Antikes SizilienGriechen, Karthager, Römer und Byzantiner

Merken
Drucken
Preise pro Person in EuroDoppelzimmerEinzelzimmer
pro Person
05.05.2020 - 12.05.2020 fester Termin Anfrage Merkliste2.4902.695
Webcode: 34866
ab € 2.490,-

Auf einen Blick

  • 8 Tage Studienreise ab/bis München
  • Archäologische Höhepunkte Syrakus und Segesta
  • Der beeindruckende Vulkan Ätna
  • Studienreiseleitung Dr. Frauke Sonnabend und Prof. Dr. Holger Sonnabend

Unsere Flugempfehlung

Sie fliegen mit:

Airline: Lufthansa

Mögliche Abflughäfen: München

Eingeschlossene Leistungen

  • Linienflüge ab/bis München mit Lufthansa
  • Flughafensteuern, Gebühren und aktuell gültige Treibstoffzuschläge (Stand Mai 2019)
  • Rundreise im Reisebus
  • Transfers, Ausflüge, Besichtigungen lt. Reiseprogramm
  • Eintrittsgelder lt. Reiseprogramm
  • 7 Übernachtungen in den im Reiseprogramm genannten Hotels o.ä. in Zimmer mit Bad oder Dusche/WC
  • Mahlzeiten lt. Reiseprogramm (F = Frühstück, A = Abendessen)
  • 1 aktueller Reiseführer Sizilien pro Zimmer
  • Deutschsprechende Reisebegleitung ab Flughafen Catania bis Flughafen Palermo
  • Studienreiseleitung ab/bis München: Dr. Frauke Sonnabend und Prof. Dr. Holger Sonnabend

Nicht eingeschlossen

    Persönliche Ausgaben, weitere Mahlzeiten, Getränke, Reiseversicherungen, optionale Ausflüge und Trinkgelder.
Sizilien ist nicht nur von der geographischen Ausdehnung die größte Insel im Mittelmeer. Sie bietet auch eine ungewöhnliche Fülle an Kulturen, die ihre Geschichte prägten. Auf dieser Reise dreht sich alles um die Antike, um Griechen, Karthager, Römer und Byzantiner, die der frühen Geschichte Siziliens ihren unverwechselbaren Stempel aufdrückten. Es erwarten Sie bekannte Stätten wie Taormina, Syrakus, Segesta oder die römische Villa von Piazza Armerina. Hinzu kommen weniger bekannte, aber höchst empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten aus dem reichen Schatz archäologischer Fundorte. Beide Komplexe zusammen ergeben ein eindrucksvolles Bild von der spannenden Geschichte einer auch landschaftlich faszinierenden Insel.
Reiseleitung: Dr. Frauke Sonnabend und Prof. Dr. Holger Sonnabend ab/bis München und zusätzliche lokale deutschsprechende Reiseleitung ab Flughafen Catania bis Flughafen Palermo
Reise ab/bis: München
Teilnehmer
Bis 8 Wochen vor Reisebeginn zu erreichende Teilnehmerzahl: min. 20, max. 28 Personen
Reiseverlauf(Änderungen vorbehalten)
1. Tag: München – Catania – Lentini – Catania (A).
Am frühen Vormittag Flug von München nach Catania. Die Stadt an der Ostküste Siziliens geht auf die griechische Gründung Katane, die 729 v. Chr. angelegt wurde, zurück. Damit ist Catania eine der ältesten Städte auf Sizilien. Bustransfer in die Altstadt. Besichtigung des römischen Theaters aus dem 2. Jh. n. Chr. und des unmittelbar benachbarten Odeions. Anschließend Fahrt nach Lentini, dem antiken Leontinoi. Gegründet wurde die Siedlung im selben Jahr wie Katane von griechischen Kolonisten, die zuvor bereits, nicht weit entfernt, die Stadt Naxos angelegt hatten. Nach der Eroberung Siziliens durch die Römer im 3. Jh. v. Chr. wurde die Stadt römisch. Im Ausgrabungsgelände sind die Reste der Stadtmauer, der Nekropolen und von Tempeln zu sehen. Anschließend Transfer zum Hotel in Catania.
4 Übernachtungen: Hotel Villa Romeo***.
2. Tag: Ausflug Ätna und Taormina (F/A).
Der Tag beginnt mit einer Fahrt zum Ätna. Der höchste aktive Vulkan Europas erreicht eine Höhe von 3.323 m. Von hier aus eröffnen sich grandiose Blicke auf die sizilianische Landschaft. Bereits aus der Antike sind viele Ausbrüche bezeugt. Der römische Kaiser Hadrian unternahm im 2. Jh. n. Chr. einen Aufstieg zum Gipfel, um den Sonnenaufgang zu bewundern. Nach der antiken Mythologie befand sich im Krater des Ätna die Werkstatt des griechischen Schmiedegottes Hephaistos. Vom Ätna geht es weiter nach Taormina. Hier siedelten in der Antike bereits die einheimischen Sikuler, bevor im Zuge griechischer Urbanisierungspolitik hier 396 v. Chr. eine Neugründung unter dem Namen Tauromenion stattfand. Die Hauptattraktion des Ortes ist das von den Römern im 1. Jh. n. Chr. auf den Fundamenten eines älteren Gebäudes aus dem 3. Jh. v. Chr. errichtete Theater. Von den Plätzen im weiten Zuschauerrund bietet sich ein einmaliger Blick auf die Bucht von Naxos und den Ätna, den die Menschen in der Antike nicht hatten, weil sich davor das heute nur noch fragmentarisch erhaltene Bühnenhaus befand, das den Römern wichtiger als das Panorama der Landschaft war. Im 2. Jh. n. Chr. wurde das Theater für Gladiatoren- und Tierkämpfe umgebaut. Anschließend Rückfahrt zum Hotel nach Catania.
3. Tag: Ausflug: Naxos – Messina – Tindari (F/A).
Sie fahren nach Giardini Naxos. Hier gründeten 735 v. Chr. Siedler von der Insel Naxos und aus Chalkis die erste griechische Siedlung auf Sizilien. In einem attraktiv gestalteten archäologischen Park befinden sich die Überreste der alten Stadt sowie ein kleines, sehenswertes Museum. Erhalten sind Teile der antiken Stadtmauer, ein archaischer Tempel mit Altar, ein frühes Wohnhaus sowie Straßenzüge und weitere Wohngebäude. Weiterfahrt nach Messina an der gleichnamigen Wasserstraße, die Sizilien vom italienischen Festland trennt. Als antike Vorgängersiedlung der Stadt, die 1908 von einem schweren Erdbeben getroffen wurde, galt das 730 v. Chr. gegründete Zankle. Weiterfahrt nach Tindari. In der Antike trug die Stadt den Namen Tyndaris. Gründer war 396 v. Chr. Dionysios I., der Tyrann von Syrakus. Im Westen der Wallfahrtskirche Santuario della Madonna Nera befindet sich das Ausgrabungsgelände. Tyndaris, auf einem 230 m hohen Kalkfelsen gelegen, verfügte als Planstadt über eine regelmäßige urbane Anlage. Sehr gut erhalten sind die Stadtmauern. Prächtige Bogenkonstruktionen bildeten den Eingangsbereich zum Forum. Prunkstück ist das griechische Theater, das aus dem 4. Jh. v. Chr. stammt und in römischer Zeit umgebaut wurde. Es bietet einen faszinierenden Blick auf das Meer und die Äolischen Inseln. Mosaikfußböden zeugen vom einstigen Reichtum dieser besonderen, von Besuchern wenig frequentierten Stadt. Abendessen im Hotel in Catania.
4. Tag: Siracusa – Megara Hyblea (F/A).
Syrakus (heute Siracusa) war in der Antike die bedeutendste und mächtigste Stadt Siziliens. Sie wurde 734 v. Chr. als zweite griechische Gründung auf der Insel nach Naxos gegründet. Ihre Glanzzeit hatte sie, was Reichtum und urbane Ausstattung angeht, unter der Herrschaft von Tyrannen. Unter Dionysios I. war Syrakus Zentrum eines Großreiches, das sich auch auf Teile Süditaliens erstreckte. Auch unter den Römern behielt Syrakus seinen Status als Inselhauptstadt. Auf dem Besichtigungsprogramm steht zunächst die Festung Euryalos. Sie entstand unter den Herrschern Dionysios I. und Hieron II. Geschützt war die Anlage von einer insgesamt 27 Kilometer langen Mauer. Im Parco Archeologico befindet sich der Altar Hierons II., im 3. Jh. v. Chr. als monumentaler Opferplatz für den Gott Zeus Eleutherios gebaut. Weitere Höhepunkte des Rundgangs sind das römische Amphitheater, das griechische Theater, das 15.000 Zuschauern Platz bot (hier führte der Dichter Aischylos einige seiner wichtigsten Stücke auf), die Latomien – Steinbrüche, in denen Kriegsgefangene und Sklaven Zwangsarbeit zu verrichten hatten – und das „Ohr des Dionysios“, eine Höhle, die eine sakrale Funktion hatte und über eine herausragende Akustik verfügte. Auf der vorgelagerten Insel Ortygia, dem historischen Zentrum von Syrakus, bietet der Athena-Tempel die Möglichkeit, eines der ältesten erhaltenen Heiligtümer der Insel (um 600 v. Chr.) zu studieren. Eine weitere Attraktion ist der Dom. Ursprünglich befand sich hier ein antiker Athena-Tempel, der im 7. Jh. so in eine dreischiffige christliche Basilika umgewandelt wurde, dass der ursprüngliche Baubestand im Innern der Kirche noch deutlich erkennbar ist. Weiterfahrt nach Megara Hyblaia, einem weiteren Höhepunkt dieser Reise. Der ca. 20 Kilometer nördlich von Syrakus gelegene Ort gehörte zu den ältesten griechischen Städten auf Sizilien. Gründer waren Kolonisten aus der reichen Handelsstadt Megara. Zu Beginn der römischen Herrschaft zerstört, wurde die Siedlung in bescheidenerem Umfang wiederaufgebaut. Das heute abseits gelegene Grabungsgelände bietet eine Reihe von archäologischen Besonderheiten. Dazu gehören die Reste der Stadtmauern mit Türmen und Toren. Aus hellenistischer Zeit stammen eine Stoa, ein Tempel und ein großes Wohnhaus mit Peristylhof. Älter und auf die archaische Zeit zurückgehend sind zwei Tempel auf der Agora. Nach der Besichtigung geht es zurück nach Catania.
5. Tag: Ausflug: Catania – Akrai – Gela - Agrigento (F/A).
Heute verlassen Sie Catania und fahren zunächst nach Akrai, einem geschichtlichen Kleinod. Gegründet wurde die Siedlung 664 v. Chr. vom benachbarten Syrakus aus. Sie blieb bis in die byzantinische Epoche hinein bewohnt. Außerhalb des heutigen Ortes Palazzolo Acreide, dessen Name von einer normannischen Burg aus dem 12. Jh. abgeleitet ist, befindet sich ein archäologischer Park mit einer Reihe von besonderen Monumenten, die den Besuch der Anlage zu einem außergewöhnlichen Erlebnis machen. In die hellenistische Zeit gehört ein kleines, jedoch sehr gut erhaltenes Theater mit Blick auf den Ätna. Ein Bouleuterion, mit dem Theater durch einen Stollengang verbunden, diente als Lokalität für Ratsversammlungen. Felsskulpturen aus dem Kontext der auch im Westen populären, aus Anatolien stammenden Göttin Kybele. Unterirdische Nekropolen waren von der römischen bis in die arabische Zeit in Funktion. Gela, die nächste Station an diesem Tag, war in der Antike die Heimat vieler Tyrannen. Wie in Syrakus pflegten sie einen opulenten Herrschaftsstil, der sich in einer Vielzahl repräsentativer Bauten ausdrückte. Gerne schmückten sie sich auch mit prominenten Dichtern. So hielt sich auch der berühmte Tragiker Aischylos am Hofe der Tyrannen auf und starb hier 456 v. Chr. Die Geschichte der Stadt an der Südwestküste Siziliens begann um 688 v. Chr. mit der Gründung durch Griechen aus Rhodos und Kreta. Immer wieder stand sie im Fokus militärischer Konflikte mit den rivalisierenden Karthagern, wurde mehrfach zerstört und wiederaufgebaut. Noch heute zeugen die eindrucksvollen Reste der 13 m hohen Stadtmauer von dem Sicherheitsbedürfnis der Bewohner von Gela. Dazu kommen archäologische Hinterlassenschaften und Zeugnisse des Lebens in dieser antiken Stadt, Tempel, Wohnhäuser und Bäder. Weiterfahrt nach Agrigento ins Hotel.
2 Übernachtungen: Grand Hotel Mosé****.
6. Tag: Ausflug: Agrigento – Piazza Armerina (F/A).
Agrigento, in der Antike Akragas genannt, wurde um 580 v. Chr. von Gela gegründet. Die Stadt gehört dank des so genannten „Tales der Tempel“ zu den imposantesten antiken Stätten auf Sizilien. Auf einem Kamm im Süden der Stadt reiht sich Tempel an Tempel wie der Tempel der Concordia („Tempel F“) aus der zweiten Hälfte des 5. Jhs. v. Chr. und der Herakles-Tempel („Tempel A“) aus der ersten Hälfte des 5. Jhs. v. Chr. Prunkstück ist der Tempel des Olympischen Zeus („Tempel B“), der schon durch seine pure Größe (113x56 Meter), aber auch durch die Kombination von griechischen und punischen Architekturelementen hervorsticht. Eine Attraktion der besonderen Art sind auch die Atlantenfiguren. Von Agrigento geht es weiter in das Innere der Insel nach Piazza Armerina. In der Nähe dieses Ortes befindet sich die prächtige, 46 Räume umfassende römische Villa del Caesale, berühmt für ihre reiche Ausstattung mit Mosaiken. Sie stammt vom Anfang des 4. Jhs. n. Chr. und war entweder eine kaiserliche Villa oder repräsentativer Landsitz eines reichen Senators.
7. Tag: Agrigento – Selinunt – Mazara – Segesta – Trapani (F/A).
Am Morgen Fahrt nach Selinunt, dem antiken Selinus. Auch diese Stadt verdankt ihre Entstehung den Griechen. Es waren Kolonisten aus Megara Hybala, die hier, im Westen Siziliens und damit im karthagischen Einflussgebiet, eine Siedlung anlegten. Die Tempel von Selinus zählen neben denen von Akragas/Agrigento zu den schönsten Kultbauten nicht nur auf Sizilien, sondern in der gesamten griechischen Welt. Insgesamt gab es acht Tempel, die aus der Zeit zwischen 550 und 460 v. Chr. stammen. Weiterfahrt nach Mazara. Im dortigen Museo di Sant'Egidio, das in einer Kirche aus dem 16. Jh. untergebracht ist, wird einer der spektakulärsten Antikenfunde der letzten Jahre ausgestellt. 1998 holten Fischer vor der Küste Mazaras eine Bronzestatue aus dem Meer, den „Tanzenden Satyr“. Möglicherweise handelt es sich um das berühmte Meisterwerk des Bildhauers Praxiteles, der im 4. Jh. v. Chr. lebte und wirkte. Seit 2005 kann die Statue in restaurierter Form im Museum von Mazara bewundert werden. Dritte Station des Tages ist Segesta. Die Stadt ist keine griechische Gründung, sondern geht auf die einheimischen Elymer zurück, die sich der griechischen Konkurrenz durch ein Bündnis mit Karthago zu erwehren versuchten. In den Punischen Kriegen zwischen Rom und Karthago stand Segesta wiederum auf der Seite der Römer. Die Stadt weist zwei antike Monumente der ganz besonderen Art auf. Der dorische Tempel, dessen Bau um 425 v. Chr. in Angriff genommen wurde, reiht sich würdig in die Phalanx der imposanten Tempelanlagen Siziliens ein. Der Segesta-Tempel wurde, wie die unvollendeten Säulen beweisen, allerdings niemals fertiggestellt. Oberhalb des Tempels liegt das um 100 v. Chr. umgebaute und erweiterte hellenistische Theater, das einen grandiosen Panoramablick auf Meer und Landschaft bietet. Nach der Besichtigung Busfahrt nach Trapani.
Übernachtung: Crystal Hotel****.
8. Tag: Trapani – Palermo – München (F).
Transfer zum Flughafen Palermo. Von dort aus fliegen Sie gegen 12 Uhr zurück nach München.
 
Gut zu wissen
Bei dieser Reise in ZUsammenarbeit mit der Zeitschrift Antike Welt kann kein Frühbucherrabatt gewährt werden.
EUR