Iranisch-AserbaidschanStudienreise in den kulturhistorisch und landschaftlich großartigen Nordwesten des Iran

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Iran: Ardebil, Mausoleum Scheich ad-Din Ardabili
Preise pro Person in EuroDZEZ
pro Person
18.09.2019 - 28.09.2019 Fester Termin ab Frankfurt Anfrage Merkliste2.2952.767
Webcode: 32424
ab € 2.295,-

Auf einen Blick

  • 11 Tage Sonderstudienreise mit Prof. Dr. Volker Eid
  • Selten besuchte Kulturstätten im Nordwesten Persiens
  • Urartäer, Achaemeniden, Sassaniden, Seldschuken, Safawiden, Mongolen, Armenier

Eingeschlossene Leistungen

  • Linienflüge mit Iran Air in Economy-Class ab/bis Frankfurt
  • Flughafensteuern, Gebühren und aktuell gültige Treibstoffzuschläge (Stand Juli 2018)
  • Rundreise, Ausflüge und Besichtigungen im klimatisierten Bus
  • Eintrittsgelder lt. Reiseprogramm
  • 10 Übernachtungen in Zimmern mit Bad oder Dusche/WC
  • Mahlzeiten lt. Reiseprogramm (F=Frühstück, A=Abendessen)
  • 1 kleine Flasche Wasser pro Tag/Person
  • Informationsmaterial

Nicht eingeschlossen

    Visum, weitere Mahlzeiten, Getränke, persönliche Trinkgelder und Ausgaben.

Hinweise

Einreisebestimmungen: 
Zur Einreise in den Iran benötigen deutsche Staatsbürger einen Reisepass und ein Visum. Ihr Reisepass muss bei Reiseende noch mindestens 6 Monate gültig sein und noch mindestens drei freie Seiten besitzen. Das Visum beantragen wir für Sie bei der zuständigen iranischen Auslandsvertretung.
Bitte beachten Sie, dass die Einreise oder die Beantragung eines Visums mit einem Pass, der einen israelischen Einreisestempel enthält, nicht möglich ist.

Währung:
Die Landeswährung ist der iranische Rial (IRR)

Reiseveranstalter: Karawane Reisen GmbH & Co. KG

Der Reise liegen die Allgemeinen Reisevereinbarungen des Veranstalters zugrunde.

Für die innerdeutsche Bahnanreise zum Abfahrtsort bzw. Abflugsort bieten wir Ihnen günstige RIT-Bahnfahrkarten an.

Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktritt- und Reiseabbruchversicherung (Urlaubsgarantie) sowie eine Auslandskrankenversicherung. Die passende Reiseversicherung bei unserem Partner Hanse-Merkur Reiseversicherungen finden Sie hier...

Anmeldeformular zum Download




 


 

Nur die fruchtbare Bergregion im iranischen Nordwesten hieß einst Aserbaidschan, der Name war vielleicht abgeleitet von der zeitweiligen antiken Bezeichnung „Atropatene“. Seit Urzeiten stark besiedelt, bewahrt das weit nach Anatolien vorgestreckte Land eindrucksvolle Zeugnisse einer wechselvollen Geschichte - als Schauplatz des eurasischen Austauschs von Ideen und Waren, als Schauplatz freilich auch schlimmer kriegerischer Auseinandersetzungen. Es erschließen sich vielfältige Bilder, etwa von urartäischer und persischer Antike, von armenisch und turkmenisch-mongolisch geprägtem Mittelalter, von oft glanzvoller persischer Neuzeit. Diese iranische Region lohnt einen aufmerksamen Besuch sehr!
Reiseleitung: Prof. Dr. Volker Eid, Religionswissenschaft, Archäologie und Kunstgeschichte
Reiseleiterportrait: Prof. Dr. Volker Eid war Professor für Theologische Ethik an der Universität Bamberg und ist zudem versierter Kunsthistoriker. Seit über 30 Jahren ist er mit unseren Gästen in der Welt unterwegs - in Europa, im Vorderen Orient, in Zentralasien und Mittelamerika. Erleben und entdecken Sie mit ihm auf dieser besonderen Reise Sehenswürdigkeiten, die in keinem anderen Reiseprogramm zu finden sind. Prof. Eid hat zahlreiche fachbezogenen Publikationen verfasst.
Reise ab/bis: Frankfurt
Teilnehmer
Bis 4 Wochen vor Reisebeginn zu erreichende Mindestteilnehmerzahl: 12 Personen, max. 25 Personen
Reiseverlauf(Änderungen vorbehalten)
1. Tag: Flug Frankfurt – Teheran.
Gegen 14 Uhr Abflug von Frankfurt mit Iran Air, Ankunft in Teheran gegen 21.30 Uhr.
Übernachtung in der Nähe des Flughafens: Hotel Ibis Airport****.
2. Tag: Teheran – Zanjan (F/A).
Die Großstadt Qazvin erlebte ihre Glanzzeit unter der Herrschaft der Safawiden im 16. Jh. Aus dieser Zeit stammt das prachtvolle Grabmonument Imamzadeh Hossein. Sie besuchen aber auch die mittelalterliche Jame Moschee. Es geht weiter nach Sultaniye, zur im 14. Jh. errichteten „Kaiserstadt“ des Ilkhan Oldjaitu. Dass der kurz zuvor (1309) bekehrte und nun überaus begeisterte Anhänger des schiitischen Islam den nach ihm benannten gewaltigen Kuppelbau zum schiitischen Monumental-Heiligtum schlechthin machen wollte, wie manche vermuten, steht dahin. Jedenfalls wurde er 1316/17 darin bestattet. Gegen Ende dieses Jahrhunderts ließ Timur Lenk die prächtige Stadt zerstören, das Mausoleum aber verschonen.
Übernachtung in Zanjan: Grand Hotel***+.
3. Tag: Zanjan – Maragheh (F/A).
Mitten in einer vulkanisch geprägten Landschaft erhebt sich die eindrucksvolle Ruinen-Szenerie des Takht-e Sulaiman („Salomons Thron“). Zumindest seit achämenidischer Zeit (6. Jh. v.Chr.) wurden hier um einen warmen, stark kalkhaltigen Quellsee herum immer wieder Monumente errichtet, unter den Sassaniden schließlich ein großes Feuerheiligtum, im Mittelalter ein Ilkhane-Palast. Auch den energisch aufragenden Vulkankegel Zendan-e Sulaiman bezieht der Volksmund auf den biblisch-koranischen König: „Salomons Gefängnis“. Gegen Abend erreichen Sie Maragheh in der östlichen Urmiasee-Region.
Übernachtung in Maragheh: Grand Hotel****.
4. Tag: Maragheh - Urmia (F/A).
Auch die Geschichte der Stadt Maragheh reicht in die Antike zurück. Ihre Blütezeit erlebte sie im 12./13. Jh. als stolze Ilkhane-Metropole. Von der einstigen Stadtarchitektur blieben nur vier Grabtürme erhalten, eindrucksvolle Zeugnisse des damals noch maßgeblichen seldschukischen Stils. Sehr interessant sind auch die im Maragheh-Museum gesammelten Funde aus der Ilkhanezeit, kulturgeschichtlich höchst bedeut-sam die Reste des von Ilkhan Hülägü im Jahre 1259 gegründeten Observatoriums. Ein Jahrhundert lang war es ein international organisiertes Forschungsinstitut höchsten Exzellenzgrades. Es bleibt noch der Besuch des unterirdischen Heiligtums im nahen Dorf Verjuy (Mithras?). Südlich des Urmiasees geht es weiter zur bedeutenden Grabungsstätte Hasanlu, wo man eine Besiedlung seit dem 6. Jtsd. nachweisen konnte.
Übernachtung in Urmia: Ana Hotel****.
5. Tag: Urmia - Täbriz (F/A).
Wie die gesamte landwirtschaftlich sehr reiche Provinz wurde auch die uralte Stadt Urmia seit dem 7./8. Jh. arabisch besetzt und zunehmend islamisiert. Gleichwohl lebten und leben hier bis in die Gegenwart hinein syrische und armenische Christen. Es lohnt sich sehr, den aus der Ilkhanezeit stammenden Stuckmihrab in der Jame-Moschee zu besuchen, auch den seldschukischen Seh-Gonbad-Grabturm sowie möglichst auch die Marienkirche. Wichtig ist das Urmia-Museum. Sie überqueren später den Urmia-See auf einem 15 km langen Damm. Ziel ist Täbriz, die ost-aserbaidschanische Hauptstadt. Auch wenn sich hier der stark salzhaltige See landschaftlich recht eindrucksstark präsentiert, so hat er doch von seiner einstigen Größe (zehnmal größer als der Bodensee) bereits ein Drittel verloren. Die Großstadt Täbriz geriet im 7. Jh. unter die Herrschaft der islamischen Araber. Später, seit dem 9./10. Jh. bis zum Ende des Mittelalters, kamen nacheinander u.a. die türkischen Seldschuken, die mongolischen Ilkhane und die für die Geschichte Persiens seit dem Spätmittelalter sehr wichtigen turkmenischen Qara-Qoyunlu. Aus ihrer Zeit stammt die zwar narbenreiche, aber wegen ihrer Architektur und ihres großartigen Keramikschmucks begeisternd schöne „Blaue Moschee“. Nahebei lohnt das Ost-Aserbaidschan-Museum Ihren Besuch. Und der wuchtige Restbau („Arg=Festung“ genannt), einer einst gewaltigen Moschee der Ilkhane-Zeit, lässt ahnen, wie anspruchsvoll sich die mittelalterliche Metropole Täbriz präsentierte.
3 Übernachtungen in Täbriz, Hotel International****.
6. Tag: Täbriz - Ausflug Stephanuskloster (F/A).
Nach dem Ende der Urartu-Zeit um 600 v.Chr. etablierten sich die Armenier im Drei-Seen-Gebiet Van, Sevan und Urmia. Die spätere christlich-armenische Kultur blieb bis heute erhalten, wenn auch eher in den Städten. Neben der Überlieferung, Gregor der Erleuchter habe Armenien im frühen 4. Jh. für das Christentum gewonnen, pflegt man auch die Legende einer ganz frühen Begegnung mit der neuen Religion: die Jesus-Jünger Thaddäus und Bartholomäus hätten schon im 1. Jh. in Armenien gepredigt. Bartholomäus, dessen heute sehr ruinöses Grabkloster man jenseits der Grenze in Ostanatolien besuchen kann, soll das Stephanuskloster gegründet haben. Dieses präsentiert sich heute als im 18. Jh. prächtig erneuerte, bis ins 19. Jh. hinein bewohnte Anlage. Um dahin zu gelangen, fahren Sie zunächst nach Jolfa, direkt an der Nachitschewan-Grenze gelegen. Von da geht es noch kurze Zeit weiter durch das Gebirgstal des Araxes-Flusses. Der „Heimweg“ führt über Marand, wo der Stuck-Mihrab in der Jame Moschee (14. Jh.) auf Ihre Bewunderung wartet.
7. Tag: Täbriz - Ausflug Thaddäuskloster (F/A).
Nahe der iranisch-türkischen Grenze besuchen Sie das uralte, im Mittelalter renovierte und im 19. Jh. prächtig neugestaltete Thaddäuskloster. Bis heute ist der Begräbnisplatz des Thaddäus ein sehr wichtiges, jährlich von sehr vielen Menschen besuchtes Wallfahrtsziel. Die Rückfahrt nach Täbriz führt über Bastam. Oberhalb des Dorfes gruben Wolfram Kleiss und sein Team die Grundmauern einer zuletzt unter König Rusa II. im 7. Jh. neu errichteten urartäischen Festung aus - die bedeutendste Urartu-Grabung in einer Region, die noch viel mehr archäologische Bemühungen bräuchte.
8. Tag: Täbriz - Ardebil (F/A).
Nach der Erledigung vielleicht noch verbliebener „Besuchs-Aufgaben“ in Täbriz fahren entlang dem Sabalan-Gebirge nach Ardebil. Ihre größte Bedeutung erlangte die Stadt im 14. Jh., als der Sufi-Sheikh Safi-al Din hier wirkte und 1334 starb. Denn aus der Sufi-Bewegung Ardebils heraus machte sich später der Safawide Shah Ismail (1501-1524) zum Herrscher über Persien. Seine Hauptstadt war Täbriz. Er wurde, wie sein Vorfahr, im prächtig-vielgestaltigen Sufi-Großbau des Sheikh-Safi-Heiligtums bestattet. Die Stadt und das glanzvolle Monument wurde in der gesamten Safawiden-Epoche stetig ausgebaut, auch als der Regierungssitz schon längst nach Isfahan verlegt worden war.
Übernachtung in Ardebil: Hotel Sabalan***.
9. Tag: Ardebil - Astara - Bandar Anzali (F/A).
Die ziemlich lange Tagesreise, hauptsächlich entlang dem Kaspischen Meer, endet gegen Abend in Bandar-Anzali, dem wichtigsten iranischen Hafen der Region.
Übernachtung in Bandar Anzali: Hotel Sepid Kenar****.
10. Tag: Bandar Azali - Qazvin - Teheran (F/A).
Am Morgen unternehmen Sie eine Rundfahrt in der lebhaften Hafen- und Handelsstadt und besuchen auch den Fischmarkt. In Qazvin schließt sich später der Reisekreis mit dem Besuch des ehemaligen Palasttors Ali Qapu, des Gartenpalastes Chehel Sotun und der altehrwürdigen Medrese Heydariye.
Sie übernachten nahe dem Teheraner Flughafen: Hotel Ibis Airport****.
11. Tag: Teheran - Frankfurt.
Kurz nach Mitternacht Transfer zum Flughafen, wo Ihr Rückflug nach Frankfurt mit Iran Air gegen 3 Uhr beginnt. Ankunft in Frankfurt gegen 6 Uhr.
Zuschläge pro Person in Euro

Bahnanreise zum Abflugort ab 49
Visum Iran für deutsche Staatsangehörige (Stand März 2018) 98
Innerdeutsche Anschlussflüge auf Anfrage

Klima:
 Im Iran herrscht ein trockenes Kontinentalklima. Die Sommer sind trocken und heiß, die Winter kalt. Es fällt wenig Niederschlag. Ausgenommen davon sind die Randgebiete am Kaspischen Meer und am Persischen Golf. Die beste Reisezeit ist das Frühjahr und der Herbst mit Tagestemperaturen zwischen 20 und 30 Grad.


Im Iran gelten besondere Bekleidungsvorschriften:

Für Herren gilt normale europäische Kleidung wie lange Hosen, Hemden oder Polo-Shirts, jedoch auf keinen Fall Shorts. Bei den Damen hat sich die Kleidervorschrift aktuell positiv geändert. Wir empfehlen eine lange Hose oder einen langen Rock, kombiniert mit einer Bluse oder Jacke, die die Hüften bedeckt (Kassack). Die Kleidungsstücke müssen allerdings so lang sein, dass Arme und Beine vollständig bis zum Handgelenk, bzw. den Knöcheln, bedeckt sind. Der Kopf ist locker mit einem Tuch zu bedecken, Haare dürfen sichtbar sein. Dieses Tuch bereits für den Flug ins Handgepäck einpacken. Bei der Farbwahl Ihrer Kleidung sind Sie nicht eingeschränkt.

Verhalten:
Wir möchten Sie bitten, den Menschen und Ihren Lebenssitten mit Respekt zu begegnen. Dazu gehört die Einhaltung der ekleidungsvorschriften.
Männer sollten sich fremden Frauen gegenüber allgemein zurückhaltend verhalten und bei der Begrüßung das Händeschütteln oder Küssen vermeiden. Eine weitere Verhaltensregel besteht darin, sich niemals, besonders beim Essen, die Nase laut zu schnäuzen. Entweder wird die Nase dezent mit einem Taschentuch getupft oder man begibt sich zur Toilette. Wo Teppiche ausgelegt sind, z.B. in einer Moschee, werden die Schuhe ausgezogen.


 

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