Frankreich entlang der Via Iulia AugustaAuf den Spuren der Römer in Südfrankreich

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Antikes Theater Arles © L. Roux
Antike Welt - Via Iulia
Park von Cimiez ©F. und H. Sonnabend
La Turbie ©F. und H. Sonnabend
Blick über Nizza ©F. und H. Sonnabend
Arles © Lionel Roux
Preise pro Person in EuroDZEZ
pro Person
31.03.2019 - 06.04.2019 fester Termin Anfrage Merkliste2.6252.920
Webcode: 33136
ab € 2.625,-

Auf einen Blick

  • 7 Tage Studienreise ab/bis Frankfurt
  • Besuch des 2018 neu eröffneten Römermuseums in Nimes
  • Besuch der Archäologischen Museen Site de Cimiez et de Terra Amata
  • Studienreiseleitung Dr. Frauke Sonnabend und Prof. Dr. Holger Sonnabend

Unsere Flugempfehlung

Sie fliegen mit:

Airline: Lufthansa

Mögliche Abflughäfen: Frankfurt

Eingeschlossene Leistungen

  • Linienflüge ab/bis Frankfurt mit Lufthansa
  • Flughafensteuern, Gebühren und aktuell gültige Treibstoffzuschläge (Stand: Juli 2018)
  • Rundreise im Reisebus
  • Transfers, Ausflüge, Besichtigungen lt. Reiseprogramm
  • Eintrittsgelder lt. Reiseprogramm
  • 6 Übernachtungen in den im Reiseprogramm genannten Hotels o.ä. in Zimmern mit Bad oder Dusche/WC
  • Mahlzeiten lt. Reiseprogramm (F = Frühstück, M = Mittagessen, A = Abendessen)
  • 1 aktueller Reiseführer Frankreich pro Zimmer
  • Deutschsprechende Reisebegleitung ab/bis Flughafen Marseille
  • Studienreiseleitung ab/bis Frankfurt: Dr. Frauke Sonnabend und Prof. Dr. Holger Sonnabend

Nicht eingeschlossen

    Persönliche Ausgaben wie weitere Mahlzeiten, Getränke, Reiseversicherungen, optionale Ausflüge und Trinkgelder
Von Marseille nach Marseille – und dazwischen eine beeindruckende Reihe von Monumenten und Denkmälern in einer der faszinierendsten Kulturlandschaften Europas. Die Reise nach Südfrankreich bietet in den Städten, in der Landschaft und in modern gestalteten Museen herausragende Zeugnisse aus der Zeit der Kelten, Griechen und Römer. Die Römer sind es auch gewesen, die mit der Via Iulia Augusta eine wichtige und in der Antike viel genutzte Straßenverbindung herstellten, die von Arles bis zur ligurischen Küste führte. Von der Straße selbst gibt es heute nur noch wenige Reste. Doch ist ihr Verlauf so gut bekannt, dass sie für einen Teil der Reise Gelegenheit bietet, direkt auf den Spuren der Römer zu wandeln.
Reiseleitung: Frau Dr. Frauke Sonnabend und Herr Prof. Dr. Holger Sonnabend ab/bis Frankfurt und zusätzliche deutschsprechende Reiseleitung ab/bis Flughafen Marseille
Reise ab/bis: Frankfurt
Teilnehmer
Bis 12 Wochen vor Reisebeginn zu erreichende Mindestteilnehmerzahl: min. 20, max. 28 Personen
Gut zu wissen Bei dieser Reise in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift "Antike Welt" kann kein Frühbucher-Rabatt gewährt werden.
Reiseprogramm: Reiseprogramm (Änderungen vorbehalten)
Reiseverlauf(Änderungen vorbehalten)
1. Tag: Frankfurt – Marseille – Menton (A).
Von Frankfurt aus fliegen Sie am Vormittag mit Lufthansa nach Marseille. Die französische Hafenstadt wurde am Ende des 7. Jhs v. Chr. von griechischen Siedlern unter dem Namen Massalia gegründet. Sie entwickelte sich in der Antike zu einer bedeutenden Handels- und Wirtschaftsmetropole. Die Stadt pflegte in der Antike gute Beziehungen zu Rom. So stand sie im Zweiten Punischen Krieg fest auf der Seite der Römer und veranlasste den karthagischen Feldherrn Hannibal dazu, bei seinem Zug nach Italien nicht die Küstenroute zu wählen, sondern den beschwerlichen Marsch über die Alpen zu wagen. Heute präsentiert sich Marseille, die zweitgrößte Stadt Frankreichs, als ein kulturell bedeutsames, modernes urbanes Zentrum, wobei die Ernennung zur europäischen Kulturhauptstadt 2013 eine wichtige Rolle spielte. Viele Zeugnisse dokumentieren im Stadtbild und in den Museen die große Vergangenheit von Marseille. Das Historische Stadtmuseum (Musée d'Histoire de Marseille) bietet einen eindrucksvollen Überblick über 2.600 Jahre Geschichte der Stadt von den Anfängen bis heute. 2013 wurde das Museum komplett neugestaltet und vergrößert. Ein Leitfaden ist die Geschichte der Schifffahrt von den Griechen bis in die Gegenwart. Direkt benachbart ist der Jardin des Vestiges. Innerhalb einer weit dimensionierten Parkanlage befinden sich imposante Reste des antiken Hafens von Marseille. Hier wurde auch das Schiffswrack entdeckt, das zu den Attraktionen des Museums zählt. Es gehörte zur römischen Handelsflotte und stammt aus dem 3. Jh. Zu sehen ist weiterhin ein Stück der antiken Stadtmauer aus griechischer Zeit. Anschließend Fahrt nach Menton. Check-In in Ihr Hotel und Abendessen.
2 Übernachtungen: Quality Hotel Méditerranée Menton***.
2. Tag: Menton – Ventimiglia – Nizza – Beaulieu-sur-Mer – Menton (F/A).
Ein Abstecher in das benachbarte Italien führt in die Umgebung der Stadt Ventimiglia. Hier siedelten in der Antike die Ligurer. In der Römerzeit befand sich bei der heutigen Stadt eine Straßenstation der Via Iulia Augusta. Nicht weit von Ventimiglia entfernt liegt der Botanische Garten Hanbury, benannt nach dem britischen Unternehmer Sir Thomas Hanbury, der diesen Park im 19. Jh. anlegen ließ. Mit 6.000 Pflanzenarten ist die Anlage ein Paradies für Botaniker. Der Garten führt terrassenförmig hinab zum Meer. Historisch bedeutsam ist, dass in die Anlage ein Teilstück der Via Iulia Augusta integriert wurde, die somit direkt durch den Park verläuft. Es handelt sich dabei um das besterhaltene Stück der antiken Römerstraße überhaupt. Zu erkennen sind auch noch die antiken Stützmauern. Weiter geht es nach Nizza. Die Hafenstadt, im 19. und 20. Jh. Treffpunkt der mondänen Welt, wurde in der Antike unter dem Namen Nikaia („Siegesstadt“) gegründet. Die Gründung erfolgte kurz nach 600 v. Chr. durch Griechen aus Massalia (Marseille). In der Mitte des 2. Jhs v. Chr. kam die Stadt unter römischen Einfluss. Hauptziel des Besuchs sind die Archäologischen Museen „Site de Cimiez et de Terra Amata“. Die Anlage auf dem Hügel von Cimiez bietet im Freiluftbereich Reste des römischen Amphitheaters und der Thermen. Während das Amphitheater mit seinen 5.000 Plätzen vergleichsweise bescheidene Ausmaße aufweist, legen die luxuriös ausgestatteten Thermen Zeugnis von gehobener Badekultur in römischer Zeit ab. Das Museum von Cimiez bietet Funde aus den lokalen Ausgrabungen sowie Exponate aus der Bronzezeit und dem frühen Mittelalter. In didaktisch ansprechender Weise wird außerdem die Geschichte der römischen Thermen dokumentiert. Das Museum von Terra Amata beweist, dass es zwar Griechen waren, die Nizza einst gründeten. Doch schon viele Jahrtausende vorher lebten hier Menschen, wenn auch noch nicht in städtischen Siedlungen. Das Museum befindet sich oberhalb des alten Hafens von Nizza. Es beherbergt einzigartige prähistorische Fundstücke wie Knochen und Werkzeuge, die mit zu den ältesten in Europa zählen. Sie wurden 1873 an Ort und Stelle entdeckt. Wenige Kilometer östlich von Nizza liegt in dem Küstenort Beaulieu-sur-Mer direkt am Meer die Villa Kérylos. Der französische Altertumsforscher Théodore Reinach baute sich hier Anfang des 20. Jhs. detailgetreu sein antikes Traumhaus. Von hier bietet sich ein wunderschöner Blick auf das Meer. Pate stand bei diesem Haus der Typus des Peristylhauses im Stil der hellenistischen Epoche. Der Besuch der Villa bietet die Gelegenheit, sich mit antiker Villenarchitektur und deren Rezeption in der Neuzeit vertraut zu machen. Rückfahrt nach Menton und Abendessen im Hotel.
3. Tag: Menton – La Turbie – Fréjus – Nimes (F).
Weit oberhalb von Monaco thront der Ort La Turbie. Hier wurde am Ende des 1. Jhs v. Chr., auf dem höchsten Punkt der Via Iulia Augusta, ein einst 50 m hohes Siegesmonument errichtet, das an den Sieg des Kaisers Augustus über die Alpenvölker erinnerte (Tropaeum Alpium) und das in seiner rekonstruierten Form ein einzigartiges Dokument römischer Triumphal-Architektur darstellt. Der Alpenfeldzug von 16/15 v. Chr. diente der Vorbereitung einer Offensive in Germanien, die mit der Schlacht im Teutoburger Wald endete. Das Monument zierte eine Inschrift mit einer Auflistung von 46 Stämmen aus dem Alpenraum, die während des Feldzuges besiegt und unterworfen wurden. Nach Angaben in literarischen Quellen (Plinius der Ältere) konnte der Text der Inschrift rekonstruiert werden. Innerhalb des Monuments befindet sich ein kleines Museum, das über die Geschichte des Tropaeums Auskunft gibt. Weiterfahrt nach Fréjus. Die Stadt hieß in der Römerzeit Forum Iulii. Kein Geringerer als der Feldherr und spätere Diktator Iulius Caesar richtete hier direkt an der Küste einen in der Zeit der römischen Herrschaft stark frequentierten Marktort ein, der sich zu einem überregionalen Verkehrsknotenpunkt entwickelte. Die auch heute noch lebhafte Stadt wartet mit einer Reihe bedeutender archäologischer Monumente auf. Zum Besichtigungsprogramm gehören die Reste des Aquädukts, die Thermen am Hafen („Tor der Gallier“) und das Amphitheater, das in der frühen Kaiserzeit erbaut wurde und Platz für 10.000 Besucher bot. Forum Iulii war der Geburtsort des römischen Militärkommandanten Agricola, der bei der Eroberung Britanniens eine wichtige Rolle spielte und dem sein Schwiegersohn, der berühmte Historiker Tacitus, Ende des 1. Jhs. n. Chr. mit einer Monographie ein literarisches Denkmal gesetzt hat. Weiterfahrt nach Nimes und Check-In im Hotel. Der Rest des Abends steht Ihnen zur freien Verfügung.
3 Übernachtungen: Ibis Styles Nimes Gare Centre***.
4. Tag: Nimes (F/A).
Nimes ist eine keltische Gründung und trug in der Antike den keltischen Namen Nemausus. Die Stadt lag verkehrsgünstig im unteren Tal der Rhone, in einer fruchtbaren, quellenreichen Ebene. Unter Kaiser Augustus erhielt sie den Rechtstitel einer Kolonie und erfreute sich in der Folgezeit besonderer kaiserlicher Protektion. Diese privilegierte Stellung spiegelt sich in zahlreichen erhaltenen Bauwerken aus der römischen Kaiserzeit wider. Die bedeutendsten von ihnen werden an diesem Tag besucht. La Tour Magne ist der moderne Name für ein 33 m hohes Bauwerk, das aus der Zeit des Augustus stammt und über dessen Funktion in der Forschung verschiedene Optionen diskutiert werden. Das Angebot reicht von Siegesdenkmal über Wachturm und Heiligtum bis hin zu Mausoleum. Die Besichtigung vor Ort bietet Gelegenheit, sich in dieser Frage Klarheit zu verschaffen. Die Maison Carrée zählt zu den besterhaltenen Tempeln aus der frühen Kaiserzeit. Architektonisch repräsentiert das Bauwerk den Typus des Podiumstempels. Von der Funktion her handelt es sich um einen Ehrentempel für Lucius und Gaius Caesar, die früh verstorbenen Enkel und Adoptivsöhne des Kaisers Augustus. Das Amphitheater von Nimes wurde am Ende des 1. Jhs. n. Chr. erbaut. Es fasste 25.000 Zuschauer und orientierte sich in der baulichen Gestaltung am zwei Jahrzehnte zuvor eingeweihten Kolosseum in Rom. Den krönenden Abschluss des Tages bildet der Besuch des neuen, im Juni 2018 eröffneten Römermuseums. Es befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Amphitheater und integriert in seine Architektur die alte römische Stadtmauer. Die Exponate decken einen zeitlichen Bogen vom 7. Jh. v. Chr. bis ins Mittelalter ab.
5. Tag: 5. Tag: Arles (F).
Auch Arles ist eine keltische Gründung. Der antike Name lautete Arelate. Wie Nimes wurde die Stadt durch Iulius Caesar zu einer römischen Kolonie. Sie markierte den westlichen Endpunkt der Via Iulia Augusta. Unter Augustus erfolgte eine planmäßige Neugestaltung der Stadtanlage. Das Amphitheater, das am Anfang des Besichtigungsprogramms steht, wurde gegen Ende des 1. Jhs. n. Chr. erbaut. Mehr als 25.000 Zuschauer fanden auf den Rängen Platz, um den Gladiatorenspielen beizuwohnen. Bis zur Mitte des 6. Jhs. blieb das Amphitheater in Betrieb. Danach wurde es zu einem Areal mit Wohnhäusern umgebaut. In der Mitte des 19. Jhs. wurde der ursprüngliche Bauzustand wiederhergestellt. Das römische Theater, gebaut für 10.000 Besucher, ist der Fundort der berühmten Venus von Arles, die heute zu den Attraktionen im Pariser Louvre gehört. Das Theater wurde in der Zeit des Kaisers Augustus gebaut. In den unruhigen Zeiten der Völkerwanderung wurde es in eine Festung umgebaut. Ein Teil der Galerie des Zuschauerraums diente als Wachturm (Tour Roland) und wurde auf diese Weise konserviert. Ein architektonisches und technisches Glanzstück ist der mit Tonnengewölben gedeckte Kryptoportikus unterhalb des ehemaligen Forums, der aus den 40er Jahren des 1. Jhs. v. Chr. stammt. Sie dienten den Römern wahrscheinlich als Vorratsräume, insbesondere für Getreide, das für den Export bestimmt war. Rückfahrt nach Nimes und Abend zur freien Verfügung.
6. Tag: Nimes – Fontvieille – Roquepertuse – Marseille (F/A).
Ein wahres Wunderwerk römischer Technik und Logistik sind die Mühlen von Barbegal. Der im 3. Jh. n. Chr. entstandene Komplex umfasste 16 kaskadenartig angelegte Mühlen. Die Mühlräder erhielten ihr Wasser durch zwei Aquädukte. Die Anlage, die zur Versorgung des antiken Arles diente, war bis zum 5. Jh. in Betrieb. In die Welt der Kelten führt der anschließende Besuch von Roquepertuse. Dies ist der Name jenes Ortes, bei dem sich in der Antike eine bedeutende keltische Siedlung befand. Kern der Siedlung war ein zentrales Heiligtum, das im 2. Jh. v. Chr. von den Römern zerstört und 1860 wiederentdeckt wurde. Die Fundstücke sind im Museum der Mittelmeerarchäologie in Marseille ausgestellt, dessen Besuch für den nächsten Tag auf dem Programm steht. Fahrt zurück nach Marseille und damit Rückkehr zum Ausgangspunkt der Reise.
Übernachtung: Ibis Marseille Gare Saint Charles***.
7. Tag: Marseille – Frankfurt (F/M).
Vormittags Besuch des 1995 eröffneten Museums der Mittelmeerarchäologie (Musée d'Archéologie Méditerranéenne) mit bedeutenden Exponaten aus dem gesamten Mittelmeerraum. Berühmt ist die ägyptische Sammlung, die auf den in Marseille verstorbenen Mediziner Antoine Clot zurückgeht. Wichtig sind die Funde aus der keltischen Siedlung von Roquepertuse. Ein Türsturz mit ovalen Nischen zur Anbringung von Köpfen dokumentiert den keltischen Schädelkult. Der Alte Hafen blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück. Hier landeten um 600 v. Chr. die ersten griechischen Siedler aus Phokaia, die sich von Kleinasien aus auf den langen Weg gemacht hatten, um eine neue Heimat zu finden. Zur Sicherung des Hafens wurde im Mittelalter das Fort St-Nicolas errichtet, das im 17. Jh. unter König Ludwig XIV. seine heutige Gestalt erhielt. Das römische Dock-Museum, 1963 eröffnet und 1987 renoviert, präsentiert Produkte und Inventar des kommerziellen Hafenbetriebes aus der Römerzeit. Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden 30 große Tongefäße, in denen Wein und Oliven gelagert wurden. Einen Mittagssnack nehmen Sie heute in einem lokalen Restaurant ein. Am Nachmittag Transfer zum Flughafen von Marseille für Ihren Rückflug nach Frankfurt. Dort Ankunft gegen 20.30 Uhr und individuelle Heimreise.
Zuschläge pro Person in Euro
• Bahnanreise zum Abflugort RIT-Fahrkarten
• Innerdeutsche Anschlussflüge auf Anfrage
EUR