Als Reiseveranstalter mit einem weltweiten Angebot sehen und erkennen wir nicht nur die Zustände in den Ländern dieser Welt, sondern sind uns auch unserer sozialen Verantwortung bewusst. Seit vielen Jahren unterstützt Karawane verschiedene soziale Projekte im In- und Ausland. Die Unterstützung erfolgt dabei nicht nur durch monetäre Spenden, die ohne Sie, unsere lieben Reisegäste, nicht möglich wären. Auch auf unseren Reisen werden Projekte besucht und unterstützt. Und natürlich erfolgt die Unterstützung durch jeden Einzelnen, zum Beispiel auf Individualreisen oder einer Gruppenreise, auf ganz direkte Weise: Die lokale Bevölkerung wird unterstützt, in dem Sie auf Rundreisen häufig in kleinen Gästehäusern und Lodges übernachten, die wiederum Ihren Bedarf auf lokalen Märkten einkaufen und ihr Personal aus der Bevölkerung der Umgebung rekrutieren. Häufig sind es dabei die kleinen Dinge, die uns gar nicht auffallen, aber den Menschen vor Ort unglaublich helfen. Eine Übersicht über unser soziales Engagement finden Sie nachfolgend:

Stay - Entwicklung, die bleibt

Seit Mai 2017 engagieren wir uns bei der Stiftung „Stay – Entwicklung, die bleibt“ . Dabei werden in Uganda Einheimische zum Entwicklungshelfer ausgebildet. Sie multiplizieren ihr erworbenes Wissen in ihrem Land. Karawane spendet nicht nur, sondern organisierte im April 2018 auch eine Unternehmerreise nach Uganda. So konnten sich die Unterstützer vom Entwicklungsstand und den Gegebenheiten vor Ort selbst überzeugen. Die klassische Entwicklungshilfe der letzten 50 Jahre hat vor allem eines gebracht – keine nachweisbaren Verbesserungen. Stay steht für den Mut, vorhandene, verkrustete Strukturen aufzubrechen und unterstützt dabei, den grundsätzlich guten Willen klassischer Hilfsorganisationen in wirkungsvolle und ertragreiche Wege zu leiten. Statt Bevormundung und neue Abhängigkeiten zu schaffen, fördert die Stiftung Stay kleine einheimische Projekte mit großer Wirkung. Mit dem Konzept der Wohlfahrtsspirale fördert Stay die Bereiche Gesundheit, Bildung und Einkommen gleichzeitig. Die Stuttgarter Stiftung unterstützt einheimische Sozialunternehmer und verzichtet auf teure, westliche Entwicklungshelfer. Denn abseits der bei uns bekannten Hilfsorganisationen gibt es in den Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Asiens längst zahlreiche von Einheimischen gegründete Initiativen vor Ort. Ihre Gründer haben meist eine gute Ausbildung, unternehmerische Erfahrung und die stärkste Motivation, ihr eigenes Land aus der Armut zu befreien. In ihren bereits bestehenden NGOs (Non-Government-Organisations) werden motivierte Ortsansässige ausgesucht, die beispielsweise eine Ausbildung als Lehrer und Hilfskrankenpfleger absolvieren wollen. Stay unterstützt sie mit gezielten Programmen, Stipendien und fundiertem Wissen. Soziale Vorkämpfer erhalten damit die Chance, eigenes Personal für ihre Initiativen auszubilden. Dadurch sind die Maßnahmen überlebensfähig und wirken nachhaltig. Stay steht somit für kleine Maßnahmen mit großer Wirkung. Für Projekte, die so durchdacht sind, dass sie sich von selbst weiter verbreiten. Die Mission von Stay lautet: Wir verändern die gesamte Entwicklungszusammenarbeit hin zu einer Entwicklung, die bleibt. Informationen zum Projekt und den Einrichtungen finden Sie unter www.stay-stiftung.org.

Karlshöhe Ludwigsburg

Eine jährliche Spende der Karawane geht seit vielen Jahren an die Karlshöhe Ludwigsburg.

Ausgehend vom Kinderheim im Jahre 1876 entwickelte sich bis zum heutigen Tag ein großes Zentrum voller moderner diakonischer Einrichtungen auf dem Gelände und in der Region: Die Altenhilfe „Haus am Salon“, die Kaufmännische Ausbildung für Qualifizierung und Berufsausbildung, das „Haus auf der Wart“ für Männer und Frauen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten und zusätzlichen Angeboten für psychisch erkrankte Menschen, die Hilfen für Menschen mit geistiger Behinderung und natürlich die Kinder- und Jugendhilfe. In der Flüchtlingshilfe hilft und fördert die Karlshöhe mit großem Engagement. 

Die Karlshöhe Ludwigsburg setzt sich als Einrichtung der Diakonie mit Herz, Verstand und christlicher Nächstenliebe für Menschen ein, die Begleitung und Unterstützung brauchen. 

Neben den 520 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tragen viele Freunde und Förderer in der Region dazu bei, das Leben menschlicher zu gestalten. 

Die Mitarbeiter/innen begleiten Tag und Nacht 600 Menschen, die zwischen 3 und 101 Jahre alt sind: Kinder und Jugendliche, älter werdende Männer und Frauen, behinderte Menschen und ehemals wohnungslose Menschen. Die Karlshöhe bildet mit der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg Diakoninnen und Diakone aus, die sich im Karlshöher Diakonieverband zusammenschließen. 

Gottesdienste in der Karlshöher Kirche und die Musik der Karlshöher Kantorei beflügeln Geist und Seele. Ein vielfältiges Verkaufsangebot reicht von attraktiven Geschenken und Gebrauchsgeschenken aus den Läden bis hin zu hochwertigen Gebrauchtwaren. 

Die Karlshöhe ist eine gemeinnützige Einrichtung und Mitglied im Diakonischen Werk Württemberg. Weitere Informationen zur Karlshöhe Ludwigsburg finden Sie hier.

MyClimate Klimaschutzprojekte

Wir alle versuchen, möglichst wenig CO² zu verursachen. Trotzdem resultieren aus den meisten Tätigkeiten im Alltag klimaschädliche Treibhausgasemissionen, so auch beim Reisen. Emissionen entstehen beispielsweise beim Autofahren oder während eines Fluges. Für das Klima spielt es – im Gegensatz zur Luftverschmutzung – grundsätzlich keine Rolle, wo auf der Erdoberfläche die unerwünschten Gase in die Atmosphäre gelangen, und wo sie reduziert werden. Wichtig ist, dass die weltweiten Treibhausgasemissionen in der Summe abnehmen. Es ist daher sinnvoll, Emissionen, die an einem Ort in die Luft gelangen, an einer anderen Stelle einzusparen.

Die myclimate Klimaschutzprojekte entsprechen den weltweit höchsten und strengsten Qualitätsstandards (CDM, Gold Standard, Plan Vivo) und werden zusammen mit starken, lokalen Partnern entwickelt und umgesetzt. Sie sind ganzheitlich nachhaltig: Die lokale Bevölkerung profitiert von sozialen, ökonomischen und ökologischen Verbesserungen (Schaffung von Arbeitsplätzen, Wissens- und Technologietransfer, verbesserte Lebensqualität). myclimate unterstützt Klimaschutzprojekte, die erneuerbare Energien einsetzen, Energieeffizienzmaßnahmen realisieren, Methanemissionen reduzieren und Waldprojekte unterstützen. Alle Klimaschutzprojekte führen zu weniger CO²-Ausstoß und leisten gleichzeitig einen bedeutenden Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in der Region.

Karawane unterstützt die myclimate Klimaschutzprojekte seit 2010 mit einem jährlichen Spendenbetrag in vierstelliger Höhe und bietet allen Reisenden den CO² Rechner für eine Kompensation auf freiwilliger Basis an. Weitere Informationen über die Arbeit und die Projekte von myclimate finden Sie unter www.myclimate.org.

 

 

Uno Flüchtlingshilfe

Karawane unterstützt die Uno-Flüchtlingshilfe seit 2013 mit einem jährlichen Spendenbetrag. 


Derzeit befinden sich weltweit knapp 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Dies ist die höchste Zahl, die jemals von UNHCR verzeichnet wurde. Und sie wächst weiter. 2014 wurden 13,9 Millionen Menschen zur Flucht getrieben - viermal so viele wie noch 2010. Jeden Tag machten sich durchschnittlich 42.500 Menschen auf den Weg auf der Suche nach Frieden, Sicherheit und einem neuen Leben.

Den größten Teil – 38,2 Millionen – bilden die sogenannte Binnenvertriebene (Internally Displaced Persons – IDP). Sie fliehen innerhalb ihres eigenen Landes, ohne dabei internationale Landesgrenzen zu überschreiten. Binnenvertriebene sind - anders als Flüchtlinge - nicht durch internationale Abkommen geschützt und stehen offiziell nicht unter dem Mandat von UNHCR. Dennoch kümmert sich UNHCR seit vielen Jahren um die Bedürfnisse von Binnenvertriebenen. Denn oftmals befinden sie sich in sehr ähnlichen Situationen wie Flüchtlinge und haben einen ähnlichen Hilfsbedarf.

Die zweite Gruppe sind die 19,5 Millionen Flüchtlinge sowie 1,8 Millionen Asylsuchende, die noch auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten.Neun von zehn Flüchtlingen (86 Prozent) leben in Entwicklungsländern, da die meisten Flüchtlinge lediglich in ein angrenzendes Nachbarland fliehen. Die globalen Statistiken der UNHCR zeigen die größten Herkunftsländer der Flüchtlingen: Syrien 3,88 Millionen, Afghanistan 2,59 Millionen, Somalia 1,11 Millionen (Stand Okt. 2015).

 

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/ und im Video: 

 

 

World Bicycle Relief

 

 

Wer einmal im ländlichen Afrika unterwegs war, weiß, dass die Entfernungen groß sind und mangels geeigneter Verkehrsmittel und fehlender Infrastruktur viel zu Fuß gegangen werden muss. Im Gegensatz zur Fortbewegung zu Fuß ist ein Fahrrad um ein Vielfaches effizienter, zudem einfach und nachhaltig. Ein robustes und sicheres Fahrrad verbessert für Menschen in Entwicklungsregionen den Zugang zu Bildung, Gesundheitsfürsorge und wirtschaftlichen Chancen. Sie können deutlich mehr transportieren, längere Strecken zurücklegen und gleichzeitig viel wertvolle Tageszeit sparen.

Das Projekt und die Idee: World Bicycle Relief (WBR) wurde 2005 von F. K. Day und Leah Missbach Day als Reaktion auf den Tsunami im Indischen Ozean gegründet. Dank der guten Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen in Sri Lanka konnten den Überlebenden der Katastrophe über 24.000 Fahrräder zur Verfügung gestellt werden und so ein besserer Zugang zu Bildung und Gesundheitsfürsorge geboten werden. World Bicycle Relief mobilisiert Menschen durch "The Power of Bicycles". Die Vision ist eine Welt, in der Entfernungen kein Hindernis für Bildung, Gesundheitsversorgung und wirtschaftlichen Chancen mehr sind. WBR gibt speziell entwickelte Fahrräder an Kleinstunternehmer, Pflegekräfte und Schüler in den ländlichen Regionen Afrikas. Durch so genannte „work-to-own" und „study-to-own" Programme gehen sie in den Besitz der Teilnehmer über. Außerdem bildet WBR Mechaniker vor Ort aus, um eine nachhaltige Infrastruktur für Fahrräder zu schaffen und den Zugang zu Wartung und Ersatzteilen sicherzustellen. 

Von 2005 bis heute hat WBR mehr als 270.000 Fahrräder nach Südamerika, Afrika und Asien ausgeliefert. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in Afrika.

Das Buffalo Fahrrad: Allein um ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen, transportieren Menschen in ländlichen Regionen Afrikas jeden Tag schwere Lasten auf unebenen Straßen. Ein einfaches Fahrrad kann hier Großes bewirken: Menschen können mehr Güter in kürzerer Zeit und über längere Strecken transportieren als zu Fuß – vorausgesetzt das Fahrrad ist stabil und widerstandsfähig. In Afrika hat die Kluft zwischen Fahrradherstellern und Endnutzern dazu geführt, dass die Fahrräder oft billig und anfällig  sind. Viele fallen bereits nach wenigen Wochen auseinander, weil sie nicht für das schroffes Gelände und den Transport großer Güter geeignet sind. Dies hat dramatische Auswirkungen auf Menschen ohne Zugang zu alternativen Transportmitteln. WBR hat eine die Verbindung zwischen den Bewohnern des ländlichen Afrika und den Fahrradherstellern aufgebaut: Das Ergebnis ist ein robustes Fahrrad, das speziell auf das Gelände und die Lastanforderungen in den ländlichen Regionen zugeschnitten ist. Das Buffalo-Fahrrad wird in Afrika entwickelt, getestet und montiert. Eine strenge Qualitätskontrolle garantiert absolute Sicherheit und das Feedback der Endnutzer hilft, die Räder stetig zu verbessern. Unser Ziel ist, die qualitativ hochwertigsten und widerstandsfähigsten Fahrräder in Afrika bereitzustellen. Durch unsere Innovationsfähigkeit und die Nähe zum Markt stellen wir sicher, dass die Fahrräder den Anforderungen der Fahrer gerecht werden. Das Team von WBR in Afrika betreut mehrere Fahrer, die aktuelle und zukünftige Komponenten unter den anspruchsvollen Praxisbedingungen testen. Darüber hinaus sind die Buffalo-Fahrräder mit vor Ort erhältlichen Ersatzteilen kompatibel. So kann über Jahre hinweg eine ordnungsgemäße Wartung sichergestellt werden. Das innovative Design zielt speziell auf die besonderen  Anforderungen im ländlichen Afrika. 

Karawane unterstützt World Bicycle Relief seit 2015 mit einer jährlichen Spende. Einen lesenswerten Artikel über das Hilfsprojekt finden Sie hier auf Spiegel Online.