Wer nach Jordanien reist, taucht ein in die Geschichte der Menschheit und trotzdem: Eine Reise nach Jordanien ist ideal für alle, die dem hektischen Alltag entfliehen und sich kulturell weiterbilden möchten. Das Land ist ein Schauplatz vieler Bibelgeschichten, jedoch auch für nichtgläubige Menschen ein spannendes Reiseziel, insbesondere die Zeugen der Vergangenheit sorgen bei Urlaubern für eine Gänsehaut. Jordanien versteckt sich beinahe zwischen Ägypten und Israel, dabei hat das Land nichts zu verbergen. 

Jordanien ist geschichtsträchtig: Petra und Jerash sind gut erhaltene, antike Städte. Die Natur hat hier beeindruckende Felsformationen, Höhlen und Schluchten geformt. In Jordanien leben auch heute noch Beduinen – Nomaden, die durch die Wüste ziehen. Das haschemitische Königreich hat viel zu bieten. Wer in der Hauptstadt Amman ankommt, findet sich in einem überraschend fortschrittlichen Land wieder. Modern und weltoffen präsentiert sich die Metropole, mit beeindruckend guter Infrastruktur. 

 

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Barbara Ruland
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Nabatäer, Römer und das Tote Meer
Das Haschemitische Königreich Jordanien ist nicht nur ein Land von faszinierender Schönheit und aufregenden Kontrasten, sondern es hat auch eine...
 
Nächster Termin: 27.04.2019
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ab € 1.595,-

Was Sie in Jordanien unbedingt sehen sollten

 

1. Weltkulturerbe-Stadt Petra

Jordanien ist am ehesten für sein Unesco-Weltkulturerbe, die Stadt Petra, bekannt. Sie ist mehr als 2000 Jahre alt und war ursprünglich eine nabatäische Handelsstadt. Nachdem sie erst von den Römern, später von den Arabern eingenommen und auch von zwei schweren Erdbeben heimgesucht wurde, geriet die Stadt im ersten Jahrtausend nach Christus nach und nach in Vergessenheit. Bis der Schweizer Forscher Johann Ludwig Burckhardt sie im Jahr 1812 wiederentdeckte.

Heute schmücken einmalige bunte Kunstwerke, die die Natur in die Sandsteinfelsen gemalt hat, die Felsenstadt. Dazu ziehen Felsengräber, Tempelfassaden und nicht zuletzt die berühmte riesige Schatzkammer „Khazne al-Firaun“ Besucher in ihren Bann. Die Geschichte der Menschheit ist hier so präsent wie an kaum einem anderen Ort auf der Welt.

Es geht auf und ab, Abenteurer erklimmen die Stadt außerdem entlang schmaler Pfade über Felsen und Schluchten. Über der Stadt thront das Kloster Ad Deit, das einen einmaligen Blick über das Areal gewährt. Wer Petra besucht, sollte mindestens einen Tag einplanen.

2. Die ehemalige römische Provinz Jerash

Nicht minder faszinierend ist die sehr gut erhaltene ehemalige römische Provinzstadt Jerash, die nur etwa eine Stunde von der Hauptstadt Amman entfernt ist. Die 800 Meter lange Cardo Maximus, die Königsstraße, führt vorbei an über 500 teils sehr gut erhaltenen Säulen zum „ovalen Forum“. Oberhalb dieses Marktplatzes befinden sich die Ruinen des Jupiter-Tempels. Dort stand früher vermutlich ein anderer Tempel, der zu Ehren Zeus‘ erbaut worden war.

Die Stadt glänzt zudem mit riesigen Theater-Ruinen, weiteren mächtigen Tempeln und den Überresten riesiger Brunnenanlagen. Die berühmteste davon ist das Nymphäum. Die riesige Anlage ist sehr gut erhalten und gibt einen wertvollen Einblick in die Architektur römischer Provinzen im Nahen Osten.

3. Die Wüste und das Wadi Rum

Rote Sanddünen, Stein- und Felsformationen, von der Natur geformte Felsenbrücken und uralte Felsmalerein: All das erwartet Jordanien-Besucher in der größten Wüstenlandschaft Jordaniens, dem Wadi Rum. Bis zu 1750 Meter erheben sich die majestätischen Naturbauten aus dem Boden – und gliedern sich ein in eine von Menschenhand beinahe unberührte Welt.

Besucher des Wadi Rum erwarten aber nicht nur beeindruckende Naturbegegnungen, sondern auch einmalige Eindrücke vom ursprünglichen Leben der Jordanier. Denn hier leben noch Beduinen, die nomadischen Wüstenbewohner. Wer einen entsprechenden Ausflug bucht, kann ihnen bei der Herstellung des traditionellen Brots – mit Holzstöckchen und Feuerstelle – zusehen, mit ihnen gemeinsam zu Mittag essen oder einer traditionellen Kaffeezeremonie beiwohnen.

Die Krönung eines Aufenthalts im Wadi Rum ist die Übernachtung in einem Beduinenzelt mitten in der Wüste. Während die Gäste noch die Eindrücke des Tages verarbeiten, bereiten die Beduinen ein traditionelles „Zarb“-Dinner vor. Dabei vergraben sie Fleisch und Gemüse auf einer Art Etagere in einem Loch im Boden und zünden darin ein Feuer an. Die Speisen garen so innerhalb einiger Stunden zu einem köstlichen Abendmahl.

4. Das Wadi Mujib

Wandern, Trekkingtouren, Canyoning: Der „Grand Canyon Jordaniens“ ist der am tiefsten gelegene Nationalpark der Welt. Er reicht bis zu 410 Meter unter den Meeresspiegel und mündet ins Tote Meer. Hinauf geht es bis zu 900 Meter über den Meeresspiegel.

Reisende bahnen sich ihren Weg zwischen imposanten Felsmauern, Höhlen und Schluchten bis hin zu Wasserfällen, die sie teilweise ebenfalls erklimmen können. Dabei klettern, waten und schwimmen sie – Wertgegenstände sollten deshalb am besten zuhause bleiben oder wasserfest sein.

Am Eingang des Nationalparks können sie zwischen verschiedenen „Trails“ wählen. Dabei ist für jeden Erfahrungsgrad die passende Route vorhanden. Zur Entspannung nach der mehrstündigen Tour bieten sich die nahegelegenen heißen Quellen an, die eine heilende Wirkung haben sollen.

5. Das Tote Meer - und darin baden

Das Wadi Mujib liegt direkt am Toten Meer. Wenn Sie schon einmal davon gehört haben, wird Sie Ihre Neugierde ohnehin in das wundersame Nass locken. Und Sie werden feststellen: Tauchen oder Brustschwimmen ist in dem See mit einem der höchsten Salzgehalte der Welt unmöglich. Ebendiesem wird aber auch eine heilende Wirkung nachgesagt: Viele Besucher kommen ans Tote Meer, um Hautleiden zu mildern.

Was ebenso unmöglich scheint, ist die Tatsache, dass dieses das Tote Meer 410 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Und wenn Sie vom Ufer aus den Blick über das Wasser schweifen lassen, entdecken Sie Israel – und können sogar Jerusalem ausmachen.

Da das Tote Meer bei Touristen sehr beliebt ist, befinden sich hier auch jede Menge Hotels. Die Spots direkt am See haben sich hochpreisige Ketten wie Hilton, Mövenpick oder Kempinski zu eigen gemacht. Für Touristen heißt das, dass sie etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Aber dafür bekommen sie auch etwas geboten. Denn die Hotels fahren bereits mit imposanten Empfangshallen auf und machen bis zu den Zimmern keinen Halt: Hochwertige Teppiche, Marmor, Gold – wie es sich eben für ein Königreich gehört.

Ihr Reisepass muss bei Einreise noch min. 6 Monate gültig sein. Für die kostenlose Beantragung des Visums benötigen wir 5 Wochen vor Abreise eine Kopie Ihres Reisepasses. Ihr Visum erhalten Sie bei Einreise am Flughafen in Amman von einem Vertreter unserer Partneragentur, der Ihnen bei der Erledigung der Einreiseformalitäten behilflich ist. Sollten Ihre Passdaten nicht fristgerecht bei uns vorliegen, erfolgt die Visabeantragung durch Sie am Flughafen Amman bei Einreise gegen eine Gebühr in Höhe von 40 JD.

Jordanien ist ein sicheres Land mit einem gut ausgebauten Straßennetz. Es herrscht Rechtsverkehr und die Verkehrsschilder auf den Schnellstraßen sind in Englisch und Arabisch beschriftet. Die Fahrzeuge sind modern und im Allgemeinen mit Klimaanlage ausgerüstet. Die Ausstattung entspricht jedoch nicht immer mitteleuropäischem Standard. Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass weder der Buseigentümer, die lokale Agentur, noch der Reiseveranstalter für Gepäck haftet, das während Besichtigungen oder Pausen (auch nachts) im Bus zurückgelassen wird. Buseinbrüche sind zwar in Israel noch nicht häufig, können aber vorkommen. Daher lautet unsere Empfehlung: Lassen Sie kein persönliches Eigentum im Bus zurück. Nehmen Sie sich ebenfalls vor Taschendieben in Acht, die vor allem an touristischen Orten „anzutreffen“ sind. Bitte kopieren Sie wichtige Dokumente und verwahren diese separat. Tipp: Scannen Sie Ihren Reisepass ein und senden Sie das Dokument an ein von Ihnen von unterwegs zugängliches E-Mail-Konto. Wir bitten um Verständnis, wenn die Reiseleitung im Schadensfall nicht die Möglichkeit hat, zeitraubende Behördengänge für Sie zu erledigen, da der weitere Reiseablauf für die anderen Teilnehmer nicht beeinträchtigt werden kann und darf. Wir empfehlen den Abschluss von Reiseversicherungen (Gepäck-, Unfall- und Auslandskrankenversicherung). Bitte beachten Sie zudem die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Derzeit sind keine Impfungen vorgeschrieben. Wir empfehlen den Impfschutz gegen Diphtherie, Polio und Tetanus ggf. aufzufrischen. Um Ihre Gesundheit nicht zu gefährden, trinken Sie bitte ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, z. B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser (auch nicht in Form von Eiswürfeln in Getränken!). Vorsicht ist auch bei Salaten angebracht, Obst sollte immer geschält werden. Das Versorgungsniveau ist in Amman sehr gut. Hier sind besonders die beiden großen Privatkrankenhäuser der Maximalversorgung, das Al-Khalidi Medical Center und das Arab Medical Center, zu nennen. Außerhalb der Hauptstadt ist mit Einschränkungen zu rechnen. Grundsätzlich empfehlen wir eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im Notfall sowie die Mitnahme einer persönlichen Reiseapotheke und eines Mittels gegen Darmstörungen.

Die offizielle Landeswährung in Jordanien ist der jordanische Dinar, kurz JD. Er wird unterteilt in Piaster oder Fil. Die gängigen Kreditkarten (Visa und American Express) werden in den meisten Hotels und auch in manchen Geschäften als Zahlungsmittel akzeptiert. In den Banken kann man zudem mit der Kreditkarte Geld abheben. Geldautomaten gibt es in Amman, Petra und Aqaba. Bitte erkundigen Sie sich vor der Abreise bei Ihrer Bank über die Nutzungsmöglichkeit Ihrer Bankkarte. Viele Banken haben die Verfügungslimits ihrer Karten bei Nutzung im Ausland auf 0 gesetzt. Wir empfehlen die Mitnahme von Euro oder US-Dollar. Sehr gut eignen sich 1 US-Dollar Noten für die Trinkgelder. Reiseschecks werden nur noch selten in USD und gegen hohe Gebühren akzeptiert.

Die Landessprache ist Arabisch. Wichtigste Fremd- und Handelssprache ist Englisch und ist auch weit verbreitet.

Das Klima von Jordanien ist ein überwiegend kontinentales, trockenes Wüstenklima mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Im Sommer, von Juni bis Anfang September ist es im ganzen Land sehr heiß, zum Teil mit über 40°C. In den Höhenlagen über 1000 Meter kommt es in den Wintermonaten zu Frost und Schneefällen. Der Nordwesten Jordaniens wird durch ein mediterranes Klima mit trockenheißen Sommern und feuchten Wintern bestimmt. Im Jordantal und am Roten Meer ist das Klima eher subtropisch. Die Sommermonate sind trocken und die meisten Niederschläge fallen von November bis März.

Die Stromspannung beträgt 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz. Mit Spannungsschwankungen muss gerechnet werden. Da es unterschiedliche Steckdosen gibt, ist die Mitnahme eines Adapters erforderlich (2- oder 3-polige europäische Rundstecker).