2790EUR

Mit den Römern entlang der Donau

Archäologische Reise entlang des Donaulimes

Preise pro Person in EuroDZEZ 
03.07.2020 - 13.07.2020fester TerminDZ: 2.790EZ: 3.230 Merken Anfragen
Zuschläge pro Person in Euro

Anreise zum Abfahrtsort auf Anfrage
Webcode: 36337
ab € 2.790,-

Auf einen Blick

  • 11 Tage Studienreise ab/bis München
  • Österreich, Slowakei und Ungarn in einer Reise
  • Bootsfahrt auf der Donau
  • Studienreiseleitung Dr. Frauke Sonnabend und Prof. Dr. Holger Sonnabend

Unsere Flugempfehlung

Sie fliegen mit:

Airline: Lufthansa

Mögliche Abflughäfen: München

Eingeschlossene Leistungen

  • Linienflug Budapest - München mit Lufthansa
  • Flughafensteuern, Gebühren und aktuell gültige Treibstoffzuschläge (Stand August 2019)
  • Rundreise im Reisebus ab München/bis Budapest
  • Transfers, Ausflüge, Besichtigungen lt. Reiseprogramm
  • Eintrittsgelder lt. Reiseprogramm
  • 10 Übernachtungen in den im Reiseprogramm genannten Hotels o.ä. in Zimmern mit Bad oder Dusche/WC
  • Mahlzeiten lt. Reiseprogramm (F = Frühstück, A = Abendessen)
  • 1 aktuelle Reiseliteratur pro Zimmer
  • Deutschsprechende Reisebegleitung ab München/bis Flughafen Budapest
  • Studienreiseleitung ab/bis München: Dr. Frauke Sonnabend und Prof. Dr. Holger Sonnabend

Nicht eingeschlossen

Persönliche Ausgaben, weitere Mahlzeiten, Getränke, Reiseversicherungen, optionale Ausflüge und Trinkgelder.

Teilnehmer

Bis 8 Wochen vor Reisebeginn zu erreichende Teilnehmerzahl: min. 20, max. 28 Personen

Die Grenzen des Römischen Reiches orientierten sich an großen Flüssen und Strömen. Im Norden markierte in der Kaiserzeit die Donau den Vorposten römischer Herrschaft. Diese außergewöhnliche Reise führt durch Österreich und die Slowakei bis nach Ungarn, immer entlang der Donau, und präsentiert dabei die wichtigsten Siedlungen, Kastelle und Militäranlagen aus der Römerzeit. Zahlreiche traditionsreiche, aber auch neugestaltete, moderne Museen bieten die Gelegenheit, sich mit dem Alltag und der bewegten Geschichte des römischen Donaulimes vertraut zu machen. Vier Jahrhunderte römische Präsenz an der Grenze, von den Anfängen bis zum Ende im Zuge der Völkerwanderung, werden eindrucksvoll vorgestellt.

Reiseleitung: Dr. Frauke Sonnabend und Prof. Dr. Holger Sonnabend ab/bis München und zusätzliche lokale deutschsprechende Reiseleitung ab München/bis Flughafen Budapest

Reise ab/bis: München

Reiseverlauf (Änderungen vorbehalten)

1. Tag: München – Oberranna – Schlögen – Linz (A).

Am frühen Vormittag startet Ihre Reise am Busterminal des Flughafen Münchens. Von hier geht es gemeinsam mit Ihren Reiseleitern Frau Dr. Frauke Sonnabend und Herr Prof. Dr. Sonnabend sowie einer lokalen Reiseleitung im Bus in Richtung Österreich. Das Kastell von Oberranna und der Römerpark Schlögen waren Teil
der oberösterreichischen Landesausstellung 2018 mit dem Titel „Die Rückkehr der Legionen“. Die spätantike Anlage von Oberranna wurde erst 2017 vollständig freigelegt. Der dem spätantiken Typus des Burgus gleichende Bau gibt einen hervorragenden Einblick in die Organisation der Grenzverteidigung an der Donau. Der Römerpark Schlögen, in landschaftlich attraktiver Lage an der Schlögener Schlinge, weist die Spuren eines Kastells und einer Zivilsiedlung sowie ein für die Landesausstellung mit großem Aufwand restauriertes Badgebäude auf. Nach der Besichtigung Transfer zu Ihrem Hotel in Linz.

2 Übernachtungen: Courtyard by Marriott Linz****.

2. Tag: Ausflug Enns mit Lorch (F).

Sie unternehmen einen Ausflug nach Enns. Die Stadt trug in der Römerzeit den Namen Lauriacum und liegt am Mündungsgebiet des gleichnamigen Flusses in die Donau. In der Antike war hier ein wichtiger Umschlagplatz für Eisen und Salz. Im 2. Jh. n. Chr. wurde Lauriacum zum Standort einer römischen Legion. Das Christentum fasste schnell Fuß, in der Spätantike war es Bischofssitz. Das Museum Lauriacum bietet in moderner Aufmachung eine Vielzahl herausragender Exponate, die das zivile und militärische Leben an der Donau dokumentieren. Für die Landesausstellung 2018 wurde das Museum, das in einem spätgotischen Bau am Hauptplatz untergebracht ist und früher als Rathaus diente, komplett umgebaut und modernisiert. Im Stadtteil Lorch befindet sich die römisch-katholische Basilika St. Laurentius. Unterhalb der Kirche kann man die beeindruckenden Reste von Vorgängerbauten bewundern. So beherbergt die Krypta der Kirche die restaurierten Reste eines römischen Hauses aus dem 2. Jh. n. Chr. und einer frühchristlichen Basilika aus dem 5. Jh.

3. Tag: Linz – Zeiselmauer – Wien (F/A).

Kurz vor Wien erreichen Sie die kleine Gemeinde Zeiselmauer. Für die Römer hatte der Ort eine wichtige Funktion im Rahmen des Grenz- und Verteidigungssystems an der Donau. Das mehrfach erweiterte Kastell war vom 1. bis zum 5. Jh. n. Chr. vorübergehende Heimat unterschiedlicher Truppeneinheiten. Die erhaltenen Reste sind imposant, in ganz Österreich gibt es, was die Zeit der Spätantike angeht, keinen vergleichbaren Erhaltungszustand. Weiterfahrt nach Wien, dem antiken Vindobona, seit dem späten 1. Jh. n. Chr. Standort einer Legion und einer Zivilsiedlung. Vindobona war eine der größten römischen Städte an der Donau. Hier lebten zeitweise 30.000 Menschen. Bei einem Stadtrundgang gehen Sie auf Entdeckungstour und besuchen Plätze und Orte, die noch heute von jener Zeit zeugen, als Wien von den Römern beherrscht wurde.

2 Übernachtungen: Ibis Wien Mariahilf***.

4. Tag: Wien (F).

Besuch des Ephesos-Museums, das zum Bestand der Antikensammlung im Kunsthistorischen Museum von Wien gehört. Die antike Stadt Ephesos an der Westküste der Türkei ist seit dem Ende des 19. Jhs. eine der Domänen der österreichischen Altertumswissenschaft. 1895 legten Archäologen erstmals die Ruinen der Stadt frei, die in griechischer, römischer und byzantinischer Zeit eine der wichtigsten Metropolen der antiken Welt und zudem eine der Hochburgen des frühen Christentums war. Glanzlichter des Museums sind das Partherdenkmal, die Bronzestatue eines Athleten und der Knabe mit der Fuchsgans. Bei diesem Meisterwerk handelt es sich um die römische Kopie eines Originals aus hellenistischer Zeit. Danach treten Sie ein in den Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek am Josefsplatz. Die ehemalige Kaiserliche Hofbibliothek wurde 1723 bis 1726 unter Kaiser Karl VI. erbaut. Die Sammlung besteht aus 200.000 Büchern. Von besonderem Interesse ist die Tabula Peutingeriana, eine spätantike römische Straßenkarte in einer mittelalterlichen Kopie. Anschließend geht es in das 2008 eröffnete Römermuseum. Das Museum befindet sich über den Ruinen des Legionslagers von Vindobona. Im Untergeschoss können Teile der Tribünenhäuser des Lagers bewundert werden. Die Exponate der Dauerausstellung vermitteln einen instruktiven Einblick in das Alltagsleben der Soldaten und der Zivilbevölkerung.

5. Tag: Wien – Carnuntum – Bad Deutschaltenburg – Kastell Gerulate – Györ (F/A).

Weiterfahrt nach Carnuntum bei Deutsch-Altenburg und Petronell. An der Schnittstelle der von Aquileia kommenden, zur Ostsee führenden Bernsteinstraße und der Donautalstraße errichteten die Römer ein wichtiges Legionslager. In Carnuntum waren auch die römische Donauflotte und diverse Hilfstruppen stationiert. In den Kriegen gegen die Markomannen im 2. Jh. n. Chr. war Carnuntum Hauptquartier des Kaisers Mark Aurel, der hier einen Teil seiner berühmten „Selbstbetrachtungen“ schrieb. Vom Legionslager und der angrenzenden Zivilstadt sind noch imposante Reste erhalten. So gab es auf dem Areal zwei Amphitheater, eines für die Soldaten und ein zweites für die Zivilbevölkerung. Eindrucksvoll sind auch die Ruinen der Thermen, die um 300 n. Chr. in einen repräsentativen Bau umgewandelt wurden. Das „Heidentor“ aus dem 4. Jh. liegt südlich der Zivilstadt und gibt, was seine Funktion angeht, bis heute Anlass zu vielen Spekulationen. Weiter geht die Fahrt Richtung Osten. Auf dem Boden der heutigen Slowakei liegt das Kastell Gerulata. In der Zeit der Römer war es Bestandteil der römischen Provinz Pannonia Superior. Die archäologischen Überreste befinden sich in einem Stadtteil von Bratislava. Zwischen dem 2. und 4. Jh. waren in Gerulata verschiedene militärische Einheiten stationiert. Ihre Aufgabe war die Kontrolle einer Furt, die an dieser Stelle die Überquerung der Donau ermöglichte. Die Fundsituation ist sehr günstig, erhalten sind Reste des Kastells mit einer Ofenanlage, einem Tempel und von Wohngebäuden aus der Spätantike. Am Abend erreichen Sie in Ungarn ihr Hotel.

2 Übernachtungen: Hotel Raba City Center Györ***.

6. Tag: Ausflug Legionslager Brigetio, Burg Tata, Kastell Arrabona (F).

Das heutige Staatsgebiet Ungarns umfasst bei den Römern die Provinzen Pannonia Inferior und Pannonia Superior. Im Nordosten der „unteren Pannonia“ legten die Römer im 1. Jh. n. Chr. das Legionslager Brigetio an. Auch hier entstand bald eine bedeutende Zivilstadt. Ein einschneidendes historisches Ereignis, das auf dem Boden von Bregetio stattfand, war 375 der Tod des Kaisers Valentinian I., der bei Verhandlungen mit dem germanischen Volk der Quaden einen Schlaganfall erlitt und starb. Aufgrund umfangreicher Funde und Überreste ist Brigetio ein Aushängeschild der provinzialrömischen Archäologie in Ungarn. Herausragend ist ein Heiligtum für den in der Kaiserzeit auch im Westen des Imperiums sehr populären Gott Jupiter-Dolichenus. Nach der Besichtigung von Brigetio geht es zur Burg Tata, einer zwischen 1397 und 1409 errichteten Festungsanlage. Die Burg beherbergt ein historisches Museum, das auch wichtige Funde aus der Römerzeit präsentiert. Den Abschluss dieses Tages bildet die Besichtigung des Kastells Arrabona. Zwischen dem 1. und 4. Jh. sicherten römische Truppen von hier aus den Limes an der mittleren Donau. Die archäologischen Überreste befinden sich auf dem Gebiet der modernen Stadt Györ.

7. Tag: Györ – Arpas Sopron – Szombathely (F/A).

Erster Programmpunkt ist ein Stopp bei der ungarischen Gemeinde Arpas. In der Antike lag hier das Areal der römischen Stadt Mursella. Der Ort hatte eine wichtige Funktion als Straßenstation. In den letzten Jahren fanden hier geophysikalische und geoarchäologische Untersuchungen statt. Weiterfahrt nach Sopron. Aus einer keltischen Vorgängersiedlung ging hier zu Beginn des 1. Jhs. n. Chr. die römische Stadt Scarbantia hervor. Erhalten oder nachgewiesen sind Forum, Amphitheater, Mauerring und Nekropolen. Das Museum von Sopron bietet eine Abteilung römischer Steindenkmäler (Lapidarium). Dazu gehören Inschriften von den Nekropolen, aber auch Götterstatuen wie die kapitolinische Trias aus Iuppiter, Juno und Minerva. Anschließend Weiterfahrt nach Szombathely.

Übernachtung: Park Hotel Pelikán****.

8. Tag: Szombathely – Balaton – Budapest (F/A).

Savaria (heute Szombathely in Westungarn) gehörte, dank seiner Lage an der Bernsteinstraße, die hier Aquileia mit Carnuntum verband, zu den wirtschaftlich leistungskräftigsten Römerstädten an der Donau. Es fungierte in dieser Region nicht nur als Verkehrszentrum, sondern auch als Verwaltungsmittelpunkt. Zu besichtigen ist ein Teil der Bernsteinstraße, die innerhalb der römischen Stadt als Nord-Süd-Hauptstraße fungierte. Erhalten sind aus diesem Fundkomplex auch einige Meilensteine. Im Eingangsbereich des zum Grabungsgelände gehörenden Archäologischen Museums ist eine Rekonstruktion eines Tempels aufgestellt, welcher der ägyptischen Göttin Isis geweiht war. Die bereits 1904 entdeckte Villa Romana Balaca in Nemesvámos vermittelt einen ausgezeichneten Eindruck von gehobener Wohnkultur an der Grenze des Römischen Reiches. Die wohlhabenden Besitzer konnten sich Wandgemälde, Mosaikfußböden und Stuckgesimse und viele andere Luxusobjekte leisten. Zwischen dem Balaton (Plattensee) und Budapest liegt das „Ungarische Pompeji“ Gursium. Gegründet als Militärstation zur Kontrolle der Straßen und der Donau, entwickelte sich Gursium im 2. Jh. n. Chr. zu einer blühenden Zivilsiedlung mit üppiger urbaner Ausstattung. Davon zeugen im Archäologischen Park prächtige Stadtmauern, Tore, von Kolonnaden flankierte, breite Straßen, Läden, Foren und Tempel. In der Spätantike kamen christliche Basiliken hinzu. Am Abend erreichen Sie Budapest.

3 Übernachtungen: Ibis Budapest City***.

9. Tag: 9. Tag: Budapest (F).

Aquincum war die antike Vorgängerstadt der heutigen ungarischen Hauptstadt Budapest. Ihrer Besichtigung widmen wir den ganzen Tag. Seit Beginn des 2. Jhs. n. Chr. war Aquincum Hauptstadt der Provinz Pannonia Inferior und damit auch Sitz des römischen Statthalters. Neben der Zivilstadt gab es ein Legionslager mit einer eigenen Vorstadt, auf der anderen Seite der Donau einen als Contra Aquincum bezeichneten militärischen Vorposten. Wirtschaftlicher Erfolg ermöglichte den meisten Bewohnern, deren Zahl in der Blütezeit 50 – 60.000 betrug, einen hohen Lebensstandard, der sich in den erhaltenen Resten der öffentlichen und privaten Bauten widerspiegelt. Amphitheater, Thermen, Wasserleitungen und Kanalisation waren Ausdruck dieser hohen Standards. Das sehenswerte, bereits 1894 gegründete Museum liegt direkt auf dem Territorium der ehemaligen Zivilstadt Aquincum. Eine seiner Attraktionen sind die Funde aus einem Heiligtum des Mithras. Am Nachmittag Bootsfahrt auf der Donau. Der Abend steht zur freien Verfügung.

10. Tag: Ausflug Visegrad (F/A).

Den Abschluss der Reise entlang der Donau bildet die ungarische Stadt Visegrad, 40 Kilometer nördlich von Budapest. Wahrzeichen der Stadt ist die hoch gelegene Zitadelle aus dem 13. Jh., seit dem 14. Jh. Residenz der ungarischen Könige. Besuch des Kleinkastells Visegrad-Gizellamajor, das sich oberhalb des Donauknies befindet. Von hier aus bewachten in der Spätantike römische Soldaten die Reichsgrenze. Der stark fortifikatorische Charakter der Anlage, die im 4. Jh. unter der Regierung des Kaisers Constantius II. entstand, zeigt das Ausmaß der Bedrohung der Grenze im Zuge der spätantiken Völkerwanderungen an. Am Abend nehmen Sie ein letztes gemeinsames Abendessen ein.

11. Tag: Budapest – München (F).

Im Laufe des Vormittages Transfer zum Flughafen für Ihren Rückflug nach München. Dort Ankunft gegen 14.30 Uhr und individuelle Heimreise.

Gut zu wissen

Bei dieser Reise in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Antike Welt kann kein Frühbucherrabatt gewährt werden.

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