaus von Marmor, ihre wirtschaftliche Blütezeit. Aus dieser Zeit stammt ein gut erhaltenes römisches Theater.

Übernachtung: Hotel Akti Taygetos****.

7. Tag: Kalamata – Thuria – Messene – Pylos – Olympia (F/A).

Die heutige Fahrt führt in die antike Landschaft Messenien in der südlichen Peloponnes. Zunächst geht es nach Thuria. Die Stadt hatte seit mykenischer Zeit Bedeutung. Jüngste Ausgrabungen brachten mehrere Tempel und ein Theater aus dem 3. Jh. v. Chr. zum Vorschein. Am Ithome-Berg befindet sich die antike Siedlung Messene, die immer wieder Objekt kriegerischer Aktionen der Spartaner war. Imposant ist der neun Kilometer lange Mauerring. Zur antiken Hinterlassenschaft gehören ferner ein Asklepios-Tempel, ein Ringhallentempel und ein Odeion. Pylos stand in der Antike ganz im Zeichen des Königs Nestor. Davon zeugen heute die von Pausanias ausführlich beschriebene Nestor-Höhle und vor allem der Nestor-Palast. Hier residierte in mykenischer Zeit ein mächtiger, wohlhabender Fürst. Das in seinen Grundstrukturen sehr gut erhaltene Bauwerk vermittelt einen hervorragenden Eindruck von mykenischer Palastarchitektur.

Übernachtung: Hotel Olympic Village****.

8. Tag: Olympia – Elis – Patras (F/A).

Über die westliche Peloponnes führt die Reise nach Olympia und damit zu einer der berühmtesten antiken Stätten Griechenlands. Über 1.100 Jahre lang fanden hier alle vier Jahre zu Ehren des Gottes Zeus die Olympischen Spiele der Antike statt, bis sie 393 n. Chr. als heidnische Veranstaltung von dem christlichen Kaiser Theodosius verboten wurden. Bei einem Rundgang durch Olympia werden nicht nur die wichtigsten erhaltenen Monumente besichtigt. Dank Pausanias besteht auch die Gelegenheit, jene Denkmäler wenigstens literarisch kennenzulernen, die heute nicht mehr erhalten sind. Im Archäologischen Museum ist die Geschichte von Olympia und der Olympischen Spiele eindrucksvoll dokumentiert. Organisiert und geleitet wurden die Olympischen Spiele von der Stadt Elis (heute Ilida). Zu den Resten der einst bedeutenden antiken Stadt gehört ein griechisches Theater aus dem 4. Jh. v. Chr. mit Umbauten aus hellenistischer und römischer Zeit. Fahrt nach Patras. Die antike Vorgängerstadt Patrai verfügte ebenfalls über einen wichtigen Hafen. Pausanias interessierte sich besonders für das Quellenheiligtum der Demeter. Noch heute kann man in die Orakelstätte hinabsteigen. Aus der römischen Kaiserzeit stammt das restaurierte Odeion. Den Abschluss bildet ein Besuch im 2009 eröffneten Archäologischen Museum von Patras.

Übernachtung: Poseidon Palaca****.

9. Tag: Patras – Helike – Aigeira – Isthmia (F/A).

Aktuell wird die Stadt Helike am Golf von Korinth wieder zum Leben erweckt. Seit einigen Jahren erforschen Archäologen intensiv die Spuren jener Stadt, die 373 v. Chr. durch einen Tsunami spektakulär zerstört wurde. Pausanias sah 500 Jahre später noch die Ruinen, von denen einige heute wieder zutage gefördert werden. Gut erforscht ist auch Aigeira, wo seit vielen Jahren österreichische Archäologen arbeiten. Die Bauten dokumentieren den Wohlstand und die politische Bedeutung der Stadt, vor allem im Hellenismus und in der römischen Kaiserzeit. Dazu gehören ein Theater und ein nach den Angaben des Pausanias lokalisiertes Heiligtum der Schicksalsgöttin Tyche.

Übernachtung: Hotel Kalamaki Beach****.

10. Tag: Isthmia – Athen – Frankfurt (F).

Am Vormittag Transfer zurück nach Athen. Am Mittag Rückflug nach Frankfurt, wo Sie am Nachmittag landen.

Gut zu wissen

Bei dieser Reise in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Antike Welt kann kein Frühbucherrabatt gewährt werden.

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