SerbienAuf den Spuren einer reichen Vergangenheit

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pro Person
21.08.2019 - 30.08.2019 fester Termin Anfrage Merkliste2.3602.705
Webcode: 33837
ab € 2.360,-

Auf einen Blick

  • 10 Tage Studienreise ab/bis Frankfurt
  • Einblick in die beeindruckende Geschichte Serbiens
  • Donauschifffahrt durch die Djerdabschlucht
  • Studienreiseleitung Dr. Frauke Sonnabend und Prof. Dr. Holger Sonnabend

Unsere Flugempfehlung

Sie fliegen mit:

Airline: Lufthansa

Mögliche Abflughäfen: Frankfurt

Eingeschlossene Leistungen

  • Linienflüge ab/bis Frankfurt mit Lufthansa
  • Flughafensteuern, Gebühren und aktuell gültige Treibstoffzuschläge (Stand Oktober 2018)
  • Rundreise im Reisebus
  • Transfers, Ausflüge, Besichtigungen lt. Reiseprogramm
  • Eintrittsgelder lt. Reiseprogramm
  • 9 Übernachtungen in den im Reiseprogramm genannten Hotels o.ä. in Zimmern mit Bad oder Dusche/WC
  • Mahlzeiten lt. Reiseprogramm (F = Frühstück, M = Mittagessen, A = Abendessen)
  • 1 aktueller Reiseführer Serbien pro Zimmer
  • Deutschsprechende Reisebegleitung ab/bis Flughafen Belgrad

Nicht eingeschlossen

    Persönliche Ausgaben wie weitere Mahlzeiten, Getränke, Reiseversicherung, optionale Ausflüge und Trinkgelder.
Serbien ist ein Land mit einer reichen Vergangenheit, einer Fülle beeindruckender historischer Monumente und einer faszinierenden Landschaft. In den letzten Jahren haben intensive archäologische Forschungen, umfassende Aktivitäten der Denkmalpflege, die moderne Ausgestaltung von Museen und die Entwicklung einer touristischen Infrastruktur dafür gesorgt, dass die Kulturschätze des Landes unter sehr guten Rahmenbedingungen erforscht werden können. Der zeitliche Bogen erstreckt sich von den prähistorischen Kulturen über die Römer und die mittelalterlichen Serben bis hin zu den türkischen Osmanen. Einen Höhepunkt bildet eine Fahrt auf der Donau zum Eisernen Tor, direkt entlang der Grenze Serbiens zu Rumänien.
Reiseleitung: Frau Dr. Frauke Sonnabend und Herr Prof. Dr. Holger Sonnabend ab/bis Frankfurt und zusätzliche deutschsprechende Reiseleitung ab/bis Flughafen Belgrad.
Reise ab/bis: Frankfurt
Teilnehmer
Bis 4 Wochen vor Reisebeginn zu erreichende Teilnehmerzahl: min. 20, max. 28 Personen
Gut zu wissen Bei dieser Reise in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift "Antike Welt" kann kein Frühbucher-Rabatt gewährt werden.
Reiseprogramm: Reiseprogramm (Änderungen vorbehalten)
Reiseverlauf(Änderungen vorbehalten)
1. Tag: Frankfurt – Belgrad (A).
Am Vormittag fliegen Sie mit Lufthansa von Frankfurt nach Belgrad. Dort Ankunft gegen 13 Uhr und Transfer vom Flughafen ins Hotel zum Check-In. Danach steht die historische Festung Kalemegdan auf dem Programm. Der Burgberg von Belgrad diente in Antike, Mittelalter und Neuzeit als Bollwerk der Stadt. Daneben befand sich, an der Mündung der Save in die Donau, die römische Stadt Singidunum, als Vorläufer der heutigen serbischen Hauptstadt. Hier war die 4. Legion mit dem Beinamen Flavia Felix stationiert. Ihre Aufgabe war die Sicherung des Donaulimes. Erhalten sind Teile des Lagers und eine Nekropole. Die Altstadt von Belgrad ist am Verlauf der Straßen in der alten römischen Zivilsiedlung orientiert. Auch der Platz, an dem sich einst das römische Forum befand, lässt sich im Stadtbild noch gut erkennen.
3 Übernachtungen: Design Hotel Astoria****.
2. Tag: Ausflug Sremska Mitrovica (F/M).
Die Stadt Sremska Mitrovica, 75 Kilometer westlich von Belgrad, ist die moderne Nachfolgesiedlung der römischen Stadt Sirmium. Sie gehörte in der Antike zu den wichtigsten Metropolen auf dem Balkan. Aus einem Militärstützpunkt entwickelte sich eine blühende Handelsstadt. Erst Verwaltungsmittelpunkt, wurde Sirmium in der Spätantike Kaiserresidenz. Hier wurde Kaiser Decius geboren, der das römische Reich von 249 bis 251 regierte. Der Reichtum Sirmiums fand seinen Ausdruck in prächtigen Palästen und Wohnhäusern. Viele herausragende Monumente und archäologische Zeugnisse dokumentieren eindrucksvoll das Leben in dieser Perle römischer Urbanität. Dazu gehören die Reste des Kaiserpalastes, eine christliche Basilika, ein Getreidespeicher und das Hippodrom. Das Museum von Mitrovica präsentiert wunderschöne Fresken und Mosaike. Das Mittagsessen nehmen Sie heute im Etnodorf Drache von Nocai ein. Anschließend Rückkehr nach Belgrad.
3. Tag: Ausflug Novi Sad und Bac (F/A).
Fahrt nach Novi Becej. Etwas nördlich der Stadt an der Theiß liegt die Kirche von Araca. Um 1228 wurde das romanische Gotteshaus auf einem Vorgängerbau aus dem 11. Jh. gebaut. Die dreischiffige Basilika war Teil eines benediktinischen Klosters. Im 16. Jh. von den Osmanen zerstört, blieb die Kirche bis heute eine gleichwohl imposante Ruine. Weiterfahrt nach Novi Sad, der nach Belgrad zweitgrößten Stadt in Serbien. Besuch des Vojvodina-Museums, das eine beeindruckende Sammlung von archäologischen Funden und historischen Exponaten aus der Region beherbergt. Zu den Attraktionen gehören drei römische Goldhelme aus dem 4. Jh. Nach der Besichtigung der Altstadt von Novi Sad geht es weiter nach Bac. Die Festung aus dem 14. Jh. zählt zu den am besten erhaltenen spätmittelalterlichen Bauten in Serbien. Einmalig ist die topographische Lage: Die Burg befindet sich mitten auf der Insel eines heute ausgetrockneten Flusses.
4. Tag: Belgrad – Vinca – Smederevo – Gornjak – Niš (F/A).
Die erste Station des heutigen Tages ist der Vinca-Kultur gewidmet. Benannt ist sie nach einem Fundort in der Nähe von Belgrad, am rechten Ufer der Donau. Sie breitete sich vor 7.000 Jahren auf dem Balkan aus und repräsentiert eine hoch entwickelte Stufe prähistorischer Zivilisationen. Grundlage des Reichtums der neolithischen Bewohner von Vinca war der Abbau von Kupfer. Zudem verfügten sie über eine Vorform der Linearschrift. Wichtige Objekte dieser Zeit werden im Museum von Vinca gezeigt. Weiter geht es nach Smederevo. Am Zusammenfluss von Jezava und Donau liegt eine der historisch bedeutendsten Festungen des Landes. Sie diente als Bollwerk gegen die Türken und wurde 1459 von den Eroberern eingenommen. Die Besichtigung vermittelt einen ausgezeichneten Eindruck von den gewaltigen Dimensionen der Anlage, die von 25 über 20 m hohen Türmen flankiert wurde. Über die Stadt Despotovac erreichen wir das am Ende des 13. Jhs. gestiftete Kloster Vitovnica. Das Kloster Gornjak befindet sich in landschaftlich atemberaubender Lage, umgeben von steil aufragenden Felswänden. Es wurde 1379 von dem serbischen Fürsten Lazar gestiftet, der zehn Jahre später die entscheidende „Schlacht auf dem Amselfeld“ gegen die türkischen Osmanen verlor.
2 Übernachtungen: New City Hotel****.
5. Tag: Niš – Prokuplje – Djavolja Varoš – Justiana Pirma – Niš (F/A).
Dieser Tag führt zunächst nach Prokuplje. Der Teilort Plocnik hat eine Besonderheit zu bieten: Hier entdeckten Archäologen eine prähistorische Siedlung, deren Bewohner als frühe Experten der Metallverarbeitung gelten können. Sie verwendeten Werkzeuge und Geräte aus Kupfer, die zu den ältesten, bisher bekannten Objekten zählen, die einer Prozedur der Verhüttung unterzogen wurden. Nächstes Besichtigungsziel ist das Naturreservat Djavolja Varos, seit 1995 offiziell Naturdenkmal. Die über 200 Erdpyramiden, aus Erosion hervorgegangen, bieten ein einzigartiges Landschaftserlebnis. Das Nationalmuseum in Leskovac bietet anschließend Gelegenheit, sich mit historisch und kulturell bedeutsamen Artefakten von der Antike bis in die Gegenwart vertraut zu machen. Den krönenden Abschluss dieses Tages bildet die Besichtigung von Iustiniana Prima. Der Name leitet sich vom oströmischen Kaiser Iustinian ab, der hier um 482 geboren wurde. Nachdem Iustinian die Herrschaft übernommen hatte, baute er seine Heimatstadt zu einem Verwaltungszentrum und zu einem Mittelpunkt der orthodoxen Kirche aus. Zugleich wurde die Stadt erweitert und mit einer regelmäßigen Anlage von Straßen und Plätzen versehen. Imposant sind die noch heute sichtbaren Überreste dieser Perle spätantiker Urbanität: Akropolis, Straßen mit Arkaden, eine Bischofskirche und mehrstöckige Häuser vermitteln einen nachhaltigen Eindruck einstiger Pracht. 631 wurde die Stadt zerstört. Die Funde sind in den Nationalmuseen von Leskovac und Belgrad aufbewahrt, die beide auf dem Programm dieser Reise stehen.
6. Tag: Niš – Mediana – Knjaževac – Timacus Minus – Zaječar – Borsko Jezero (F/A).
Niš hat für die Römische Geschichte eine besondere Bedeutung: Hier wurde um 275 der spätere Kaiser Konstantin der Große geboren. Zu diesem Zeitpunkt hieß die Stadt Naissus. Einst von Thrakern gegründet, diente sie den Römern seit dem 1. Jh. als Militär- und Handelsstützpunkt. Konstantin stattete seinen Geburtsort mit prächtigen Bauten aus. Die Reste der antiken Stadt befinden sich unterhalb der Festung von Niš. Dazu gehört die von Konstantin gegründete und luxuriös gestaltete Residenz von Mediana. Von historischem und künstlerischem Wert sind hier insbesondere die zahlreichen Mosaike. 2013 feierten die Serben in Niš das 1.700-jährige Jubiläum des „Ediktes von Mailand“, mit dem Konstantin den Christen den Weg zu einer erlaubten und privilegierten Religion ebnete. In der Nähe von Knjaževac liegt mit dem antiken Ort Timacum Minus die älteste, von den Römern installierte Militäranlage. Sie ist auf das 1. Jh. n. Chr. zu datieren. Im Museum von Knjaževac sind Teile der Funde wie Geschirr, Ornamente und Bronzestatuen aufbewahrt. Eine weitere wichtige Ausgrabungsstätte befindet sich bei Gamzigrad, unweit der Stadt Zaječar. Felix Romuliana ist der Name eines antiken Ortes, wo der römische Kaiser Galerius zu Beginn des 4. Jhs. eine Residenz einrichtete, die er nach seiner Mutter Romulia benannte. Die Stadt hatte durch massive Mauern und zahlreiche Türme nach außen hin einen wehrhaften Charakter. Im Innern entfalteten der Kaiser und seine Architekten imperiales Flair auf höchstem Niveau. Davon zeugen neben den öffentlichen Bauten die Mosaiken, Fresken und Skulpturen. Die schönsten Mosaike sind im Museum von Zaječar zu sehen, ebenso wie ein aus Porphyr gestaltetes Porträt des kaiserlichen Bauherrn Galerius. Felix Romuliana gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Anschließend Fahrt zum Borsko-See.
Übernachtung: Hotel Jezero****.
7. Tag: Borsko Jezero – Rudna Glava - Rajačke pivnica – Kladovo (F/A).
Fahrt nach Majdanpek. Die Stadt ist für ihre reichhaltigen Kupfervorkommen bekannt. Wie ein Besuch im Ortsteil Rudna Glava zeigt, sind Bodenschätze traditionell ein wichtiger Wirtschaftszweig in der Region gewesen. Die Verarbeitung von Metall wurde hier bereits im 5. Jahrtausend v. Chr. betrieben. Weiterfahrt über Negotin zum pittoresken Weindorf Rajačke pivnica. Der Wein spielte hier bereits in der Zeit der Römer eine wichtige Rolle. Besichtigung des alten Friedhofes mit Grabsteinen aus dem 17. und 18. Jh. Natürlich wird auch nicht die Gelegenheit ausgelassen, bei einer kleinen Weinprobe vom berühmten Negotin-Wein zu kosten.
2 Übernachtungen: Hotel Aquastar****.
8. Tag: Ausflug Diana – Djerdapschlucht – Lepenski Vir (F/A).
Der Tag beginnt mit der Erkundung der an historisch bedeutsamen Denkmälern außerordentlich reichen Stadt Kladovo. Sie wurde von den Römern gegründet, von den Slawen ausgebaut und später von den Osmanen übernommen. Die Türken errichteten die Festung Fetislam („Schutz des Islams“) direkt am rechten Ufer der Donau. Die weit verzweigte Anlage erstreckt sich über eine Fläche von 18 Hektar und bestand aus einer größeren und einer kleineren Stadt. Die kleinere (und ältere) Stadt wurde 1524 unter Suleiman dem Prächtigen, als Basis für seine Feldzüge Richtung Westen gebaut, die 1529 mit der Belagerung von Wien endeten. Die größere Stadt entstand zwischen 1717 und 1739 und diente nun den defensiven Interessen der Türken. In die römische Zeit führt die Besichtigung der römischen Festung Diana zurück, die im 2. Jh. n. Chr. zum Schutz des Donaulimes errichtet wurde. Nach der Zerstörung durch die Hunnen wurde es im 6. Jh. unter Kaiser Iustinian neu errichtet und zu einer massiven Festungsanlage erweitert. Weiter flussabwärts ist ein Pfeiler der monumentalen Brücke erhalten, die der römische Kaiser Trajan zu Beginn des 2. Jhs. im Rahmen seines Feldzuges gegen die Daker im heutigen Rumänien konstruieren ließ. Die Brücke erreichte eine Länge von 1 km und war mit 50 Pfeilern versehen. Eine Bootsfahrt auf der Donau führt durch die Djerdapschlucht zum Eisernen Tor, einem Durchbruchstal an der Grenze Serbiens zu Rumänien. Während der Fahrt eröffnen sich Ausblicke auf zwei einzigartige Monumente. Auf der rumänischen Seite befindet sich die 55 m hohe, in den Fels gehauene Skulptur des Dakerkönigs Decebalus, als Reminiszenz an die Dakerkriege Traians. Die Statue wurde zwischen 1994 und 2004 auf Initiative eines rumänischen Geschäftsmannes gebaut. Östlich der Statue, auf serbischer Seite, ist die „Tabula Traiana“ zu erkennen. Die Inschrift wurde 100 n. Chr. von Kaiser Traian auf einer Marmortafel im Fels des Eisernen Tores angebracht. Sie dokumentiert den Bau einer Römerstraße entlang der Donau. Heute befindet sich die Tabula nicht mehr an ihrem ursprünglichen Platz: Als das Tal 1972 für ein Wasserkraftwerk geflutet werden musste, wurde die Tafel ein Stück höher versetzt und ist seitdem nur vom Fluss aus zu sehen. Den Abschluss des Tages bildet die Fahrt nach Lepenski Vir. Hier befindet sich eine archäologische Fundstätte aus dem Mesolithikum und Neolithikum. Hier entstanden bedeutende monumentale Skulpturen. Das Museum präsentiert seinen Besuchern Funde wie mit Ornamenten versehene Objekte aus Knochen und dekorative Keramik.
9. Tag: Ausflug Golubac – Ram – Viminacium – Belgrad (F/A).
Auf der Fahrt zurück nach Belgrad besichtigen wir die Festung Golubac. Sie steht auf einem Kamm der Donau am Eingang zur Djerdap-Schlucht, in einer landschaftlich außerordentlich reizvollen Lage. In ihrer heute noch sichtbaren Form stammt die Festung aus dem 14. Jh. Die nicht weniger beeindruckende Festung Ram wurde von den Osmanen gebaut. Einen weiteren Höhepunkt aus der Römerzeit vermittelt die Besichtigung der Ausgrabungen von Viminacium. Militärlager und Zivilstadt prägten das Leben über viele Jahrhunderte hinweg. Sehr gut erhalten ist das Amphitheater, das 12.000 Menschen Platz bot. Dazu kommen öffentliche Bäder, Aquädukte und Nekropolen. Die Funde sind im Museum von Pozarevac ausgestellt.
1 Übernachtung: Design Hotel Astoria****.
10. Tag: Belgrad – Frankfurt (F).
Am Morgen besuchen Sie noch das Nationalmuseum in Belgrad. Von besonderem Interesse sind hier die Funde aus den Ausgrabungen von Lepenski Vir und Vinca. Anschließend Transfer zum Flughafen für Ihren Rückflug nach Frankfurt. Dort Ankunft gegen 16 Uhr und individuelle Heimreise.
Zuschläge pro Person in Euro
• Bahnanreise zum Abflugort RIT-Fahrkarten
• Innerdeutsche Anschlussflüge auf Anfrage
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