Unser Mitarbeiter Karl-Heinz Milter berichtet über seine Inforeise (06.09.-21.09.14)

 

06.-07.09.14: Frankfurt – Buenos Aires

Mit dem Zug fahren wir von Stuttgart nach Frankfurt, wo wir uns mit allen Teilnehmern treffen. Mit Lufthansa fliegen wir direkt von Frankfurt nach Buenos Aires. Es ist ein Nachtflug von knapp 14 Stunden Dauer.

Der Flug ist sehr angenehm, die neuen Sitze von Lufthansa bequem und durch die neue Gestaltung der Sitze ist auch gefühlt mehr Raum und Platz im Knie- und Fußbereich. Der Service ist gewohnt effektiv und freundlich, das Essen in Ordnung. Für Unterhaltung sorgt der eigene Bildschirm am Platz mit einer in der Zwischenzeit großen Auswahl an Filmen. Leider gibt es nicht viele aktuelle Filme zu sehen, so dass die Auswahl doch schwer fällt.

Auch nachts gehen die Flugbegleiter mit Getränken durch die Gänge, was sehr angenehm ist. Ansonsten steht im hinteren Teil der Maschine eine Auswahl an Getränken und kleinen Snacks für die Gäste bereit.

Ich habe Glück und mein Nachbarplatz bleibt frei, so dass ich mich etwas mehr ausbreiten und besser schlafen kann. Pünktlich gegen 08.00 Uhr landen wir am internationalen Flughafen von Buenos Aires und werden nach den Einreiseformalitäten von einer Reiseleiterin unserer Agentur erwartet und zu unserem Hotel gefahren.

Das Hotel Tryp (3*) liegt zentral in Buenos Aires und ist ein guter Ausgangspunkt für Erkundungen. Die Fußgängerzone Calle Florida, der Obelisk, der Hauptplatz, Restaurants, Geschäfte und selbst die Hafenregion sind gut zu Fuß erreichbar. Die Zimmer sind sehr geräumig und ansprechend eingerichtet. Das Frühstücksbuffet ist überschaubar aber ausreichend für einen guten Start in den Tag.

Da das Hotel nicht ausgebucht ist, können wir unsere Zimmer gleich beziehen und uns kurz frisch machen, bevor wir zu einer Stadtrundfahrt aufbrechen. Es ist Sonntag, was sich positiv beim Verkehr bemerkbar macht! Es ist sonnig und angenehm warm. Wir fahren zum Hauptplatz mit dem Regierungssitz und der Kathedrale, schlendern über einen Flohmarkt im Stadtteil San Telmo, besuchen den Stadtteil La Boca mit seinen bunten Häusern aus Blech, fahren vorbei am neu gestalteten Hafenviertel Madero, dem Obelisken und dem Theater Colon zum Botschaftsviertel mit seinen vielen Villen und dem Stadtteil Palermo mit seinen weitläufigen Parkanlagen und Gärten zum Stadtviertel Recoleta. Hier befindet sich der bekannte gleichnamige Friedhof, wo auch Evita Peron beigesetzt ist. Während der Fahrt wird deutlich, warum Buenos Aires auch das Paris Südamerikas genannt wird. Viele Boulevards und Prachtbauten sind in diesem europäischen Stil erbaut.

Nachmittags bummeln wir selbst durch die Stadt, genießen das Flair und gehen abends noch in ein argentinisches Steakhaus. Einfach nur lecker, denn das Fleisch ist zart und zergeht förmlich auf der Zunge.

 

08.09.14: Buenos Aires – Santa Cruz

Morgens werden wir abgeholt und zum nationalen Flughafen gefahren, der sehr viel näher zum Stadtzentrum liegt, als der internationale Flughafen. Von hier aus fliegen wir mit Aerolineas Argentinas nach Santa Cruz in Bolivien. Santa Cruz liegt im tropischen Tiefland auf 440 Meter Höhe. Als wir aussteigen werden wir von einer warmen und feuchten „Wand“ erwartet. Das Thermometer wird heute noch auf 38°C klettern, womit niemand von uns gerechnet hat! Am Flughafen werden wir von Bastian erwartet, Mitinhaber und Begründer unserer bolivianischen Agentur. Er wird uns bis Chile auf unserer Reise begleiten. Zuerst fahren wir in unsere Unterkunft.

Das Hotel Misional (3*) liegt direkt am Hauptplatz. Es ist einfach und die Zimmer sind klein. Aber es ist sauber und die Matratzen bequem. Die Fenster sind schlecht isoliert, so dass es im Zimmer durch den Verkehr lauter ist. Wer es richtig ruhig zum Schlafen braucht, sollte hier Oropax dabei haben. Das Frühstück ist nicht üppig, aber ausreichend.

Auf einem Rundgang durch den kolonial geprägten Stadtkern sehen wir etwas mehr von der Stadt, die allerdings nicht viel zu bieten hat. Der Hauptplatz mit der Kathedrale ist schön und wie in allen Städten Südamerikas Treffpunkt für viele Stadtbewohner. Die Stadt eignet sich daher nur als Zwischenübernachtung.

 

09.09.14: Santa Cruz – Sucre.

Früh morgens werden wir abgeholt und zum Flughafen gefahren. Von hier aus fliegen wir mit Amaszonas in die Hauptstadt Boliviens nach Sucre (2.800 Meter Höhe). Auch hier werden wir bereits erwartet und zu unserer Unterkunft gefahren.

Das Mi Pueblo Samary (3*) liegt ganz in der Nähe der kolonialen Innenstadt in einer ruhigen Seitenstraße. Das Hotel selbst ist im Stil eines Dorfes erbaut und schon beim Betreten wirkt es wie eine Oase. Der Blick geht auf einen grünen Innenhof, wunderschön und liebevoll gestaltet, umgeben von Säulengängen. Im Innenbereich ist alles liebevoll dekoriert und gestaltet. Es macht Spaß durch das Gebäude zu streifen, immer neue Details zu entdecken und auf einer Bank vor dem Springbrunnen im Garten zu sitzen. Die Zimmer sind einfach, sauber und gemütlich ausgestattet. Das Frühstück wird im oberen Stockwerk serviert mit schöner Aussicht auf den Innenhof und die Stadt selbst.

Die Innenstadt von Sucre gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und ist geprägt von vielen kolonialen Gebäuden, Plätzen, Kirchen und Klöstern. Von einem Aussichtspunkt aus genießen wir einen wunderschönen Blick über die roten Ziegeldächer der Stadt. Danach schlendern wir durch einen Park, die koloniale Altstadt, den Hauptplatz und besuchen eine Klosterschule. Hier kann man auf das Kirchendach steigen, von aus sich ein toller Blick auf die Stadt mit ihren weiß verputzten Fassaden bietet. Abends besuchen wir die Origenes Folklore Show. Hier werden viele traditionelle Tänze Boliviens vorgestellt, während uns Essen serviert wird. Es ist ganz interessant, aber die Tänze teilweise zu lange… .

10.09.14: Sucre – Potosi – Uyuni.

Heute verlassen wir Sucre, um nach Uyuni zu fahren. Ein langer Fahrtag, denn normalerweise wird in Potosi eine Zwischenübernachtung eingelegt. Um die Mittagszeit erreichen wir Potosi (4.000 Meter Höhe). Die Stadt ist bekannt für ihren Silberreichtum und war zu ihrer Blütezeit größer als Paris oder London. Viele koloniale Gebäude erinnern an die Zeit, als Potosi eine der reichsten Städte Südamerikas war. Der Silberberg, Cerro Rico, prägt das Stadtbild. Es ist kaum vorstellbar, dass dieser Berg vor Beginn des Silberabbaus einmal 400 Meter höher war. Durchlöchert wie ein Schweizer Käse ist er auch Sinnbild von viel Leid, Tod und Ausbeutung. Auch die Minenarbeiter heute arbeiten unter katastrophalen und lebensgefährlichen Bedingungen!

Der Hauptplatz selbst wird gerade renoviert und umgestaltet, daher sehen wir nicht viel von den schönen alten Gebäuden. Beim Spaziergang durch die Stadt und die kleinen Gassen hätte ich aber gerne mehr Zeit gehabt.

Sehr interessant ist der Besuch der Moneda. Die alte Münzprägestätte wurde restauriert und ist heute ein sehenswertes und interessantes Museum. Die Originaldruckmaschinen, erbaut aus Holz über zwei Stockwerke, sind beeindruckend. Bedrückend zu sehen sind die Arbeitsstätten der Sklaven, von denen fast keiner die unmenschlichen Arbeitsbedingungen lange überlebt hat… .

Danach geht unsere Fahrt weiter nach Uyuni (3.630 Meter Höhe). Die Landschaft ist wunderschön und weitläufig und ein Stopp bei einem Canyon und an einer Stelle mit Riesenkakteen macht Lust auf Mehr. Abends kommen wir in Uyuni an. Die Stadt macht einen eher trostlosen Eindruck. Unsere Unterkunft, das Hotel Tambo Aymara (2-3*) macht einen sehr schlichten Eindruck. Die Zimmer sind zwar geräumig, aber sehr spartanisch eingerichtet. Aber sie sind sauber und wie sich nachts herausstellt, sind die Matratzen sehr bequem und das Bett bei den kalten Nachttemperaturen sehr kuschelig.

Zum Abendessen gehen wir in die Stadt. In einem Hostel gibt es eine Pizzeria. Sehr lecker!

 

11.09.14: Uyuni – Salar de Uyuni – San Pedro de Quemes

Wir freuen uns schon sehr auf den heutigen Tag, denn es geht endlich in die endlose Weite des Salar de Uyuni, mit 12.000 km² eine der größten Salzwüsten der Erde.

Nach dem einfachen Frühstück im Hotel sehen wir Uyuni bei Tageslicht. Es wirkt bei Tag noch depremierender als bei Nacht… .

Zuerst fahren wir zum Eisenbahnfriedhof in der Nähe der Stadt. Ein unwirklicher Ort und Sturmwind erwartet uns. Die alten ausrangierten Loks und Waggons bieten vor der Kulisse der weiten Landschaft, dem blauen Himmel und den entfernten Vulkanen tolle Fotomotive. In Colchani besuchen wir noch eine Familie, die auf traditionelle Art Salz aus dem Uyuni zu Speisesalz verarbeitet.

Bevor wir endlich den Salar befahren, besichtigen wir das Salzhotel Palacio de Sal (3,5*). Das Hotel ist aus Salzblöcken errichtet und wo notwendig mit Holzplanken ausgelegt. Von außen unscheinbar, ist es innen sehr ansprechend und einladend. Das Weiß des Salzes, kombiniert mit bunten Möbeln und Stoffen und das gedämpfte Licht schaffen eine ganz eigene Atmosphäre. Die Zimmer sind gemütlich eingerichtet und ein Oberlicht im Bad sorgt bei Sonnenschein tagsüber für wohlige Wärme.

Von hier aus fahren wir in die Randzone des Salars, wo Familien Salz für die Weiterverarbeitung abbauen. Die aufgeschichteten Salzhaufen sind schöne Fotomotive vor dem blauen Himmel. Die Salzschicht des Salars selbst ist zwischen 2 – 8 Meter dick und wird jedes Jahr zur Regenzeit neu geflutet. Daher bleibt das Weiß des Salars erhalten.

Über die endlos scheinende Salzwüste fahren wir zur Insel Isla Incahuasi. Diese ragt surreal aus der weißen Fläche heraus uns ist mit bis zu 12 Meter hohen Kakteen bewachsen. Wir wandern auf den höchsten Punkt der Insel und genießen das unglaubliche Panorama. Blauer Himmel, riesige Kakteen, das Weiß des Salars und am Horizont die farbenprächtigen Vulkane des Altiplano.

Unsere Fahrt geht weiter über die Salzfläche in Richtung des Tunupa Vulkans. Mitten im weißen Nichts halten wir und unsere Fahrer stellen 2 Tische und farbige Sonnenschirme auf und bereiten unser Mittagessen zu. Eine tolle und unwirkliche Kulisse für ein Mittagessen!

Danach dürfen die besonderen Fotos nicht fehlen, denn man kann hier toll mit Perspektiven arbeiten und Menschen werden hier schnell zu Zwergen in der Hand eines Riesen….

Unsere Fahrt geht weiter in Richtung des mächtigen Tunupa Vulkans, der im Norden über dem Salar thront. Hier, in Tahua, besichtigen wir das Tayka de Sal Hotel (2*). Die Tayka Hotels sind die besten Unterkünfte in dieser abgelegenen Region ohne jegliche Infrastruktur. Sie sind einfach, aber für die abgelegene Region des Uyuni und des bolivianischen Hochlands kann man sie schon als „luxuriös“ bezeichnen.

In der Nähe, am nördlichen Rand des Salzsees, liegt Chiquini. Hier gehen wir zuerst in eine Höhle in der es versteinertes Seegras gibt, eine ganz seltene geologische Formation. Danach steigen wir auf ein kleines Hochplateau mit alten Ruinen und einer herrlichen Aussicht auf den Salzsee. Der Aufstieg ist anstrengend und nichts für Menschen mit Höhenangst!

Mittlerweile ist es später Nachmittag und wir brechen auf, um den Salar von Nord nach Süd zu durchqueren. Vor den Glockeninseln (Islas Campanas) steigen wir aus unseren Fahrzeugen, um das letzte Stück zu den Inseln zu laufen.

Eine herrliche Erfahrung im endlosen Weiß im warmen Nachmittagslicht auf dem Salzsee zu laufen, über uns der blaue Himmel durchzogen von weißen Wolkenstreifen, vor uns die Inseln und im Hintergrund die Vulkane des Altiplanos.

Für den Sonnenuntergang über dem Salzsee sind wir leider ein paar Minuten zu spät am Aussichtspunkt. Aber die Farben auf dem Weg dahin lassen erahnen wie schön er gewesen wäre. Nach einer weiteren Stunde erreichen wir unsere Unterkunft für heute, das Tayka Hotel de Piedra (2*) in San Pedro de Quemez (3.630 Meter Höhe). Die Zimmer sind geräumig, die Betten mit vielen Decken für die kalten Nächte sehen einladend aus, das Badezimmer ist mit schwarzem Schiefer ausgelegt. Für eine Unterkunft im Nirgendwo sehr viel besser als erwartet! Wie alle Tayka Hotels gibt es nur zu bestimmten Zeiten Strom, die Heizung läuft nur bis ca. 20.00 Uhr, Warmwasser steht nur bis ca. 1 1/2 Stunden nach Sonnenuntergang zur Verfügung, da dieses durch Sonnenwärme erhitzt wird. Eine warme Dusche ist daher nur bis zum frühen Abend möglich.

Das Essen wird im Restaurant serviert, das behaglich über einen offenen Kamin erwärmt wird. Hier befindet sich auch eine gemütliche Sitzecke, um den Tag ausklingen zu lassen.

 

12.09.14: San Pedro de Quemes – Hochlandlagunen - Siloli Wüste

Nach einer erholsamen Nacht in den warmen Betten stehen wir schon zeitig auf, denn ein langer Tag liegt vor uns. Das Frühstück ist einfach aber ausreichend. Direkt beim Hotel liegt ein Lama-Gehege, wo die Tiere über Nacht untergebracht sind, bevor Sie tagsüber auf die Weide kommen. Ich bin erstaunt, denn die Tiere summen und zirpen vor sich hin. Mir war bis dahin nicht bewusst, dass sich die Tiere so „nett“ unterhalten. Als wir am Gehege sind, kommt die Besitzerfamilie und lässt die Tiere ins Freie. Ein sehr schönes Motiv vor den Vulkanen und dem blauen Himmel. Von hier aus gehen wir zu den Ruinen der ehemaligen Siedlung, die Anfang des 19. Jahrhunderts niedergebrannt und zerstört wurde.

Danach fahren wir weiter in Richtung des Vulkans Ollague und den Hochlandlagunen. Wir kommen an eine weite Fläche mit bizarren Felsblöcken. Wir steigen aus und laufen zwischen den Felsen hindurch. Beim näheren Betrachten stellen wir fest, dass es sich um versteinerte Korallenblöcke handelt! Diese sind Reste eines alten Ozeans und das in fast 4.000 Meter Höhe!

Die Panoramen während der Weiterfahrt werden immer schöner und gewaltiger. Der Blick auf den farbenprächtigen und noch aktiven Vulkan Ollague sind mehr als beeindruckend.

Endlich erreichen wir die erste Hochlandlagune, die Laguna Canapa. Rosa Flamingos stehen im türkis/gräulich gefärbtem Wasser, starker Wind, Vulkane in unterschiedlichen Färbungen, eine weiße Salzkruste am Rand des Wassers, gelbes Gras, dazu blauer Himmel durchzogen mit weißen Wolken. Ein unglaubliches Farbenspektrum, das einfach unbeschreiblich schön ist. Wir wandern am Ufer des Sees entlang, beobachten die wunderschönen Flamingos und genießen einfach die Atmosphäre dieses Ortes.

Ganz in der Nähe, vor dem Wind geschützt durch eine Felswand, picknicken wir. Der Ort ist gut gewählt, denn wir können von hier das Panorama auf die Lagune genießen und die putzigen Viscachas (Hasenmäuse) beobachten, die hier zwischen den Felsen leben und uns neugierig beobachten. Die nächste Lagune auf dem Weg ist die Laguna Hedionda. Diese ist noch größer, hat eine andere Färbung und ist umrahmt von einer beeindruckenden, farbigen Bergkulisse. Auch diese Lagune ist von unzähligen Flamingos bewohnt. Der Eindruck ist unbeschreiblich und wir genießen den Spaziergang entlang des Ufers.

An der nächsten Lagune, der Laguna Chiarkota, fahren wir vorbei zur Laguna Honda. Wieder andere Farben und Bergformationen lassen uns einfach nur staunen. Wir laufen an der Lagune vorbei auf einen Höhenzug. Beim Aufstieg macht sich die Höhe bemerkbar, aber der Blick von oben entschädigt für alles: unter uns breitet sich die grünliche Lagune in Herzform vor uns aus, eingerahmt von einer weißen Salzkruste und umgeben von rötlichem & ockerfarbenem Boden, im Hintergrund gewaltige Vulkane. Auf der anderen Seite geht der Blick zur Lagune Ramaditas und den Ausläufern der farbenprächtigen Siloli-Wüste. Es ist unvorstellbar, mit welcher Schönheit eine karge und lebensfeindliche Hochlandwüste aufwartet!

Während der Weiterfahrt ergeben sich immer neue Perspektiven und Motive, ständig wechseln die Farben der umgebenden Berge, denn je nach Bewachsung, Mineralien und Zusammensetzung besteht die Farbpalette aus verschiedenen Gelb-, Rot-, Braun- & Ockertönen.

Von den Lagunen geht es hinein in die Siloli-Wüste und hier auf den letzten Kilometern immer weiter bergauf, bis wir unsere Unterkunft auf 4.600 Meter Höhe erreichen. Das Hotel Tayka del Desierto (2*) ist das höchstgelegene Hotel der Welt und befindet sich vor einer unglaublichen Kulisse farbiger Bergrücken. Auch hier wird die Erwartung weit übertroffen und ich hätte nicht gedacht mitten im Nichts eine so schöne und gemütliche Unterkunft vorzufinden. Die Zimmer sind geräumig, einfach aber gemütlich eingerichtet und verfügen auch hier über Betten mit verschiedenen Lagen und Decken für die kalten Nächte. Auch hier ein eigenes Bad mit Dusche/WC. Das Restaurant ist verglast und bietet einen Blick über die atemberaubende Kulisse und wird beheizt von einem Holzofen.

Dieser sorgt für wohlige Wärme, hat aber den Nachteil, dass dieser dem Raum noch zusätzlich Sauerstoff entzieht, der in dieser Höhe ohnehin Mangelware ist.

Hier macht sich die Höhe jetzt auch bei 3 Mitreisenden unserer Gruppe bemerkbar. Aber ein paar Minuten an der Sauerstoffflasche lindert die Beschwerden.

Mit Sonnenuntergang wird es bitterkalt, trotzdem wage ich mich zusammen mit noch 2 Mitreisenden ins Freie, um den Sonnenuntergang zu genießen. Es stürmt, die Finger und das Gesicht sind sofort klamm, aber das Farbspiel ist es mehr als wert!

Nach dem Abendessen packen wir uns nochmals warm ein und gehen nach draußen, um einen Blick in den fantastischen Nachthimmel zu werfen. Ohne störende Lichtquellen und durch die klare Luft sehen wir einen Sternenhimmel, der in Europa so nicht mehr zu sehen ist!

 

13.09.14: Siloli-Wüste – San Pedro de Atacama

Morgens sind wir wieder froh über unsere Taschenlampe, denn Strom steht erst später zur Verfügung. Auch hier war die Nacht in den warmen und kuscheligen Betten sehr angenehm und von der Kälte nichts zu spüren. In der Morgendämmerung brechen wir auf und fahren zu unserem ersten Ziel, dem Steinbaum Arbol de Piedra. Unwirkliche Felsformationen in einer unbeschreiblichen Umgebung erwarten uns. Im Vergleich zu den letzten Tagen ist es richtig kalt, was vor allem am heftigen Wind liegt. Trotzdem genießen wir einen Spaziergang zwischen den Felsen und der farbenprächtigen Kulisse. Unser nächstes Ziel ist die Laguna Colorada. Wir halten an einem Aussichtspunkt und umtost von heftigem Wind breitet sich die rötlich schimmernde Lagune, bewohnt von tausenden Flamingos, umrahmt von Vulkangipfeln vor uns aus. Der Blick ist atemberaubend und wieder einmal staunen wir über die grandiose Schönheit dieser unfassbaren Landschaft! Der Himmel ist bedeckt und wir können nur erahnen wie herrlich die Farbspiele bei Sonnenschein sein müssen. Nach einer kurzen Fahrt gelangen wir ans Ufer dieser gewaltigen Lagune, spazieren, beobachten Flamingos und genießen das herrliche Panorama und die vielen Farbeindrücke.

Mit dem Auto geht es von hier aus stetig bergauf bis wir den höchsten Punkt unserer Reise erreichen, einen Pass in 4.950 Meter Höhe. Im Hinterkopf ist immer der Gedanke, dass in anderen Regionen dieser Erde in diesen Höhen nur eine einzige Schnee- und Eiswüste zu finden wäre, hier aber ein berauschendes Kaleidoskop an Farben und für die Höhe erstaunlich warme Temperaturen. Ohne den Wind könnten wir in der Sonne fast im T-Shirt durch die Gegend laufen.

Kurz nach dem Pass ein weiterer Höhepunkt: das Geysirfeld Sol de Manana. Es blubbert aus Schlammlöchern, Dampf steigt aus verschiedenen Löchern zischend aus der Erde, kochendes Wasser spritzt in die Luft und es stinkt nach Schwefel. Auch hier wird die Gewalt der Natur sicht- und spürbar.

Ganz in der Nähe befinden sich die Thermalquellen von Polques. Einfache Umkleidekabinen sind vorhanden, so dass wir nicht lange überlegen müssen trotz Wind und Kälte ins warme Wasser zu steigen. Vom Pool aus geht der Blick über eine weiter Ebene umgeben von Berggipfeln. Dekadent nehmen wir noch eine Flasche Wein mit ins Wasser und lassen es uns einfach gut gehen!

Auf- und durchgewärmt treten wir unsere Weiterreise an. Kurz nach den Quellen fahren wir ins Valle de las Damas, auch Salvador Dali Wüste genannt. Die farbigen Berge vor dem blauen Himmel sehen aus wie gemalt. Wieder eine unwirkliche und faszinierende Landschaft.

Bald taucht vor uns der Vulkan Licancabur auf. Mit 5.920 Meter Höhe ist er einer der höchsten Vulkane Südamerikas. Er liegt auf der Grenze zwischen Bolivien und Chile und thront von chilenischer Seite aus gesehen über der Atacama-Wüste. Auch hier ist die Landschaft atemberaubend schön. Es ist kaum zu glauben, dass sich dieses Landschaftsbild noch steigern lässt, aber es geht! Wir fahren um eine Kurve und vor uns breitet sich die Laguna Verde aus. Türkis schillerndes Wasser direkt vor dem gewaltigen Vulkankegel des Licancabur. Daneben schimmern Gelb- und Rottöne an den umgebenden Berghängen, ein stahlblauer Himmel und eine weiße Salzkruste um die Lagune schaffen ein umwerfendes Panorama. Der Wind bläst hier so stark, dass wir kaum stehen können. Unser Reiseleiter erklärt uns, dass ohne Wind das Wasser fast farblos wäre, also nehmen wir ihn dankbar in Kauf!

Kurz danach erreichen wir die Laguna Blanca. Diese liegt direkt neben der Laguna Verde hat aber eine fast weiße Färbung. Durch den hier extrem starken Wind halten wir uns nicht lange auf, sondern fahren zu einer Schutzhaus, wo wir unser Mittagessen einnehmen. Dieses wurde wieder, wie die letzten Tage im Altiplano, morgens in den Tayka Hotels vorgekocht und dann wie ein Picknick kalt serviert.

Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir den Grenzpunkt Hito Cajon, wo wir aus Bolivien ausreisen. Die Einreise nach Chile erfolgt erst in San Pedro de Atacama. Komisch, denn wir fragen uns wie Chile so illegale Einwanderer abhalten möchte, wenn die Einreiseformalitäten erst eine Fahrstunde von der Grenze entfernt durchgeführt werden. Auch könnte man problemlos Dinge ins Land schmuggeln, die irgendwo auf der Strecke ausgeladen werden könnten, bevor das Fahrzeug und Gepäck vom Zoll durchsucht wird. Nach der Ausreise verabschieden wir uns von unseren Fahrern und steigen um in einen Kleinbus, der uns zu unserem Hotel in San Pedro de Atacama fahren wird.

Während es in Bolivien so gut wie keine Beschilderung gab, fällt auf chilenischer Seite sofort der Unterschied ins Auge: Gleich an der nächsten Kurve ist ein Schild, dass auf die Kurve aufmerksam macht!

Die Fahrt führt vom Hochland (4.000 Meter Höhe) in das auf auf 2.400 Meter hoch liegende Oasenstädtchen San Pedro de Atacama. Die Abfahrt in das flach wirkende Land ist nach den Tagen mit den vielen Berg- und Vulkangipfeln ganz ungewohnt. Unten angekommen zeigt sich aber das Panorama aus tieferer Region noch gewaltiger!

Die nächsten Tage sind wir im explora Atacama (4,5*) untergebracht. Eine sehr schöne Unterkunft am Rand von San Pedro de Atacama, eingebettet in einen großen Garten. Die Anlage fügt sich perfekt in die Wüstenlandschaft ein. Wie in den traditionellen Häusern spielt sich das Leben im Hauptgebäude und den drei Innenhöfen ab. Wasserbecken im Freien werden als Swimmingpools und zur Bewässerung genutzt, ein gut durchdachtes Öko-System in einer Region, in der Wasser das wertvollste Gut ist. Architektur und Baumaterialien erinnern an die Natur und Kultur dieses Gebietes. Wie die explora Hotels in Patagonien im Nationalpark Torres del Paine und auf der Osterinsel, handelt es sich um ein echtes All Inclusive Hotel, d.h. alle Transfers, Ausflüge, Mahlzeiten & Getränke sind im Preis eingeschlossen. Die Naturführer, die die täglichen Ausflüge begleiten, werden mehrere Monate geschult und auf ihre Aufgaben vorbereitet.

Wir werden schon erwartet und ab der Ankunft müssen wir uns um nichts mehr kümmern, sondern können einfach unseren Aufenthalt und die Annehmlichkeiten des Hotels genießen. Die Zimmer und die Einrichtung selbst sind nicht unbedingt luxuriös im klassischen Sinn, denn es gibt z.B. keinen Fernseher auf den Zimmern. Der eigentliche „Luxus“ ist die Begegnung mit der herrlichen Natur auf verschieden Wegen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.

Wir gehen gleich auf einen ersten Ausflug ins nahegelegene Mondtal (Valle de Luna). Zuerst halten wir an einem Aussichtspunkt mit Blick über die bizarre Landschaft, bevor wir entlang eines Höhenzuges wandern und schließlich in ein Tal. Eine weiße Salzkruste überzieht die Landschaft und es sieht aus wie ein Schneeteppich. Der Weg führt in einen Canyon mit wunderschönen Felsformationen und unterschiedlichen Salzkrusten. Nach knapp 6 Kilometern kommen wir aus dem Canyon, steigen noch auf eine kleine Anhöhe, wo schon unser Fahrzeug wartet. Kleine Häppchen und Getränke sind angerichtet. Von hier aus fahren wir weiter zu einem abgelegenen Aussichtspunkt, um den Sonnenuntergang zu genießen. Dabei färben sich die Andengipfel in vielfältige Violett- und Rottöne. Da es stark windet und mit der untergehenden Sonne bitterkalt wird, bleiben wir nicht so lange und fahren wieder ins Hotel zurück.

Hier besprechen wir die Ausflüge für die kommenden Tage. Ein Mitarbeiter spricht mit uns die verschiedenen Möglichkeiten durch, die je nach Lust und Laune ausgesucht werden können. Da ich und zwei Kollegen am übernächsten Tag eine Vulkanbesteigung planen, müssen wir am nächsten Tag in jedem Fall eine Wanderung in einer Höhenlage über 4.000 Meter unternehmen, damit sich unsere Führer ein Bild über unsere Fitness machen können.

Danach folgt das Abendessen, heute als typisches Asado (Chilenische Barbeque) in rustikalem Ambiente. Den Abend lassen wir gemütlich an der Bar mit Pisco Sour und Mojitos ausklingen.

 

14.09.14: Tagestour im Altiplano

Nach einer geruhsamen Nacht in wunderbar bequemen Betten und einem leckeren Frühstück brechen wir mit unseren Führern Bernie und Danilo zu unserer Wanderung auf. Wir werden den Berg Copacoya umrunden und uns dabei in Höhen zwischen 4.000 – 4.500 Metern bewegen. Der Ausgangspunkt befindet sich ganz in der Nähe der bekannten El Tatio Geysire.

Die Wanderung selbst ist noch schöner als erwartet und die Landschaft ändert sich während der Wanderung ständig. Ausblicke in die weite Tiefebene, auf Vulkane und bizarre Felsformationen, Flussoasen, Vicunas, Felsbrocken und immer wieder andere Farben, dazu der stahlblaue Himmel. Am frühen Nachmittag erreichen wir unser Fahrzeug und fahren das kurze Stück zu den El Tatio Geysiren. Diese sind um diese Zeit nicht mehr sonderlich aktiv, aber der große Vorteil: wir sind so gut wie alleine. Wir gehen direkt zu den warmen Quellen, bekommen einen flauschigen Bademantel, ziehen uns in den Umkleiden um und steigen in den warmen Thermalpool und genießen das Bad nach der Wanderung vor herrlicher Kulisse.

Während wir uns im Wasser aufwärmen bauen unsere Begleiter ein Picknicktisch auf und bereiten unser Mittagessen vor. Nachdem wir uns wieder angezogen haben schlemmen wir uns durch diverse Salate, leckere Snacks und lassen es uns einfach gut gehen!

Am späten Nachmittag sind wir wieder zurück im Hotel. Bald gibt es Abendessen und danach noch eine Vorführung im zum Hotel gehörenden Observatorium. Den Abend lassen wir wieder gemütlich im Loungebereich des Hotels ausklingen.

 

15.09.14: Vulkanbesteigung Cerro Toco

Vor dem anstehenden Ausflug bin ich schon etwas aufgeregt, denn obwohl ich bisher keine Probleme mit der Höhe hatte, ist eine Wanderung auf 5.604 Meter Höhe nicht zu unterschätzen.

Wir fahren mit dem Auto, wieder begleitet von Bernie und Danilo zum Ausgangspunkt der Wanderung auf 5.200 Meter Höhe. Schon beim Aussteigen ist es ein komisches Gefühl, denn wir sind schon höher als jeder Punkt in Europa.

Bei herrlichem Sonnenschein und wenig Wind machen wir uns gespannt auf den Weg. Danilo gibt ein langsames Tempo vor, denn schnell überschätz man in der Höhe seine Kondition. So geht es Schritt für Schritt bergauf. Immer wieder machen wir kurze Pausen, um etwas zu trinken und die karge aber berauschende Landschaft zu genießen. Der Gipfel ist von unserem Weg aus nicht zu sehen und so können wir nicht abschätzen, wie weit es noch ist. Plötzlich meint Danilo, wir können jetzt so schnell gehen wie wir möchten, denn zum Gipfel sind es nur noch ca. 150 Meter. Auf die letzten Meter beschleunigen wir daher und kommen jetzt doch ganz schön aus der Puste.

Schneller als erwartet stehe ich oben am Gipfel und bin überwältigt und einfach nur glücklich! Das Gefühl auf 5.604 Meter Höhe zu stehen, die Welt quasi zu Füßen zu haben und dazu ein unglaubliches Panorama. Der Blick geht auf den Vulkan Licancabur, die weite Ebene der Atacama-Wüste, in Bolivien zur Laguna Blanca, die umliegenden Vulkane, den stahlblauen Himmel und die berauschende Farbpalette des Altiplano. Von hier aus ist auch das Projekt ALMA zu sehen, das derzeit teuerste und größte Projekt der bodengebundenen Astronomie. Wir können uns kaum sattsehen und sind einfach nur froh, diesen Ausflug gemacht zu haben und auch ein bisschen stolz auf uns! Auch wenn es nur 400 Höhenmeter waren, sind diese in dieser dünnen Luft nicht zu unterschätzen. Der Abstieg geht sehr viel schneller und bald sind wir wieder an unserem Auto und fahren ins Hotel zurück zum Mittagessen.

Nach dem Mittagessen genieße ich noch etwas Ruhe im schön angelegten Garten bei der Poolanlage und im Whirlpool. So lässt es sich aushalten.

Mit meiner Kollegin unternehme ich später noch einen Ausritt. Die Pferde sind speziell von explora gezüchtet und auch für Nichtreiter geeignet. Gemächlich geht es ein Stück in das Valle de Luna hinein mit wunderschönen Panoramen. Schon gibt es wieder Abendessen und unser letzter Abend in Chile bricht an.

 

16.09.14: San Pedro de Atacama – Salta

Mit dem Linienbus von Geminis fahren wir heute von San Pedro de Atacama nach Salta. Ca. 10-12 Stunden Fahrt liegen vor uns. Die Sitze sind überraschend bequem und auch die Rückenlehne lässt sich weit nach hinten klappen. Am Grenzpass Paso de Jama wird das gesamte Gepäck ausgeladen und wir müssen damit zuerst aus Chile ausreisen und dann nach Argentinien einreisen und durch den Zoll. Das alles findet im selben Gebäude statt und wir werden von Schalter zu Schalter geschleust. Es dauert fast 1 ½ h bis alle Passagiere aus unserem Bus die Prozedur hinter sich gebracht haben.

Die Fahrt selbst ist trotz der Dauer sehr kurzweilig, denn die Landschaften, die wir durchfahren sind sehr vielfältig und beeindruckend. Gegen Abend kommen wir in Salta an, wo wir erwartet werden und in die Finca Valentina (3,5*) gefahren werden, wo wir übernachten. Die Finca liegt ca. 20 Fahrminuten außerhalb von Salta in einem großen weitläufigen Gartengrundstück. Alles sieht sehr einladend aus und ich fühle mich sofort wie zu Hause. Es gibt ein großes gemütliches Wohnzimmer mit Essbereich für die Gäste, den großen Garten, einen kleinen Pool und einladend eingerichtete Zimmer. Wir genießen ein leckeres Abendessen und verbringen noch unseren letzten gemeinsamen Abend bei einem Glas Wein.

 

17.09.14: Salta

Zwei aus unserer Gruppe fliegen heute schon wieder nach Hause. Ich und drei Kollegen bleiben in Salta, um die nächsten Tage an einer Reisemesse teilzunehmen. Heute steht aber noch ein Ausflug in den Nationalpark Los Cardones und Cachi auf dem Programm.

Die Fahrt führt über eine beeindruckende Serpentinenstraße zum Cuesta del Obispo zu einem Aussichtspunkt, bevor wir den Nationalpark Los Cardones mit seinen unzähligen Kakteen und farbigen Felsformationen erreichen. Leider ist es bewölkt und wolkenverhangen, so dass die Farben nicht richtig heraus kommen. Aber man kann erahnen, wie schön es sein kann. Cachi selbst hat einen schönen Hauptplatz umgeben von kolonialen Gebäuden.

Am späten Nachmittag sind wir wieder in Salta, registrieren uns für die anstehende Messe und beziehen unser neues Domizil im Zentrum von Salta, das Alejandro I (4,5*). Es ist ein großes Hotel mit sehr guter Lage, die Zimmer sind riesig, das Bad sehr geräumig. Alles in allem ein solides und gutes Touristen- und Businesshotel. Mehr Charme und Flair hat allerdings die Finca Valentina.

 

18.-19.09.14: Salta

Die beiden nächsten Tage sind gefüllt mit vielen Terminen und Veranstaltungen.

 

20.09.14: Salta – Buenos Aires – Frankfurt

Morgens werden wir am Hotel abgeholt und zum Flughafen gefahren. Von hier aus fliegen wir zurück nach Buenos Aires (nationaler Flughafen). Von hier aus folgt ein Transfer zum internationalen Flughafen. Zwischen Ankunft und Weiterflug liegen gut 5 Stunden. Bis wir allerdings unser Gepäck haben und endlich losfahren können vergeht viel Zeit. Dann die Fahrzeit selbst. Wir kommen erst knapp 2 Stunden vor unserem Abflug am internationalen Flughafen an und sind heilfroh, dass wir so viel Zeitpuffer hatten. Wenn auf dem Weg noch Stau gewesen wäre, nicht auszudenken… .

Der Flug ist bis auf den letzten Platz besetzt, so dass ein Ausbreiten leider nicht möglich ist. Ansonsten wieder routinierter Service und durch den Nachtflug auch schneller vorbei als befürchtet.

Fazit: Eine Reise durch eine sehr beeindruckende Region, die für uns Europäer etwas Neues darstellt. Für Naturliebhaber ein wirklicher Höhepunkt! Die Hochlandwüsten sind unbeschreiblich schön und bieten immer wieder neue Perspektiven und Eindrücke.

Noch ein Wort zur Höhe: Wie ein Körper auf die Höhe reagiert, lässt sich schwer vorab abschätzen. Wichtig ist eine Grundgesundheit. Wir haben versucht uns an die gängigen Tipps zu halten: viel Trinken (Wasser), nicht zu schweres Essen, versuchen genügend zu schlafen, wenig bis keinen Alkohol, viel anregende Tees (Coca oder Mate), große Anstrengung vermeiden.

Aufgrund der Höhe und der trockenen Luft ist häufig das Problem, das kein Durst empfunden und zu wenig getrunken wird. Das hat zur Folge, dass sich z.B. Kopfschmerzen verstärken, bzw. sich ein allgemeines Unwohlsein einstellt. Daher lieber viel trinken, auch wenn es zur Folge hat, dass man ständig auf die Toilette muss… .